„Tanzkonzept“ zur Förderung des Tanzes in Nordrhein-Westfalen vorgelegt

21. Januar 2009

„Tanzkonzept“ zur Förderung des Tanzes in Nordrhein-Westfalen vorgelegt / Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff kündigt Spitzenförderung für Freie und Zeit­genössische Tanzkompanien an

Im Jahr 2009 will die nordrhein-westfälische Landesregierung mit einer neuen Spitzenförderung für Freie und Zeitgenössische Tanzkompanien beginnen. Gefördert werden sollen jeweils vier von einer Jury ausgewählte Spitzenkompanien, die für einen Zeitraum von drei Jahren (erstmals 2009 bis 2011) einen jährlichen Projektzuschuss von bis zu 65.000 Euro pro Jahr erhalten.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Im Jahr 2009 will die nordrhein-westfälische Landesregierung mit einer neuen Spitzenförderung für Freie und Zeitgenössische Tanzkompanien beginnen. Das kündigte der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, heute (21. Januar 2009) im Rahmen eines Pressegesprächs in Düsseldorf an. Gefördert werden sollen jeweils vier von einer Jury ausgewählte Spitzenkompanien, die für einen Zeitraum von drei Jahren (erstmals 2009 bis 2011) einen jähr­lichen Projektzuschuss von bis zu 65.000 Euro pro Jahr erhalten. Die neue Förderung ist Kernbestandteil eines „Tanzkonzeptes“, mit dem der Tanz in Nordrhein-Westfalen in seiner Qualität und seiner interna­tionalen Strahlkraft weiter verbessert werden soll. Die Maßnahmen umfassen bis zum kommenden Jahr rund 700.000 Euro zusätzlich zu der bisherigen Förderung. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert seit Jahren den Freien und Zeitgenössischen Tanz in herausgehobener Weise.

Grosse-Brockhoff: „Das ‚Tanzland Nordrhein-Westfalen’ findet nicht nur bundesweite, sondern auch internationale Anerkennung. Mit unserem ‚Tanzkonzept’ wollen wir nicht nur die Qualität, sondern auch die künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten und die Profilierungschancen des Tanzes spürbar verbessern. Damit möchten wir dem Tanz in Nordrhein-Westfalen neue Impulse geben. Zusätzlich zur bereits stattfindenden Projektförderung richten wir deshalb unter anderem eine Spitzenförderung für die Freie Tanzszene ein, die ab diesem Jahr greifen soll. Mit dieser Spitzenförderung ist eine herausgehobene finanzielle Unterstützung und Planungssicherheit über drei Jahre verbunden. Gefördert werden Tanzkompanien oder auch seit Jahren kontinuierlich und erfolgreich arbeitende Choreographen/innen“.

Die weiteren Maßnahmen umfassen folgende Vorschläge:

Tanzzentren stärken und weitere Zentren schaffen

Das Tanzhaus NRW in Düsseldorf und PACT Zollverein in Essen werden im Produktionsetat gestärkt. Für PACT Zollverein wird darüber hinaus derzeit ein erweitertes Konzept zur Profilierung und mit neuen Tätigkeitsbereichen diskutiert.

Mit mittleren Zentren, etwa in Krefeld, Herne, Bonn, Münster, Bielefeld und Mülheim, sollen Gespräche über eine Intensivierung ihrer Arbeit geführt werden. Als zusätzliche Förderung bis 2010 sind insgesamt bis zu 120.000 Euro vorgesehen.

Agentur Tanz NRW

Mit einer Marketing-Agentur (Dance Artists Service) sollen die Chancen von Tanzkompagnien und Produktionen entscheidend verbessert werden, sich zu profilieren und in verstärktem Umfang bundesweit und international aufzutreten. Sie dient nicht nur der Professionalisierung einzelner Kompanien, sondern dem internationalen Kulturaustausch in beiden Richtungen. Die Agentur soll an das Tanzhaus NRW ange­gliedert werden, das bereits ein entsprechendes Konzept erarbeitet hat. Dafür wird eine zeitlich begrenzte Anschubfinanzierung von insgesamt 250.000 Euro zusätzlich bereitgestellt.

Internationaler Kulturaustausch

Für Gastspiele von nordrhein-westfälischen Ensembles im Ausland soll es ab 2010 zusätzliche Förderungen (z. B. Fahrtkostenzuschüsse) ge­ben. Dafür sollen 100.000 Euro zusätzlich bereit gestellt werden.

Kultur (Tanz) und Schule

Kulturelle Bildung ist ein Schwerpunkt der Kulturpolitik der Landesregie­rung. Hier spielt die kreative Sparte „Tanz“ eine bedeutende Rolle. Aktivitäten von Kultureinrichtungen, Tanz für und mit Kindern und Jugendlichen sind in einen schulischen Zusammenhang zu stellen, weiter zu entwickeln und verstärkt zu unterstützen. Erfolgreiche Modelle sollen auf eine Übertragbarkeit auf andere Kommunen überprüft werden.

Marketing und Label „Tanzland NRW“

Die Aktivitäten und Initiativen des Landes, die Tanzförderung und die Rahmenbedingungen für Tanzproduktionen zu verbessern, sollen auch in Präsentation und Darstellung im Land zusammen geführt werden. Sie sollen unter einem einheitlichen Label als „Tanzland NRW“ in die Öffentlichkeit gebracht werden. Ergänzende Marketing-Maßnahmen zur Tanzförderung sollen entwickelt werden.

 

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