Studie bestätigt: Nordrhein-Westfalen ist bereit für Kraftstoffe der Zukunft

22. April 2009

Studie bestätigt: Nordrhein-Westfalen ist bereit für Kraftstoffe der Zukunft

Alternativen zu Benzin und Diesel sind bereits mittelfristig machbar. Dies ist das Ergebnis einer Studie zur „Einführung synthetischer Kraftstoffe in NRW am Beispiel GTL (Gas-to-Liquid)“, die vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben und heute auf der Hannover vorgestellt wurde.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Alternativen zu Benzin und Diesel sind bereits mittelfristig machbar. Dies ist das Ergebnis einer Studie zur „Einführung synthetischer Kraftstoffe in NRW am Beispiel GTL (Gas-to-Liquid)“, die vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben und im Rahmen des Kongressforums Clean Moves der Hannover Messe heute (22. April 2009) vorgestellt wurde. Das Resultat: Nordrhein-Westfalen ist mit einer starken Automobil-Zulieferindustrie sowie einer anerkannten Diesel-Forschungslandschaft gut aufgestellt, um auch international an einer Markteinführung von GTL mitzuwirken. Bereits 2010 stehen ausreichend Produktionskapazitäten zur Verfügung, um den Bedarf des zunächst vorgesehenen Einsatzes in Nischenanwendungen in Nordrhein-Westfalen zu decken.

„Mit der weiteren Erforschung und der Anwendung von synthetischen Kraftstoffen in Feldtests bietet sich für Nordrhein-Westfalen eine Möglichkeit, seine Führungsrolle bei der Lösung der Probleme zukünftiger Mobilität zu festigen und mittelfristig auszubauen“, erklärte dazu die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

Der synthetische und auf Basis von Erdgas hergestellte Gas-to-Liquid-Kraftstoff (GTL) verspricht eine Reduktion von lokalen Luftschadstoffemissionen (Partikel und Stickoxide), ohne das aufwendige Änderungen am Fahrzeug oder am Dieselmotor notwendig werden. „Deshalb bietet sich der Einsatz von GTL vor allem in Ballungsräumen und entlang der inzwischen eingerichteten Umweltzonen an“, so Ministerin Thoben. GTL erfülle damit wichtige Voraussetzungen, um als ein wichtiger Baustein im künftigen Kraftstoffmix zu dienen.

Aufgrund des niedrigeren volumetrischen Heizwerts von GTL würde der Verbrauch – beim derzeitigen technischen Stand – gegenüber Diesel allerdings um bis zu 5 Prozent steigen. Dagegen erkennt die Studie noch Optimierungspotential durch „Hardwareanpassungen“ bei der Verbrennung im Motor. So bestehe Bedarf an weiterer, vertiefter Forschung zu den zu erwartenden Effekten durch den Einsatz synthetischer Kraftstoffe in speziell angepassten Motoren.

Die Studie macht einen Bedarf von rund 170.000 Tonnen/Jahr GTL für den Einsatz in der Metropolregion Rhein-Ruhr/Rhein-Sieg aus. Der Bedarf kann um weitere 90.500 Tonnen/Jahr steigen, wenn der Schienenverkehr einbezogen wird. Zudem wird in der Schifffahrt weiteres Potential erkannt.

Die Studie, die vom Wuppertal Institut, der FEV Motorentechnik GmbH sowie der RWTH Aachen mit Unterstützung der Shell International Petroleum und der RWE Power AG erstellt und von der EnergieAgentur koordiniert wurde, empfiehlt, in Praxistests bzw. Flottenversuchen die Kooperation zwischen den Akteuren zu optimieren. Sie sieht weiteren Forschungsbedarf bei der Klärung des monetären Benefits durch den Einsatz von GTL („NOx-Vermeidungskosten“).

Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw.de/gtl-studie

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