Strategien gegen den Klimawandel im Ruhrgebiet

13. Januar 2009

Strategien gegen den Klimawandel im Ruhrgebiet: Dortmund und Bottrop als Modellstädte ausgewählt

Der Regionalverband Ruhr entwickelt im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums ein "Handbuch Stadtklima". Es soll aufzeigen, wie die Folgen des Klimawandels auf kommunaler Ebene bewältigt werden können. Zur Überprüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen wurden zwei Modellstädte ausgewählt: Bottrop und Dortmund.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Der Klimawandel ist in Nordrhein-Westfalen angekommen. Insbe­sondere in den Städten sind die Folgen zu spüren: heftige Regenfälle können zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden führen und Hitze­perioden lassen die Innenstädte zu Treibhäusern werden. Wie die Folgen des Klimawandels auf kommunaler Ebene bewältigt werden können, soll in einem „Handbuch Stadtklima“ erarbeitet werden. Ent­wickelt wird das Handbuch vom Regionalverband Ruhr (RVR), im Auf­trag des nordrhein-westfälischen Umweltministerium. Zur Überprüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen wurden zwei Modellstädte ausge­wählt: Bottrop und Dortmund.

„Die Auswahl der Modellstädte war nicht einfach“, so Umweltminister Eckhard Uhlenberg. „Bottrop und Dortmund wurden ausgewählt, weil sie in ihrer Summe über eine ideale Struktur zur Erprobung unseres Hand­buchs verfügen.“

Bottrop wurde als Vertreter der zahlreichen großen Mittelstädte und kleinen Großstädte, deren Stadtkern von ländlich geprägten Stadtteilen umgeben ist, ausgewählt, Dortmund als Vertreter der Großstädte. Das größte Problem sind die deutlich zu warmen Innenstadtkerne. Innerhalb der Stadtgebiete treten häufig auch größere Höhenunterschiede auf, die zusätzlich das Klima beeinflussen. Die beiden Modellstädte Bottrop und Dortmund ermöglichen die Berücksichtigung aller klimatischen Phänomene des Ruhrgebietes im „Handbuch Stadtklima“.

Im Handbuch werden Problembereiche im Zusammenhang mit den prognostizierten Klimaänderungen identifiziert und Maßnahmen zur An­passung an den Klimawandel beschrieben, unter besonderer Berück­sichtigung der Situation in nordrhein-westfälischen Städten. Messungen haben ergeben, dass die Temperaturen in den Innenstädten um bis zu zehn Grad Celsius höher liegen können, als in den ländlichen Außen­bezirken. Die Durchlüftung ist durch Bebauung oft stark eingeschränkt und Wärmestaus stellen für die dort lebenden Menschen Belastungen dar, die das Wohlbefinden verschlechtern. Ziel ist, alle nordrhein-westfälischen Städte für die zu erwartenden Auswirkungen des Klima­wandels zu rüsten. Hierzu zählen zum Beispiel Maßnahmen zur Entsiegelung von Flächen, die Schaffung von Freiland- und Frischluft­schneisen, die Anlage von Park- und Grünanlagen sowie planungs­rechtliche Instrumente.

„Wir wissen, dass Klimaschutz unverzichtbar ist und der Ausstoß an Treibhausgasen minimiert werden muss. Aber wir müssen auch Maß­nahmen ergreifen, um die Schäden und Risiken der nicht mehr ab­wendbaren Folgen des Klimawandels so weit wie möglich zu be­grenzen“, so Minister Uhlenberg.

Erstellt wird das „Handbuch Stadtklima“ im Auftrag des Umweltminis­teriums vom Regionalverband Ruhr, der seit 30 Jahren die Daten zur klimatischen Situation im Ruhrgebiet erhebt. Weitere Kooperations­partner sind die Universität Duisburg-Essen, das Forschungsinstitut für Abfall- und Wasserwirtschaft an der RWTH Aachen und das deutsche Institut für Urbanistik. Das Handbuch soll im Sommer fertig gestellt sein, die anschließende Überprüfung an Hand der Modellstädte erfolgt bis Ende 2009.

 

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.