Sterne des Sports

23. November 2016

Sterne des Sports: Ministerin Christina Kampmann zeichnet drei Vereine für ehrenamtliches Engagement aus

Sportministerin Christina Kampmann hat in Düsseldorf drei nordrhein-westfälische Vereinsinitiativen mit dem Silbernen Stern des Sports ausgezeichnet, weil sie in besonderer Weise gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

 
Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Sportministerin Christina Kampmann hat in Düsseldorf drei nordrhein-westfälische Vereinsinitiativen mit dem Silbernen Stern des Sports ausgezeichnet, weil sie in besonderer Weise gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Landessportbundes, Walter Schneeloch, und dem Vorstandsvorsitzenden der Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsbanken, Ralf W. Barkey, überreichte sie den Großen Stern in Silber an den MTV 1860 Minden e.V. sowie den Kleinen Stern in Silber an die Residenz Münster e.V. und den SV Haldern 1920 e.V.

Die Ministerin gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern: „Die diesjährigen Vereinsinitiativen zeichnen sich wieder durch ihr großartiges Engagement aus. Sie zeigen, dass der Sport eine wichtige soziale, gesundheitliche und integrative Wirkung haben kann. In der heutigen Zeit ist so ein Einsatz ein besonders wichtiges Zeichen.“

Der MTV 1860 Minden e.V. erhält die Auszeichnung (Preisgeld 2.500 Euro) für die Maßnahme „Sporträume 2.0 – offen, umsonst und draußen! Trendsportangebot am Weserstrand“, die die Teilnahme an Trendsportarten allen Sportinteressierten ermöglicht, egal ob sie Mitglied im Verein sind oder nicht. Als Landessieger nimmt der MTV 1860 Minden e.V. gleichzeitig am Bundeswettbewerb teil.

Die Residenz Münster e.V. wird mit dem Kleinen Stern des Sports (Preisgeld 1.500 Euro) für das Projekt „Tanzen für alle“ ausgezeichnet, das alle Generationen in den Blick nimmt und entsprechende Angebote bietet. Der Verein engagiert sich ebenfalls für mehr Inklusion und ermöglicht unter anderem Rollstuhltänzerinnen und Rollstuhltänzern Kurse im barrierefreien Clubraum. Die Residenz Münster e.V. wurde gleichzeitig für den Publikumspreis in Berlin nominiert.

Der SV Haldern 1920 e.V. wird für die „AKTION PLATZNOT“ ausgezeichnet (Preisgeld 1.000 Euro), durch die ehrenamtlich und mit Eigenleistung ein dritter Fußballplatz gebaut wurde. Dadurch wird der Spiel- und Trainingsbetrieb für alle Mannschaften langfristig gesichert.

Zusätzlich erhielten die beiden Sportvereine Hellerhofer Sportverein e.V sowie der DSC Arminia Bielefeld e.V. einen Förderpreis in Höhe von jeweils 500 Euro. Dem Schwimm-Club Dinslaken e.V. wurde ein Sonderpreis über 500 Euro überreicht.

Die Sterne des Sports werden seit mehr als zehn Jahren jährlich von den Volks- und Raiffeisenbanken, dem Deutschen Olympischen Sportbund sowie auf Landesebene vom Landessportbund NRW verliehen.

Hintergrundinformationen und Kurzportraits der sechs ausgezeichneten Vereine:

Platz 1: Großer Stern in Silber:
 
MTV 1860 Minden e.V. / Volksbank Mindener Bank eG (Preisgeld 2.500 Euro)
Maßnahme: Trendsportangebote am Weserstrand
„Sporträume 2.0 – offen, umsonst und draußen! Trendsportangebot am Weserstrand“, fasst der MTV 1860 Minden die neuen Sportmöglichkeiten zusammen, die er in den vergangenen drei Jahren auf die Beine gestellt hat. Mit Disc Golf, Beachvolleyball und einem Street Workout-Parcours gibt es inzwischen gleich drei Trendsportarten, die allen offen stehen, egal ob sie Mitglied im Verein sind oder nicht.
In enger Zusammenarbeit mit der Stadt und weiteren Partnern ist es dem MTV Minden gelungen, ein Gelände sportlich zu beleben, das vorher weitgehend brachlag. Inzwischen zielen hier immer mehr Fans beim Disc Golf mit dem Frisbee auf die Körbe, pritschen und baggern beim Beachvolleyball oder trainieren bei Klimmzügen und am Barren im offenen Sportpark ihre Kraft.
Weil die Ausrüstung dafür wenig kostet, können unabhängig vom Geldbeutel wirklich alle mitmachen. Ein echter Gewinn – für den Verein und die ganze Stadt und ein gutes Beispiel, wie eine quartiersbezogene, bewegungsaktivierende Infrastruktur geschaffen werden kann.
 
Platz 2: Kleiner Stern in Silber (zugleich Nominierung für den Publikumspreis in Berlin):
 
Die Residenz Münster e.V. / Vereinigte Volksbank Münster eG (Preisgeld 1.500 Euro)
Maßnahme: Tanzen für alle
Als Landesleistungsstützpunkt für den Tanzsport ist Die Residenz Münster seit über 60 Jahren eine feste Größe in der nationalen und internationalen Tanzszene, in Standard und Latein. Aber auch im Breitensport hat der Verein jede Menge zu bieten. „Tanzen für alle“ ist die Devise.
Das Angebot reicht von allen klassischen Standard- und Lateintänzen über Salsa und Foxtrott bis hin zu Zumba. Es gibt aber auch Ballett, Jazz- und Modern-Dance oder Tänze aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
„Tanzen für alle“ gilt aber auch mit Blick auf die Generationen – von der Tänzerischen Früherziehung bis hin zum Seniorentanz. Außerdem engagiert sich der Verein für Inklusion: Im barrierefreien Clubhaus trainieren Rollstuhltänzerinnen und -tänzer, aber auch junge Menschen mit geistiger Behinderung.
 
Platz 3: Kleiner Stern in Silber:
 
SV Haldern 1920 e.V. / Volksbank Emmerich-Rees eG (Preisgeld 1.000 Euro)
Maßnahme: Bau eines Fußballplatzes ehrenamtlich und in Eigenregie
Selbst anpacken statt auf staatliche Hilfe zu warten – dafür ist der SV Haldern 1920 ein leuchtendes Beispiel. Mit der AKTION PLATZNOT hat sich der Verein ehrenamtlich und mit Eigenleistung den Traum von einem dritten Fußballplatz erfüllt. Man brauchte Platz für alle Mannschaften und wollte den Spiel- und Trainingsbetrieb langfristig absichern.
Weil die Stadt Rees zwar ein Grundstück und eine Förderpauschale von 5.000 Euro beisteuern konnte, Experten aber die Kosten für den Fußballplatz auf 400.000 bis 500.000 Euro geschätzt hatten, gründete der Verein ein eigenes Projektteam.
Nachdem noch einmal alles geprüft und durchgerechnet war, kam man zu dem Schluss, dass der neue Platz unter 200.000 Euro kosten würde, wenn man alles in Eigenregie organisiert. Mit vielen Spenden, Hunderten von Helfern und tausenden Stunden ehrenamtlicher Arbeit hat der Verein es schließlich geschafft – 2011 wurde der dritte Fußballplatz eingeweiht.
 
Förderpreis:
 
Hellerhofer Sportverein e.V. / Volksbank Düsseldorf Neuss eG (Preisgeld 500 Euro)
Maßnahme: Vernetzte Quartiersentwicklung im Stadtteil Hellerhof
Hellerhof ist ein Stadtteil von Düsseldorf, in dem es keine einzige Sporthalle gibt. Um trotzdem Sportkurse in Laufentfernung anbieten zu können, hat sich der Hellerhofer Sportverein im Bereich „Gesundheit und Prävention“ Kooperationspartner gesucht: Sie stellen die Räume zur Verfügung, der Verein die Trainerinnen und Trainer.
Alle Kindertagesstätten, die Jugendfreizeiteinrichtung und Gemeindezentren kooperieren mit dem Verein. Im Gegenzug gibt es an sieben Kindergärten Hockeykurse mit anschließendem Turnier sowie Bewegungsfeste, außerdem Yoga, Qigong und Zumba. Mit Parcour und Slackline wird mittlerweile auch Trendiges angeboten.
Seit 2012 hat der kreative Verein viele neue Sportangebote in Hellerhof installiert – seit diesem Jahr bindet er auch Flüchtlinge in seine Sportkurse mit ein.
 
Förderpreis:
 
DSC Arminia Bielefeld e.V. / Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG (Preisgeld 500 Euro)
Maßnahme: Stadionschule Bielefeld
Fußball-Profi werden – das wünschen sich viele Kids. Aber in einem Stadion sorgen neben den Spielern viele Leute dafür, dass alles wie am Schnürchen läuft. Genau hier setzt die „Stadionschule“ des DSC Arminia Bielefeld an.
Gemeinsam mit dem Fanprojekt Bielefeld lädt der Verein seit über fünf Jahren Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 von Förder-, Haupt- und Realschulen ein. Mit dem dreitägigen Bildungsprogramm wollen sie die Jugendlichen motivieren, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich mit Themen wie Rassismus, Inklusion oder Homophobie auseinanderzusetzen.
Das Besondere an der Stadionschule ist der Praxisbezug – Berufe werden von Fachleuten vorgestellt, die selbst in der Branche arbeiten. Außerdem sorgt die besondere Atmosphäre im Stadion dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sich für Themen öffnen, verschiedene Positionen einnehmen und lebhaft miteinander diskutieren.
 
Sonderpreis:
 
Schwimm-Club Dinslaken e.V. / Volksbank Dinslaken eG (Preisgeld 500 Euro)
Maßnahme: Schwimmunterricht für einen blinden Jungen
Kindern das Schwimmen beibringen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Schwimm-Clubs Dinslaken. Mit Julian hat im April 2016 zum ersten Mal auch ein blinder Junge sein Seepferdchen-Abzeichen beim Verein gemacht.
Im Nachhinein war es gar nicht so schwer – findet Schwimmlehrerin Gabi Janßen, die dem sechsjährigen Julian Einzelunterricht gegeben, ihm die Angst genommen und ans Wasser gewöhnt hat. Dabei wollte der Verein eigentlich schon absagen, weil sich zuerst niemand die Aufgabe zutraute. Doch Julian und sein Wunsch, unbedingt schwimmen zu lernen, haben die erfahrene Trainerin am Ende überzeugt und umgestimmt.
Inzwischen schwimmt Julian mit den anderen Kindern in der Gruppe – im Wasser hat er mit Justin seinen eigenen Lotsen, an Land nehmen ihn alle an die Hand. Ein tolles Beispiel für Integration und Inklusion.
 

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