Stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann überreicht Bundesverdienstorden an acht Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen

2. Juni 2014

Stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann überreicht Bundesverdienstorden an acht Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen

Die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Sylvia Löhrmann hat in Vertretung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an acht Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen überreicht. In einer Feierstunde in Düsseldorf lobte die stellvertretende Ministerpräsidentin die herausragenden Verdienste dieser Frauen und Männer für die Gemeinschaft und hob den besonderen Wert des ehrenamtlichen Engagements hervor. „Unsere Gesellschaft lebt von Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren. Unser aller Leben wäre um einiges ärmer, wenn es nicht Menschen gäbe, die sich in ihrer Freizeit für andere einsetzten“, betonte die Ministerin.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Sylvia Löhrmann hat in Vertretung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an acht Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen überreicht.

In einer Feierstunde in Düsseldorf lobte die stellvertretende Ministerpräsidentin die herausragenden Verdienste dieser Frauen und Männer für die Gemeinschaft und hob den besonderen Wert des ehrenamtlichen Engagements hervor. „Unsere Gesellschaft lebt von Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren. Unser aller Leben wäre um einiges ärmer, wenn es nicht Menschen gäbe, die sich in ihrer Freizeit für andere einsetzten“, betonte die Ministerin.

An die Ausgezeichneten gewandt sagte Sylvia Löhrmann: „Sie sind Vorbilder für uns alle. Sie leben uns Werte wie Solidarität, Toleranz und Zivilcourage vor. Das sind Werte, die nicht verordnet werden können, sondern vorgelebt werden müssen. Mit dem Bundesverdienstorden machen wir sichtbar, was Sie alle geleistet haben. Und wir sagen Ihnen in einer angemessenen Form Danke für Ihr Engagement.”

Die stellvertretende Ministerpräsidentin überreichte die Orden an:

  • Herr Axel Giesen aus Mönchengladbach (Verdienstmedaille)
  • Herr Franz Himmelskötter aus Ahlen (Verdienstmedaille)
  • Frau Gisela Ilse aus Ahlen (Verdienstmedaille)
  • Frau Hadmut Jaeger aus Köln (Verdienstkreuz am Bande)
  • Herr Josef Gerhard Marpert aus Ahaus (Verdienstmedaille)
  • Herr Professor Dr. Günter Riße aus Bonn (Verdienstkreuz am Bande)
  • Herr Günter Christian Schmitz aus Köln (Verdienstmedaille)
  • Herr Horst Wadehn aus Brühl (Verdienstkreuz am Bande)

Die Laudationes im Wortlaut:

Axel Giesen aus Mönchengladbach - Verdienstmedaille

„Du schaffst das, weil ich an dich glaube“, so lautet das Motto von Axel Giesen.

Als gelernter Schwimmmeister trainiert Axel Giesen seit nahezu 40 Jahren Menschen mit körperlicher, geistiger und teilweise auch mehrfacher Behinderung. Vor über 20 Jahren gründete er in Mönchengladbach den – noch heute in Europa einzigartigen – Verein „Schwimmen mit Behinderten e.V.“. Von ursprünglich acht ist der Verein inzwischen auf ca. 100 Mitglieder gewachsen und nimmt ausschließlich Menschen mit Handicap auf. Damit hat Axel Giesen ein absolutes Novum in der Geschichte des Vereinssports geschaffen.

Mit viel Empathie, Ausdauer und Freude gelingt es Axel Giesen, diesen Menschen das Schwimmen beizubringen. Sehr hartnäckig, aber dennoch äußerst geduldig, motiviert er seine Schützlinge und spornt sie immer wieder so lange an, bis sie selbstständig schwimmen können. Und Axel Giesen weiß, wie wichtig es gerade für behinderte Menschen ist, Leistung zu erbringen und anerkannt zu werden.

So werden die Athletinnen und Athleten von ihm mit kleinen Auszeichnungen belohnt, wenn sie besonders gut im Training waren. Für Axel Giesen selbst sind es ganz persönliche Erfolge, wenn zum Beispiel ein junger Mann, dem von Geburt an beide Hände und ein Unterschenkel fehlen, nach fast zehn Jahren Training so gut schwimmen kann, dass er inzwischen eine Strecke von mehr als 400 Metern schafft.

Viele Schützlinge aus der von Axel Giesen geleiteten Leistungsgruppe sind dank seiner Unterstützung hervorragende Schwimmerinnen und Schwimmer und haben bereits an mehreren landes- und bundesweiten Wettbewerben teilgenommen. Zuletzt erkämpften sie sich bei den „Special Olympics Meisterschaften“ Ende Mai 2014 eine Gold-, eine Silber-, eine Bronzemedaille und errangen in mehreren Wettbewerben einen vierten Platz. Auch der von mir erwähnte junge Mann konnte eine Silbermedaille erringen. Ein großartiger Erfolg – auf den Sie, lieber Herr Giesen, sehr stolz sein können.

Und als wäre sein Engagement nicht groß genug, organisiert Axel Giesen – mit der tatkräftigen Hilfe seiner Ehefrau – jedes Jahr bei sich zu Hause im Garten ein großes Sommerfest für die Vereinsmitglieder. Auch dieses Fest unterstreicht den familiären Charakter seiner ehrenamtlichen Arbeit, die Menschen mit Behinderung empathisch und mit großem Respekt behandelt.

Lieber Axel Giesen, wir haben Respekt vor Ihrer hervorragenden Leistung, die eine Auszeichnung verdient hat. Deshalb freue ich mich, Ihnen heute die Verdienstmedaille überreichen zu dürfen. 

Franz Himmelskötter aus Ahlen - Verdienstmedaille

„Es gibt Reden, die wie Taten sind, weil Taten aus ihnen erwachsen“. Als der Gründer der Katholischen Arbeiterbewegung Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler, uns besser bekannt als der „Arbeiterbischof“ von Mainz, diese Worte zu Papier brachte, muss er an Menschen wie Franz Himmelskötter gedacht haben. Denn Franz Himmelskötter hat mit seinen Worten viele Bürgerinnen und Bürger für die Katholische Arbeiterbewegung gewinnen können. Seit über 40 Jahren lässt er seinen Worten entsprechende Taten folgen. Durch sein Engagement entstand in Vorhelm, einem Stadtteil von Ahlen, wieder eine aktive KAB für alle Altersgruppen - inklusive eines Bildungsangebotes für junge Familien unter dem Motto „Alles unter einem Dach“. Mehr als drei Jahrzehnte brachte er sich in den Vorstand und die inhaltliche Arbeit ein – unermüdlich und mit hohem Zeitaufwand.

Sein besonderes Augenmerk gilt den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Franz Himmelskötter ist es zu verdanken, dass es in Ahlen-Vorhelm wieder eine aktive und engagierte Seniorengruppe mit einem großen Gesundheits- und Freizeitangebot gibt. Es finden regelmäßig Altennachmittage statt, an denen bis zu 50 Seniorinnen und Senioren teilnehmen. Dort wird aber nicht nur über Themen informiert, die ältere Menschen betreffen. Hier finden Neubürgerinnen und Neubürger ihre ersten Kontakte, es gibt regelmäßige Spielenachmittage und Ausflüge. Franz Himmelskötter fällt immer wieder etwas Neues ein, und er hält sich ständig über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.
Für sein herausragendes Engagement hat Franz Himmelskötter nie ein Dankeschön erwartet. Es war und ist für ihn selbstverständlich, zu helfen und für andere da zu sein. Bis heute ist Franz Himmelskötter verantwortlich im Seniorenbereich tätig und jederzeit für alle ansprechbar.

Lieber Franz Himmelskötter, ich danke Ihnen herzlich für Ihr unermüdliches Wirken und freue mich darum sehr, Ihnen heute als großes „Dankeschön“ die Verdienstmedaille überreichen zu dürfen.

Gisela Ilse aus Ahlen - Verdienstmedaille

Die Dame, die wir nun begrüßen, Frau Gisela Ilse, setzt sich seit über dreißig Jahren für ihre Mitmenschen ein. Sie tut dies mit anhaltendem Elan und von Herzen kommendem Engagement.

Zu Beginn stand eine Herausforderung: Mehrere Presbyter waren in ihrer Kirchengemeinde zurückgetreten. Gisela Ilse nahm die Herausforderung an und stellte sich zur Wahl. Sie hatte Erfolg und blieb schlussendlich vierundzwanzig Jahre lang im Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Ahlen tätig.

2008 schied Gisela Ilse aus dem Presbyterium aus, blieb aber weiterhin als berufenes Gemeindemitglied Mitglied im Diakonieausschuss. Daneben gehörte sie der Kreissynode des Kirchenkreises Hamm an. In der Gemeinde hat sie sich in der Frauenhilfe engagiert. Als Bezirksfrau kümmerte sich Gisela Ilse unter anderem um die Diakoniesammlung und um alte und kranke Menschen. 

Ein besonderes Anliegen ist Gisela Ilse ein gerechter Umgang mit den sogenannten Entwicklungsländern. So war sie Anfang der 80er Jahre Mitbegründerin und zeitweise Vorsitzende des Vereins „Weltladen“, damals hießen diese Geschäfte noch „Dritte Welt Laden“. Sie hat alle Höhen und Tiefen des Vereins miterlebt und mitgetragen. Seit 2000 ist sie die erste Vorsitzende des Vereins. Sie arbeitet beim Ein- und Verkauf mit und betreut die Stände des Kirchencafés an Schulen, beim Stadtfest oder bei Veranstaltungen der Volkshochschule und in anderen Gemeinden.

Seit 1984 ist Gisela Ilse am Aufbau der Partnerschaft mit der evangelischen Marienkirchengemeinde Großenhain in Sachsen beteiligt und hat diese Beziehung immer wieder durch regelmäßige Besuche schon zu DDR-Zeiten und dann nach der Wende gefestigt.
Neben all diesen Aufgaben hat Gisela Ilse sich außerdem noch die Zeit genommen, sich in der kostenlosen Hausaufgabenhilfe im „Wichernhaus“ zu engagieren. Und das über 25 Jahre lang! Die Hausaufgabenbetreuung für 20 bis 25 Kinder und Jugendliche beinhaltet nicht nur Hilfestellung in schulischen Belangen, sondern auch in der Erziehung, der Integration, der Sprachförderung sowie in der Kommunikation der Kinder untereinander. Für ihr Engagement in der Diakonie wurde Frau Ilse nach fünfundzwanzigjähriger Tätigkeit mit dem goldenen Kronenkreuz ausgezeichnet. Nun erhalten Sie, liebe Frau Ilse, die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland als Zeichen unser aller Anerkennung Ihres langjährigen Engagements.

Hadmut Jaeger aus Köln - Verdienstkreuz am Bande

„Wer Gutes tun will, muss es verschwenderisch tun“, wusste der Theologe und Reformator Martin Luther. Hadmut Jaeger ist ganz in diesem Sinne auf vielfältige Weise ehrenamtlich aktiv. Sie unterstützte über 25 Jahre lang den Pfarrgemeinderat von St. Johann Baptist in Köln und galt als tragende Säule des Gemeindelebens. Als ehemalige Leiterin eines Kölner Berufskollegs setzt sich Hadmut Jaeger mit langem Atem für eine bessere Qualifizierung in der kaufmännischen Aus- und Weiterbildung ein. So arbeitete sie 14 Jahre beim Amtsgericht Köln im Prüfungsausschuss für Auszubildende im Kanzleidienst mit, sowie fast zehn Jahre bei der IHK Köln als stellvertretende Vorsitzende der Prüfungsausschüsse der Einzelhandelskaufleute und Verkäufer. Auch im Bildungsausschuss für Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen setzte sich Hadmut Jaeger viele Jahre für die Zukunftsfähigkeit der kaufmännischen Bildung ein.

Als Beiratsvorsitzende des Vereins „Neue Medien für Kölner Schulen e.V.“ war Hadmut Jaeger mit für die Ausstattung von Kölner Schulen mit Hard- und Software verantwortlich. Sie unterstützt auch entsprechende Initiativen ihrer Kolleginnen und Kollegen in den Schulen und betreibt hierfür auch eine zeitintensive Spendenakquise. Auch mit ihrer Hilfe konnte im Jahr 2008 das sogenannte „Laptop-Projekt“ mit 250 Notebooks an einer Realschule in Köln gestartet werden.

Zu guter Letzt möchte ich auf den seit fast 20 Jahren von Hadmut Jaeger mit viel Herzblut ausgeübten Einsatz für die „Historische Gesellschaft Köln e.V.“ zu sprechen kommen. Ziel der Gesellschaft ist es, eine wissenschaftlich fundierte Darstellung der 2000-jährigen Geschichte der Stadt Köln in 13 Bänden herauszugeben. Es ist Hadmut Jaeger zu verdanken, dass inzwischen die ersten fünf Bände dieses umfangreichen Werkes erscheinen konnten. Ihr gelang es, internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Förderern und Sponsoren zusammenzuführen und dadurch dieses Großprojekt der Kölner Stadtgeschichte zu ermöglichen. Seit 2009 Geschäftsführerin, ist Hadmut Jaeger organisatorisches und initiatives Zentrum der Gesellschaft. Mitgliederwerbung, Sponsorensuche, Organisation der Vorstandsversammlungen und das Erledigen der umfangreichen Korrespondenz gehören unter anderem zu ihren zentralen Aufgaben – denen sie sich nach wie vor intensiv widmet.
Liebe Hadmut Jaeger, herzlichen Dank für Ihren langjährigen und erfolgreichen ehrenamtlichen Einsatz, der heute mit dem Verdienstkreuz am Bande belohnt wird.

Josef Marpert aus Ahaus - Verdienstmedaille

„Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.“

Diese Erkenntnis Ludwig van Beethovens hat Josef Marpert in seinem Leben voll verinnerlicht. Als langjähriger Leiter einer Grundschule lag ihm von jeher die musikalische Früherziehung der Kinder am Herzen. Schon Anfang der siebziger Jahre gründete er einen Schulchor, mehrere Instrumentalgruppen und einen Blockflötenkreis. In Eigeninitiative führte er die Kinder nachmittags – bewusst außerhalb des Schulalltags – an die Musik heran. So konnten sie auch nach Verlassen der Grundschule dem Chor treu bleiben. „Sein“ Chor gab Konzerte für die Kirchengemeinde, die Seniorengemeinschaft, das Altenpflegeheim und bei vielen sozialen oder öffentlichen Anlässen. Vor den Auftritten seiner kleinen Sängerinnen und Sänger probte Josef Marpert viele zusätzliche Stunden, auch an Wochenenden und in Ferienzeiten. Er gab in seiner Freizeit nicht nur unentgeltlich Musikunterricht, sondern kümmerte sich auch um sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler und gab ihnen Nachhilfe.

Zwischen 1974 bis 1982 hatte Josef Marpert auch die Chorleitung des örtlichen Männergesangsvereins inne, was wöchentliche Probenabende und etwa 15 öffentliche Auftritte im Jahr bedeutete. Damit nicht genug: Über elf Jahre leitete er den „Polizeichor Hamaland“ und war 18 Jahre Dirigent des neu gegründeten Chors der Freiwilligen Feuerwehr Legden.

Und weil Musik wohl tatsächlich Offenbarung für ihn bedeutet, ist Josef Marpert im Nebenberuf auch noch als Kirchenmusiker aktiv. Der Organist und Leiter des Kirchenchors St. Cäcilia übt mit seinem Kirchenchor zwei Stunden wöchentlich und absolviert bis zu 30 Auftritte im Kirchenjahr. Darüber hinaus initiiert er nicht nur die Konzerte des Chors, sondern beteiligt sich auch an Gemeinschaftsprojekten mit anderen Musikgruppen.

Ihr Anliegen, lieber Josef Marpert, war und ist es, verschiedene Musikvereine und Musikrichtungen innerhalb des Ortes zusammen zu bringen und das Verbindende der Musik in ein positives Gemeinschaftsgefühl münden zu lassen.
Ich freue mich, Ihnen dafür, dass Sie Ihr Anliegen so trefflich umgesetzt haben, heute die Verdienstmedaille überreichen zu dürfen.

Prof. Dr. Günter Riße aus Bonn – Verdienstkreuz am Bande

„Brücken schütten Gräben nicht zu, ebnen Unterschiede nicht ein, schaffen Hindernisse nicht weg, erkennen Trennendes an und ermöglichen dennoch Begegnung.“  (Verfasser unbekannt)

Wohl wissend, dass der Begriff „Brückenbauer“ in der katholischen Kirche gemeinhin als Synonym für den Bischof von Rom gebraucht wird: Der studierte Theologe Günter Riße, der seine Studien auch den Islamwissenschaften widmete, gilt in Fachkreisen durchaus auch als ein Brückenbauer. Vor mehr als zwanzig Jahren zum Diakon geweiht, ist er auch heute bisweilen noch – meist sonntags – ehrenamtlich als solcher in seiner Heimatgemeinde tätig.

Ob als Diakon, als wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als Studienleiter und seit zwölf Jahren als Direktor des Erzbischöflichen Diakoneninstituts in Köln oder in seiner Funktion als Professor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar:
Günter Riße ist ein Allround-Talent im Grenzbereich zwischen Kirche, Religion und Wissenschaft, der seinem Ruf, Brückenbauer zu sein, in jeder Hinsicht gerecht wird.

Fragen des Zusammenlebens von Christen und Muslimen in Deutschland haben ihn schon immer beschäftigt, hier bringt er sich in vielfältiger Weise ein. So engagierte er sich innerhalb der Fachstelle der Deutschen Bischofskonferenz für die christlich-islamischen Beziehungen in der entsprechenden Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO) und war nicht nur Mitglied im Redaktionsbeirat der Quartalszeitschrift, sondern auch lange Jahre Ansprechpartner der Geschäftsstelle.

Als Wissenschaftler war er Vorsitzender des Internationalen Instituts für Missionswissenschaftliche Forschungen und als ehrenamtlicher Redakteur theologisch-wissenschaftlicher Fachzeitschriften, die mit ihren Themen stets am Puls der Zeit sind, bringt er bis heute seine Fachkompetenz ein.

Der Deutschen Bischofskonferenz ist Günter Riße unverzichtbarer Berater und engagiert sich nicht nur für die katholische Kirche, sondern auch für die Gestaltung des interreligiösen Dialogs mit dem Islam.

Als Vorsitzender des Diözesan-Bonifatiuswerks im Erzbistum Köln ist er der zentrale Ansprechpartner für die Belange der Diaspora und des Bonifatiuswerks, das katholische Christen überall dort unterstützt, wo sie in einer extremen Minderheitensituation, in der Diaspora eben, ihren Glauben leben. Tagungen, Mitgliederversammlungen, Podiumsdiskussionen und Reisen stehen dafür auf seinem Programm.

Lieber Herr Professor Riße, ein Mensch, der wie Sie im Bereich der interreligiös-interkulturellen Begegnung zu den wichtigsten Brückenbauern im Land zählt, dessen Einsatz weit über seine beruflichen Tätigkeitsfelder hinausgeht, der hat heute nichts Geringeres verdient als die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz am Bande.

Günter Schmitz aus Köln - Verdienstmedaille

Albert Einstein sagte einst: „Versuche nicht, ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden.“

Günter Schmitz ist nicht nur ein sehr wertvoller Mensch, sondern auch sehr erfolgreich in seinem ehrenamtlichen Tun. Seit über 50 Jahren ist er ein außergewöhnlich aktives Mitglied des Malteser Hilfsdienstes in Köln. Günter Schmitz absolvierte zahlreiche Aus- und Fortbildungen, er war Ausbilder für Erste-Hilfe- und Sanitätskurse, er arbeitete in der Sanitätsbereitschaft Köln und im Katastrophenschutz mit. Als ausgebildeter Rettungssanitäter betreute er einige Jahre Menschen mit Behinderung bei Tages- und Urlaubsfahrten. Seit fast 20 Jahren ist er in ständiger Rufbereitschaft für den MHD-„Hausnotruf“. Er unterstützte die MHD-Einsatzleitung auf dem Weltjugendtag im Jahr 2005 in Köln. Günter Schmitz ließ sich zum Feldkoch ausbilden und leitet seit einigen Jahren die Malteser Küche in Köln. Auch in dieses Ehrenamt investiert er viele Stunden seiner freien Zeit.

Sein Können und seine außerordentlich hohe Einsatzbereitschaft stellte Günter Schmitz wiederholt unter Beweis – vor allem aber nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs im Jahr 2009: Bereits vom ersten Tag an war er mit für die Verpflegung von mehreren hundert Einsatzkräften am Unglücksort zuständig. Über einige Wochen mussten hunderte warme Mahlzeiten und Heißgetränke zubereitet werden. Wer noch die schrecklichen Bilder des Archiveinsturzes vor Augen hat – ich kann mich daran noch gut erinnern – der kann sich sicher auch vorstellen, unter welch schwierigen Bedingungen Günter Schmitz dies bewerkstelligen musste.

Lieber Günter Schmitz, ich habe große Hochachtung für das, was Sie völlig uneigennützig seit vielen Jahrzehnten für die Allgemeinheit leisten. Und so freue ich mich ganz besonders, Ihnen heute als großes „Dankeschön“ die Verdienstmedaille überreichen zu dürfen.

Horst Wadehn aus Brühl – Verdienstkreuz am Bande

Der gelernte Verwaltungsfachmann Horst Wadehn zeichnete sich schon zu seinen aktiven beruflichen Zeiten im Fachbereich Wirtschaftsförderung, Tourismus, Partnerschaft und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Brühl durch sein Organisationstalent, seine Weitsicht und seinen Ideenreichtum aus. Kurz nachdem die Schlösser Augustusburg und Falkenlust zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden, knüpfte Horst Wadehn zielstrebig Kontakte zu anderen Städten mit Weltkulturerbe. Sein Ziel war es, die Interessen der Welterbe-Stätten mit den wirtschaftlichen Zielen unter gleichzeitiger Beachtung des Denkmalschutzes in Einklang zu bringen. Wie man sich vorstellen kann, war das kein leichtes Unterfangen.

Früh erkannte Horst Wadehn den Trend zum weltweiten Marketing und war daher bereits 1989 Mitbegründer und ab 1990 Sprecher der Werbegemeinschaft „UNESCO-Welterbestätten in Deutschland.“ Aus der ersten gemeinsamen Jahreskonferenz im Jahr 2001 mit der Deutschen UNESCO-Kommission und über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern entstand die Empfehlung, einen Verein zu gründen. Noch im September desselben Jahres war es ganz maßgeblich Horst Wadehn, der mit viel Initiative und  Engagement die Entstehung Vereins „UNESCO-Weltkulturerbestätten Deutschland e.V.“ voranbrachte und dem die zunehmende Bedeutung des Vereins zu verdanken ist.

Bis heute ist er der Vorsitzende und Geschäftsführer des Vereins und kümmert sich ganz im Sinne des Welterbe-Gedankens um das Miteinander von Denkmalpflege und wirtschaftlicher Bedeutung und nicht zuletzt um einen behutsamen, nachhaltigen und qualifizierten Tourismus.

Mittlerweile sind alle 37 UNESCO-Welterbestätten Deutschlands im Verein vertreten. Horst Wadehn ist die treibende Kraft, vor allem wenn es darum geht, die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Welterbe-Standorte zusammenzuführen und die Akteure zum gemeinsamen Handeln zu bewegen. Wie kein Zweiter sind Sie, lieber Horst Wadehn, kompetenter Berater rund um die Vernetzung und für Fragen des Miteinanders von Tourismus und Denkmalschutz. Die von Ihnen oft selbst entwickelten Jahrestagungen greifen aktuelle Themen auf und sind zu einem auch international beachteten Treffen der Welterbestätten geworden.

So viel Einsatz für die gute Sache soll heute mit dem Verdienstkreuz am Bande gewürdigt werden.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.