Stipendium: Bedarf an Bildungsförderung weiterhin hoch

4. Oktober 2010

START in Nordrhein-Westfalen: 49 Schülerinnen und Schüler mit Migrations­hintergrund erhalten Stipendium – Bedarf an Bildungsförderung ist weiterhin hoch / In Nordrhein-Westfalen werden insgesamt 199 Schülerinnen und Schüler durch 34 Partner gefördert

33 Mädchen und 16 Jungen werden heute in Nordrhein-Westfalen in das START-Stipendienprogramm für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen. Mit dem Stipendium werden sie für gesellschaftliches Engagement und gute schulische Leis­tungen (Notendurchschnitt von 2,5 und besser) ausgezeichnet.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

33 Mädchen und 16 Jungen werden heute in Nordrhein-Westfalen in das START-Stipendienprogramm für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aufgenommen. Sie erhalten nun eine materielle Unterstützung in Form eines Bildungsgeldes in Höhe von monatlich 100 Euro und einer PC-Grundausstattung mit Internetanschluss sowie eine intensive ideelle Förderung im Bildungsbereich. Mit dem Stipendium werden sie für gesellschaftliches Engagement und gute schulische Leis­tungen (Notendurchschnitt von 2,5 und besser) ausgezeichnet. START hat zum Ziel, die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Abitur zu unterstützen und ihnen damit die Teilhabe an der Gesellschaft zu erleichtern. Getragen wird das START-Stipendienprogramm in Nordrhein-Westfalen von der START-Stiftung, einem Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, gGmbH, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie 32 weiteren Partnern. START hat in Nord­rhein-Westfalen, wo es seit 2006 angeboten wird, insgesamt ein Finanz­volumen von über 5,5 Millionen Euro erreicht.

Ihre Aufnahmeurkunden erhalten die Neustipendiatinnen und -stipendia­ten u. a. aus den Händen der Ministerin für Schule und Weiterbildung, Sylvia Löhrmann. „Ich gratuliere den Stipendiatinnen und Stipendiaten ganz herzlich. Sie sind mit ihrem Engagement ein Vorbild für andere. Das Stipendium ist ein wichtiger Beitrag zu Chancengerechtigkeit und Bil­dungsaufstieg in Nordrhein-Westfalen“, unterstreicht die Ministerin. Die Jugendlichen sind zwischen 14 und 20 Jahre alt und afghanischer, arme­nischer, beninischer, bosnisch-herzegowinischer, brasilianischer, gambi­scher, irakischer, iranischer, israelischer, kasachischer, kongolesischer, kosovarischer, libanesischer, marokkanischer, nigerianischer, pakistani­scher, palästinensischer, singhalesischer, somalischer, syrischer, togole­sischer, türkischer, tunesischer, ugandischer, usbekischer und vietname­sischer Herkunft. 26 besuchen Gymnasien, sechs Realschulen, drei Be­rufskollegs, elf Gesamtschulen und drei Hauptschulen. Durchgesetzt haben sich die Jugendlichen unter fast 900 Bewerbern.

In den 14 Bundesländern, in denen START in diesem Jahr für Schülerin­nen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) ausgeschrieben war, haben sich mehr als 2.000 Jugendliche beworben. Davon können insgesamt rund 200 junge Menschen aufgenommen werden. „Wir sind sehr stolz darauf, dass zehn Prozent aller diesjährigen Bewerber von den Angeboten des START-Stipendienprogramms profitieren können“, betonen Mostapha Boukllouâ und Dr. Kenan Önen, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH. „Mit der gezielten Bildungsförderung will START dazu beitragen, dass mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund das Abitur machen.“

In Nordrhein-Westfalen werden aktuell 199 Schülerinnen und Schüler gefördert. Zum Ende des vergangenen Schuljahrs haben 23 Stipendiatin­nen und Stipendiaten das Abitur abgelegt. Damit zählt Nordrhein-Westfa­len insgesamt bereits 123 Abiturienten, die sich im START-Alumni-Verein weiterhin vernetzen können. „Der Zugang zu Bildung bzw. zu einem höhe­ren Bildungsabschluss ist ein wichtiger Faktor für eine gelingende Integra­tion. START gibt Kindern von Migranten und Flüchtlingen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, die Chance auf eine gute Schulbildung. Das ist vorbildlich. Dass wir mit einer Unterstützung dieses tollen Projekts zur verbesserten Integration dieser jungen Menschen beitragen können, ist für uns entscheidend“, unterstreicht Günter Burkhardt, Vorstand der Stiftung PRO ASYL, für die START-Partner in Nordrhein-Westfalen.

In den 14 START-Bundesländern (alle außer Bayern und Baden-Würt­temberg) haben seit Beginn des Programms insgesamt 485 Jugendliche das Abitur abgelegt – das sind 97 Prozent aller geförderten Jugendlichen des jeweiligen Jahrgangs. Zu diesem Erfolg trägt die ideelle Förderung maßgeblich bei. Sie umfasst verpflichtende Bildungsseminare beispiels­weise zu den Themen „Demokratie und Partizipation“, „Medien in Theorie und Praxis“ und „Rhetorik“ genauso wie frei wählbare Seminare im künst­lerisch-kreativen, musikalischen und naturwissenschaftlichen Bereich, die den Jugendlichen ermöglichen, ihren individuellen Interessen und Talen­ten intensiv nachzugehen. Hinzu kommen Exkursionen in privatwirtschaft­liche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung und die Vermittlung von Praktika.

Die jetzt in Nordrhein-Westfalen aufgenommenen Stipendiatinnen und Stipendiaten zählen zu bundesweit insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schülern, die inklusive des Jahrgangs 2010/2011 unterstützt werden. Den Jugendlichen wird das START-Stipendium zunächst für ein Jahr gewährt. Bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement wird es in der Regel bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert.

START-Stipendiatinnen und –Stipendiaten des Jahrgangs 2010/2011

In Nordrhein-Westfalen ist START eine gemeinsame Bildungsinitiative der START-Stiftung, ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gGmbH und folgender Partner: Arbeitgeberverband Remscheid, Stadt Bielefeld, Bielefelder Bürgerstiftung, Bildungs- und Erziehungsstiftung der Herner Sparkasse, Blumberg-Stiftung, Bürgerstiftung Le-bensraum Aachen, Bürgerstiftung Düsseldorf, Bürgerstiftung Gütersloh, Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück, Bürgerstiftung Siegen, Bürgerstiftung Westmünsterland, Clé-ment-Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Deutsche Post World Net, Deut­sche Telekom Stiftung, Stadt Essen, Stadt Gütersloh, Stadt Köln – aus Mitteln der Stiftung zur Förderung des Schul- und Ausbildungswesens, Lions-Club Rheda-Ems, Marianne und Emil Lux-Stiftung, Regionale Ar­beitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwande­rerfamilien (RAA NRW), Rotary Clubs Remscheid und Remscheid-Lennep, RWE Aktiengesellschaft, Stadtsparkasse Remscheid, Stiftung Bürger für Münster, Stiftung PRO ASYL, Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, WestLB-Stiftung Zukunft NRW, Wolfgang Hamann Stiftung Hilden, Stadt Wuppertal, Wurm GmbH & Co. KG

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das START-Schülerstipendienpro­gramm im Jahre 2002 mit rund 20 Stipendien in Hessen begonnen. Heute unterstützen über 100 Kooperationspartner das Programm: Stiftungen aus Deutschland und den USA, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Seit 2007 führt die START-Stiftung gGmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Im Schuljahr 2010/2011 werden insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schüler aus rund 70 Herkunftsländern gefördert. Zusammen mit den Stipendiaten, die bereits das Abitur abgelegt haben, profitier(t)en rund 1.200 Stipendiaten von dem Programm. START ist in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten.

Kontakt:

Koordinierungsstelle START in NRW 
Ulrich Schultze
RAA Wuppertal
Gathe 6
42107 Wuppertal
Tel.: 0202-563 27-98
Fax: 0202-563 4981
E-Mail: Ulrich.Schultze@stadt.wuppertal.de

Pressekontakt:

START-Stiftung gGmbH
c/o ICPAHL & GÜTTLER
Silke Güttler
Gluckstr. 27 H
60318 Frankfurt a.M.
Tel.: 0 69-66 12 48 52
Fax: 0 69-66 12 48 53
E-Mail: S.Guettler@icpahl.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Telefon 0211 5867-3505.

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