Starke Nachfrage nach Landesdarlehen für Baudenkmäler

11. September 2014

Starke Nachfrage nach Landesdarlehen für Baudenkmäler

Die vom Land neu aufgelegten Darlehensprogramme für Baudenkmäler erfreuen sich starker Nachfrage. Bis August 2014 wurden bereits 35 Millionen Euro Darlehensförderung bewilligt. Die Programme waren zum 1. Oktober 2013 gestartet worden. Bauminister Michael Groschek: „Die Darlehensprogramme für denkmal-geschützte Wohngebäude und erhaltenswerte Bauwerke sind ein Volltreffer. Die Nachfrage zeigt, dass wir mit der Umstellung auf Darlehensförderung den richtigen Weg eingeschlagen haben. Damit entlasten wir die öffentlichen Haushalte und stärken dennoch den Denkmalschutz.“

NRW.BANK will Fördervolumen erhöhen

Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

Die vom Land neu aufgelegten Darlehensprogramme für Baudenkmäler erfreuen sich starker Nachfrage. Bis August 2014 wurden bereits 35 Millionen Euro Darlehensförderung bewilligt. Die Programme waren zum 1. Oktober 2013 gestartet worden.

Bauminister Michael Groschek: „Die Darlehensprogramme für denkmal-geschützte Wohngebäude und erhaltenswerte Bauwerke sind ein Volltreffer. Die Nachfrage zeigt, dass wir mit der Umstellung auf Darlehensförderung den richtigen Weg eingeschlagen haben. Damit entlasten wir die öffentlichen Haushalte und stärken dennoch den Denkmalschutz.“

Nach in der öffentlichen Diskussion stark umstrittenen Kürzungen in der Denkmalförderung hatte das zuständige Bauministerium in Zusammenarbeit mit der NRW.BANK zwei aus dem Wohnungsbauvermögen des Landes geförderte Darlehensprogramme aufgelegt. Ein Programm bezieht sich auf die Erneuerung selbst genutzter Baudenkmäler und erhaltenswerter Wohngebäude. Das zweite Programm umfasst auch erhaltenswerte Gebäude, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden.

Die Mittel werden für vielfältige Einsatzbereiche abgerufen. So wird eine denkmalgeschützte Immobilie zu einer Facharztpraxis umgebaut; ein Schafstall findet eine neue Nutzung als Tierarztpraxis. Ein früheres Ein-familienhaus wird in ein Bed & Breakfast-Hotel umgebaut und aus einem ehemaligen Industriegebäude wird eine Erlebnisgastronomie. Unter den Projekten finden sich auch Vorhaben wie die Sanierung eines Mühlengebäudes für die spätere Vermietung, die Sanierung eines Kirchturms oder der Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes zur Nutzung als Schulgebäude für ein privates Gymnasium.

Zusätzlich zum Darlehensprogramm fördert das Land im laufenden Haushaltsjahr die Bodendenkmalpflege mit 2 Millionen Euro, Maßnahmen der Baudenkmalpflege mit 2,9 Millionen Euro sowie herausragende Sakralbauwerke mit 1,3 Millionen Euro. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen für den Denkmalschutz Haushaltsmittel in Höhe von 9,2 Millionen Euro. Ein Teil dieser Mittel kann wegen der Haushaltssperre des Landes vorerst nicht ausgezahlt werden. „Mit dem Darlehensmodell lösen wir sicher nicht alle Probleme des Denkmalschutzes. Das Land steht aber weiterhin zu seiner Verantwortung. Mit dem Engagement von Bund, Land, Landschaftsverbänden, Kommunen, NRW-Stiftung und Bundesstiftung steht es insgesamt gut um den Denkmalschutz in NRW“, sagte Groschek.

Da das Darlehensvolumen für erhaltenswerte Gebäude, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden, in Höhe von 40 Millionen Euro für 2014 voraussichtlich nicht ausreichen wird, will die NRW.BANK den Darlehenstopf auf 75 Millionen Euro aufstocken.

Beim neuen Darlehensprogramm werden Gesamtkosten des Umbaus für die Förderung zugrunde gelegt. Bei der früheren Projektförderung waren nur die denkmalbedingten Mehrkosten einer Baumaßnahme zuschussfähig. „Der Vorteil liegt auf der Hand“, sagte Groschek. „Auf diese Weise kann beispielsweise ein Eigentümer eines Denkmals die Darlehensförderung nicht nur für die denkmalgerechte Erneuerung seiner Fenster, sondern für seinen gesamten Umbau beantragen“, so Groschek.

Die genauen Förderkonditionen sowie Erläuterungen zum Antrag finden sich auf den Webseiten der NRW.BANK: http://www.nrwbank.de/de/index.html.

Hinweis für die Redaktionen:

Am Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 14.09.2014), besucht Minister Groschek zwei Denkmäler. Um 10.00 Uhr stehen Begegnungszentrum und Creativ-Quartier Fürst Leopold (Halterner Str. 105, 46284 Dorsten) auf dem Programm, um 11.30 Uhr folgt eine Besichtigung des Römermuseums und Römerparks des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (Weseler Straße 100,
45721 Haltern am See).

Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 bundesweit am 2. Sonntag im September statt. Er soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege wecken. Historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, öffnen an diesem Tag ihre Türen.

Pressekontakt: bernhard.meier@mbwsv.nrw.de, Telefon: 0211/3843-1013.

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