Zahlen, Daten und Fakten zum Tourismus in Nordrhein-Westfalen

19. August 2009

Starke Ausgangsposition: Zahlen, Daten und Fakten zum Tourismus in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen hat alle Voraussetzungen, um sich auf den nationalen und internationalen Tourismusmärkten als attraktive Destination zu positionieren. Schon heute zählt das Bundesland zu den Big Playern im Deutschland-Tourismus und steht mit 17,7 Millionen Gästeankünften nach Bayern auf Platz zwei im Bundesländervergleich.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie und der Tourismus NRW e.V. teilen mit:

Nordrhein-Westfalen hat alle Voraussetzungen, um sich auf den nationalen und internationalen Tourismusmärkten als attraktive Destination zu positionieren. Schon heute zählt das Bundesland zu den Big Playern im Deutschland-Tourismus und steht mit 17,7 Millionen Gästeankünften nach Bayern auf Platz zwei im Bundesländervergleich.

Der Tourismus stellt in der Wirtschaft Nordrhein-Westfalens eine zentrale Größe dar. Nach Angaben des Deutschen Wirtschaftswissen­schaftlichen Instituts (dwif) entfallen ca. 17,8 Prozent der gesamten touristischen Wertschöpfung Deutschlands auf Nordrhein-Westfalen. Mit einem Bruttoumsatz von 22,6 Milliarden Euro trägt der Tourismus knapp drei Prozent zum Volkseinkommen unseres Landes bei. Bei den Gästen aus dem In- und Ausland bestehen seit Jahren konstante Wachstums­raten, die ungeachtet der aktuellen wirtschaftlichen Situation optimis­tisch in die Zukunft blicken lassen. Die Nachfrage in Nordrhein-West­falen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. „Seit Gründung unseres Dachverbandes im Jahr 1997 konnten wir 35 Prozent mehr Ankünfte und 21 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnen“, erläutert Prof. Dr. Ute Dallmeier, Geschäftsführerin des Tourismus NRW e.V. „Dies verschafft dem Tourismus in unserem Land eine gute Ausgangs­position“, so Prof. Dr. Ute Dallmeier.

Auch an der nordrhein-westfälischen Tourismusbranche geht die aktuelle Wirtschaftskrise nicht spurlos vorbei. Die Zahlen von IT.NRW in Düsseldorf als Statistisches Landesamt weisen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2009 bereits Verluste gegenüber dem Vorjahr aus. Für den Zeitraum Januar bis Mai 2009 lag die Zahl der Gästeankünfte (knapp 6,7 Millionen) und die der Übernachtungen (15,6 Millionen) um über fünf Prozent unter dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahres­zeitraums. Dieser Rückgang ist vor allem auf das Fernbleiben auslän­discher Gäste zurückzuführen, besonders aus den Quellmärkten USA (-24,6 Prozent) und Großbritannien (-15,8 Prozent). Denn diese sind zum Teil deutlich stärker von der Rezession betroffen als Deutschland. Vor allem die Rückgänge aus dem von Wirtschaftskrise und ungünstiger Kursentwicklung des britischen Pfundes stark betroffenen Großbritan­nien sind in Nordrhein-Westfalen spürbar, da das Vereinigte Königreich mit rund 750.000 Übernachtungen im Jahr der zweitwichtigste Quell­markt ist. Auch das Segment der Geschäftsreisen ist besonders stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Dies spielt für Nordrhein-Westfalen als Deutschlands Zentrum der Wirtschaft eine besonders große Rolle. So finden etwa 40 Prozent aller internationalen Messen in Deutschland zwischen Rhein und Weser statt. Mit Köln, Düsseldorf, Essen und Dortmund ist Nordrhein-Westfalen die Nr. 1 unter den Messestandorten weltweit. Mehr als 60 internationale Leitmessen ziehen jährlich rund sechs Millionen Besucher an. Aktuell verhalten sich Unternehmen insgesamt deutlich restriktiver in Bezug auf Geschäftsreisen. „Angesichts der großen Bedeutung des Geschäftsreisesegments stehen wir aktuell relativ gut da. Insgesamt rechnen wir für 2009 mit einer Stagnation der Zuwachsraten, im günstigsten Fall mit einer leichten Aufwärtstendenz“, erklärt Prof. Dr. Ute Dallmeier. „Wir sind aber zuver­sichtlich, dass wir mit unseren starken Regionen und einer Aufwertung des Urlaubsreisesegments gegenüber dem der Geschäftsreisen mit Produktinnovationen im Bereich Fahrradfahren, Wandern und Aktiv­urlaub unsere Position als eine der starken Destinationen in Deutsch­land halten und ausbauen können“, erklärt Prof. Dr. Ute Dallmeier. Eine entscheidende Rolle werde dabei die Profilierung des Ruhrgebietes als touristische Destination spielen.

Aufgrund seiner vielfältigen Verflechtungen fungiert der Tourismus in Nordrhein-Westfalen als Impulsgeber für Handel, Freizeitindustrie und zahlreiche weitere Dienstleistungen. Die Tourismusbranche ist darüber hinaus standortgebunden und sichert und schafft in beträchtlichem Umfang zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Inland. In Nordrhein-West­falen gehört die Tourismuswirtschaft zu den wichtigsten Arbeitgebern: Allein das Gastgewerbe bietet 190.000 Menschen Beschäftigung und stellt über 14.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Aus der gesamten Wertschöpfungskette der Tourismusbranche beziehen rund 500.000 Menschen direkt oder indirekt ihr Einkommen. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen ist die Reisewirtschaft damit ein Schwergewicht.

Weitere Informationen:

Christine Harrell
stellvertretende Geschäftsführerin / Ltg. Kommunikation & Promotion Tourismus NRW e.V.
Telefon: +49 (0)221/179 45 22, eMail: harrell@nrw-tourismus.de

Joachim Neuser
Pressesprecher im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Telefon: +49 (0)211 / 837-2417, eMail: presse@mwme.nrw.de

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