Auszeichnung für Engagement an „Orten des Fortschritts“

Minister Michael Groschek
7. Oktober 2015

Stadtentwicklungsminister Groschek zeichnet Engagement an „Orten des Fortschritts“ aus

Minister Groschek hat heute fünf Projekte besucht, die 2015 von einer Jury als „Orte des Fortschritts“ anerkannt wurden

Herausragende Ideen, Projekte und innovative Lösungsansätze in den Bereichen Forschung, Wirtschaft sowie Stadt- und Quartiersentwicklung werden seit 2011 von der Landesregierung als „Orte des Fortschritts“ ausgezeichnet. In diesem Jahr ist erstmals auch das Ministerium für Stadtentwicklung beteiligt.

 
Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

Herausragende Ideen, Projekte und innovative Lösungsansätze in den Bereichen Forschung, Wirtschaft sowie Stadt- und Quartiersentwicklung werden seit 2011 von der Landesregierung als „Orte des Fortschritts“ ausgezeichnet. In diesem Jahr ist erstmals auch das Ministerium für Stadtentwicklung beteiligt. Minister Groschek hat heute fünf Projekte besucht, die 2015 von einer Jury als „Orte des Fortschritts“ anerkannt wurden.
 
„Heimat ist Sozialraum, den wir mitgestalten. Eine lebenswerte Heimat ist nur möglich mit Projekten, die die Grundlage dafür schaffen. Daher freue ich mich besonders über bürgerschaftliche Initiativen und Partner, die dazu beitragen, Quartiere sozial, kulturell, gesundheitspolitisch und auch ökonomisch zu stärken“, sagte Groschek. „Für die Entwicklung von lebenswerten Sozialräumen sind oft auch bauliche Investitionen erforderlich – allein können diese aber wenig bewirken. Das Engagement und die Leistungen der Ehrenamtlichen vor Ort sind von zentraler Bedeutung für die Stadtentwicklung.“
 
Der Minister zeichnete fünf Projekte mit der Plakette als „Ort des Fortschritts“ aus:
 
Luthers Waschsalon in Hagen ist eine Anlaufstelle für suchtkranke, obdachlose und arme Menschen. Die Gemeinschaftsinitiative der örtlichen Kirchengemeinde, der Diakonie Mark-Ruhr und der Studierenden der Universität Witten-Herdecke (Medizin/ Zahnmedizin/ Psychologie) ermöglicht seit 1999 die ehrenamtliche ärztliche und zahnärztliche Versorgung durch Studierende der Hochschule.
 
Die Stadt Hattingen eröffnet in diesem Monat ein „Zentrum für Bürgerschaftliches Engagement“ in einer ehemaligen Schule, einem denkmalgeschützten, stadtbildprägenden Gebäude. Nutzer sind die bereits seit 2006 arbeitende Freiwilligenagentur sowie zahlreiche bürgerschaftliche Vereine und Gruppen. Die Schule soll ein Bürgercafé, Büroräume und Gruppenräume enthalten.
 
Die Wuppertalbewegung setzt sich dafür ein, dass brachliegende Flächen zu Rad- und Fußwegen umgestaltet werden. So ist etwa mit der Nordbahntrasse, die im vergangenen Jahr eingeweiht wurde, für die Stadt Wuppertal eine besondere Fuß- und Radwegeverbindung entstanden.
 
Das Projekt „Utopiastadt“ in Wuppertal versteht sich als Knotenpunkt verschiedener Kulturinitiativen, Gewerbetreibender, Wissenschaftler und zivilgesellschaftlicher Initiativen. Dem kreativen Zusammenschluss konnte mit dem denkmalgeschützten Gebäude des Bahnhof Mirke in Wuppertal-Elberfeld ein Ort gegeben werden, der an der Nordbahntrasse liegt.
 
Die Stadt Langenfeld stellt sich seit 2002 in besonderem Maße den demografischen Herausforderungen, insbesondere der Alterung ihrer Stadtgesellschaft. Die Besonderheit besteht darin, dass nicht Einzelmaßnahmen, sondern ein ressortübergreifendes, mit vielen Partnern abgestimmtes Gesamtkonzept entwickelt wurde.
 
Hintergrund: Eine zwölfköpfige Jury hat am 29. April 2015 aus 144 Einsendungen 32 neue Orte des Fortschritts ausgewählt. An der Auslobung waren das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF), das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk (MWEIMH) und erstmalig auch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) beteiligt. Zehn Projekte wurden dem Handlungsfeld Stadt- und Quartiersentwicklung zugeordnet und damit der Zuständigkeit des MBWSV. Minister
Groschek zeichnete am 11. August 2015 bereits zwei Projekte in Schwelm (Ehrenamtlicher Sozialdienst der Stadt Schwelm und Therapiekonzept Schwelmer Modell) als Orte des Fortschritts aus. 

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