Sportangebote für Menschen mit Demenz

10. Dezember 2016

Staatssekretärin Hoffmann-Badache: Mittendrin auch mit Demenz – Schon über 70 Vereine bieten mit Landeshilfe Sportangebote für Betroffene

Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft – dazu zählt auch das Vereinsleben. Über 70 Vereine in NRW bieten im Rahmen eines Modellprojekts Sport auch für Menschen mit Demenz an. Das ist für die Betroffenen wichtig, denn Sport und Bewegung haben nicht nur positive körperliche Auswirkungen, sondern können auch ein wichtiger Baustein für die psychische Gesundheit und soziale Kontakte sein. Durch Zusammenarbeit von engagierten Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen Sport und Pflege, Vereinen und Wohlfahrtsverbänden sind im Rahmen des Projekts „Sport für Menschen mit Demenz“ vielfältige Angebote entstanden.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft – dazu zählt auch das Vereinsleben. Über 70 Vereine in NRW bieten im Rahmen eines Modellprojekts Sport auch für Menschen mit Demenz an. Das ist für die Betroffenen wichtig, denn Sport und Bewegung haben nicht nur positive körperliche Auswirkungen, sondern können auch ein wichtiger Baustein für die psychische Gesundheit und soziale Kontakte sein. Durch Zusammenarbeit von engagierten Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen Sport und Pflege, Vereinen und Wohlfahrtsverbänden sind im Rahmen des Projekts „Sport für Menschen mit Demenz“ vielfältige Angebote entstanden.
 
„Menschen mit Demenz gehören in die Mitte unserer Gesellschaft. Sportangebote können ganz wesentlich zur gesellschaftlichen Teilhabe Demenzerkrankter beitragen und sie in das Vereinsleben einbinden. Sport ermöglicht Betroffenen Spaß an der Bewegung, Herausforderungen, Erfolge sowie Gemeinschaftserleben. Ich wünsche mir, dass die Erfahrungen des Projekts Signalwirkung haben und möglichst viele weitere Sportangebote für Menschen mit Demenz entstehen. Denn nichts ist überzeugender als gelungene Beispiele“, erklärte Staatssekretärin Hoffmann-Badache in Duisburg beim Workshop „Sport für Menschen mit Demenz“ zu dem landesweiten Modellprojekt.
 
Gemeinsam haben der Landessportbund NRW und der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW in Kooperation mit Beratungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Fachkräften aus den Bereichen Sport und Pflege in den vergangenen drei Jahren vielfältige Sportangebote für Menschen mit Demenz geschaffen. An 73 Standorten in Nordrhein-Westfalen konnten mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von jeweils 2.000 Euro neue Sportangebote entwickelt werden, die rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreichen.
 
Das Spektrum reicht von Tanztee und Wandern bis zu Kraft- und Balance-Training. Neben klassischen Sportkursen werden auch niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote mit körperlicher Bewegung verknüpft. Zum Erfolg des Projekts hat auch beigetragen, dass die besondere Lebenssituation eines Teils der Zielgruppe berücksichtigt wird und zahlreiche Kurse wie Tanz und Gymnastik in Pflegeheimen stattfinden.
 
Ein Beispiel für die Vielfalt der Möglichkeiten ist das Training für Menschen mit Demenz des Judo-Clubs Lüdinghausen (Kreis Coesfeld). Was anfangs nur zögerlich angenommen wurde, macht den über 70-jährigen Teilnehmenden inzwischen viel Spaß. Zudem sind sie deutlich gelenkiger geworden und trainieren Fähigkeiten, die auch abseits der Matte wichtig sein können wie etwa kontrolliertes Fallen und sicheres Aufstehen, stabiler Stand und Positionierung im Raum.
 
In dem Projekt ist es gelungen, Partnerinnen und Partner aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzubringen. Das zeigt, was alles möglich ist, wenn organisations- und professionsübergreifende Zusammenarbeit gelingt. „Lebensfreude, Bewegung und gemeinsame Erlebnisse wirken sich positiv auf die Gesundheit der Betroffenen aus und können dem Fortschreiten der Demenz entgegenwirken. Die spezifischen Angebote leisten einen Beitrag zur Teilhabe von Menschen mit Demenz und entlasten Angehörige. Deshalb ist es wünschenswert, dass die erarbeiteten Konzepte, Angebote und Strukturen über das Projekt hinaus bestehen bleiben und für weitere Entwicklungen genutzt werden“, so Hoffmann-Badache.
 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Landesverbände der Pflegekassen haben das Projekt zu gleichen Teilen mit insgesamt 675.600 Euro gefördert. Es wurde mit dem Rudi-Assauer-Preis für innovative Demenzprojekte und mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation ausgezeichnet. In Duisburg wurde nun mit den Projektbeteiligten Bilanz gezogen, Erfolgsfaktoren identifiziert und Empfehlungen für Interessierte erarbeitet, die entsprechende Angebote entwickeln möchten.
 
Hintergrund:
•   Rund 1,5 Prozent der Bevölkerung sind von Demenz betroffen.
•   Bereits heute leben 320.000 demenzerkrankte Menschen in NRW. Bis zum Jahr 2030 wird eine Steigerung auf 450.000 Betroffene erwartet.
•   Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen können sich an eines der landesweit 13 Demenz-Servicezentren wenden. Weitere Informationen unter www.demenz-service-nrw.de
•   Weitere Informationen zum Projekt „Sport für Menschen mit Demenz“ im Internet auf den Seiten des Landesportbund NRW www.lsb-nrw.de und des Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW www.brsnw.de
•   Im November hat das Ministerium gemeinsam mit der Landes-initiative Demenz-Service die Kampagne „Mensch. Auch mit Demenz" gestartet. Weitere Informationen unter www.mensch.nrw

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