Großer Erfolg für den Kinderschutz

26. März 2010

Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich: „Frühe Hilfen und Soziale Frühwarnsysteme großer Erfolg für Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen“

„Wir müssen alles daran setzen, Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen und sie vor Gefährdungen zu schützen“, sagte Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Kinder- und Familienministerium, bei der Eröffnung der Messe „Frühe Hilfen für Kinder und Familien - Soziale Frühwarnsysteme in Nordrhein-Westfalen“ in Duisburg. Auf der Messe wurden viele neue Ansätze präsentiert, mit denen Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren den präventiven Kinderschutz verbessert hat.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Wir müssen alles daran setzen, Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen und sie vor Gefährdungen zu schützen“, sagte heute (26. März 2010) Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Kinder- und Familienministerium, bei der Eröffnung der Messe „Frühe Hilfen für Kinder und Familien - Soziale Frühwarnsysteme in Nordrhein-Westfalen“ in Duisburg. Auf der Messe wurden viele neue Ansätze präsentiert, mit denen Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren den präventiven Kinderschutz verbessert hat.

„Ein zentraler Motor für diese Entwicklung war unsere flächendeckende Anschubfinanzierung der Sozialen Frühwarnsysteme. Wir haben damit eine systematische Verzahnung von Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe erreicht, die früher undenkbar gewesen wäre. Das ist ein großer Erfolg für den Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen“, erklärte Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich.

In den Sozialen Frühwarnsystemen arbeiten Geburtskliniken, Ärzte, Hebammen und Sachkundige der Gesundheitsämter verbindlich mit Erzieherinnen, Pädagoginnen und Fachkräften des Jugendamtes zusammen. Oft sind auch Schulen, die Polizei und die Justiz beteiligt. Die Zusammenarbeit in einem solchen Netzwerk macht es möglich, problematische Lebenslagen von Familien rechtzeitig zu erkennen und passende Hilfen zu geben. Hilfen, die wirken, bevor aus kleinen Problemen große Krisen werden.

Die Landesförderung von 1, 2 Millionen Euro haben 147 Jugendämter genutzt, um ein vielfältiges Hilfenetz aufzubauen. Die damit entstandenen Frühwarnsysteme reichen von der Unterstützung während der Schwangerschaft und Geburt über die ersten Lebensjahre des Kindes bis hin zu Kindergarten- und Schulkindern. Bei fast allen geförderten Projekten (94 Prozent) arbeiten Fachkräfte der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens zusammen. Dies ist besonders bemerkenswert, weil eine solche Kooperation in der Vergangenheit eher schwierig war.

„Genau das sollte mit der Förderung der sozialen Frühwarnsysteme erreicht werden. Wir haben damit unser Ziel verwirklicht, wichtige zukunftsweisende Weichen zur Verbesserung des Kinderschutzes in unserem Land zu stellen. Die Sensibilisierung für den Schutz von Kindern hat - auch in der Öffentlichkeit - erheblich zugenommen. Deshalb müssen wir diese Bündnisse auch in Zukunft weiter ausbauen“, sagte Dr. Gierden-Jülich. „Dass die Sensibilisierung für den Kinderschutz Wirkung hat, machen die Zahlen deutlich. Immer mehr Fälle werden angezeigt. Die Dunkelziffer wird ans Licht geholt.“

In Nordrhein-Westfalen haben sich im Zeitraum von 1995 bis 2008 die Anzeigen bei Vernachlässigung und Misshandlung um 47 Prozent erhöht (von 450 auf 661). Ebenfalls erheblich zugenommen hat die Entwicklung der Hilfen zur Erziehung mit 60 Prozent (von 109.847 auf 176.121), die Zahl der Inobhutnahmen mit über 80 Prozent (von 5.132 auf 9.263) sowie um 72 Prozent der Entzug des elterlichen Sorgerechts im gleichen Zeitraum (von 1.866 auf 3.209).

Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das Soziale Frühwarnsysteme eingerichtet und flächendeckend gefördert hat. Zwischenzeitlich hat dieses Modell auch auf Bundesebene Schule gemacht. Aber auch die Familienzentren, der Ausbau der Betreuung für unter Dreijährige und Sprachförderung haben dazu beigetragen, Kindern in Nordrhein-Westfalen bestmögliche Entwicklungschancen zu bieten.

Weitere Informationen unter www.mgffi.nrw.de und www.soziales-fruehwarnsystem.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618 4338.

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