Aufklärung über die SED-Diktatur bleibt wichtiger Auftrag

25. September 2009

Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich: „Aufklärung über die SED-Diktatur bleibt ein wichtiger Auftrag“ - Diskussion mit Vera Lengsfeld „20 Jahre nach dem Mauerfall"

„Die Mauer trennte nicht nur Deutsch­land, sie war auch Sinnbild der SED-Diktatur. Dies in Erinnerung zu be­halten, ist ein wichtiger Auftrag für die politische Bildung", sagte Staatssekretärin Gierden-Jülichim Vorfeld einer Gesprächsreihe mit Zeitzeugen über die DDR.

Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„Der Mauerfall vor 20 Jahren war einer der schönsten Momente in der jüngsten deutschen Geschichte. Die Mauer trennte nicht nur Deutsch­land, sie war auch Sinnbild der SED-Diktatur. Dies in Erinnerung zu be­halten, ist ein wichtiger Auftrag für die politische Bildung", sagte Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin des Generationenministeriums im Vorfeld der zweiteiligen Gesprächsreihe mit Zeitzeugen über die DDR, die die Landeszentrale für politische Bildung unter dem Titel „20 Jahre nach dem Mauerfall“ heute (25. September 2009) im Maxhaus in Düsseldorf startet. Erster Gast der Reihe ist Vera Lengsfeld, die zu den treibenden Kräften der Opposition in der DDR und den wichtigsten Wegbereitern der friedlichen Revolution 1989 gehörte.

Durch die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur will die Landes-zentrale für politische Bildung, so Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich weiter, einen Beitrag leisten, über Diktatur und Extremismus zu informieren und für die Demokratie zu aktivieren. „Es geht darum, Geschichte zu vergegenwärtigen. Vor allem junge Menschen sollten die Chance erhalten, zu erfahren, wie die DDR war - und wie nicht.“

Die politische Bildung müsse deshalb immer wieder erklären und veran­schaulichen, welche Mittel eine Diktatur anwendet, wie sie zum Beispiel Zensur ausübt, wie sie die Opposition subtil unterdrückt und offen terrorisiert. Allerdings bedeute eine politisch-moralische Verurteilung der SED-Diktatur keine Verurteilung aller Menschen, die ihr unterworfen waren. Denn die Deutschen in der DDR trugen, so die Staatssekretärin, den schwereren Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte, weil sie unter einer Diktatur leben mussten.

Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich unterstrich, dass das SED-Regime ein Unrechtsregime gewesen sei und viele Menschen auf grauenhafte Weise das Leben gekostet hätte: „Der Fall des Chris Gueffroy ist ein Beleg für die Menschenverachtung der SED-Diktatur. Er war 21 Jahre alt, als ihn die SED noch im Februar 1989 an der innerdeutschen Grenze erschießen ließ, weil er von Deutschland nach Deutschland wollte. Auch das Schicksal von Vera Lengsfeld mahnt, Legenden über das SED-Regime offen zu legen. Zur politischen Urteilskraft gehören Kenntnisse über die SED-Diktatur.“

Die Veranstaltung am 28. September 2009 wird von der Landeszentrale für politische Bildung organisiert; Mitveranstalter sind die Konrad-Adenauer-Stiftung/ Düsseldorf, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung sowie die Gerhart-Hauptmann-Stiftung. Die zweite Veranstaltung dieser Reihe findet unter dem Titel „Friedliche Revolution 1989" am 9. November 2009, um 19.00 Uhr im Maxhaus in Düsseldorf statt. Teilnehmer ist, neben der Staatssekretärin, Stephan Hilsberg.
Weitere Informationen unter www.politische-bildung.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Büro der Landeszentrale für politische Bildung, Lydia Anita Jendryschik, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0211-8618-4652.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.