Aufklärung über die SED-Diktatur bleibt ein wichtiger Auftrag

28. Oktober 2009

Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich: „Aufklärung über die SED-Diktatur bleibt ein wichtiger Auftrag“ - Diskussion mit Stephan Hilsberg über „Die friedliche Revolution 1989“

„Der Mauerfall vor 20 Jahren war einer der schönsten Momente in der jüngsten deutschen Geschichte. Die Mauer trennte nicht nur Deutsch­land, sie war auch Sinnbild der SED-Diktatur. Dies in Erinnerung zu behalten, ist ein wichtiger Auftrag für die politische Bildung“, sagte heute Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin des Generationenministeriums.

Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„Der Mauerfall vor 20 Jahren war einer der schönsten Momente in der jüngsten deutschen Geschichte. Die Mauer trennte nicht nur Deutsch­land, sie war auch Sinnbild der SED-Diktatur. Dies in Erinnerung zu behalten, ist ein wichtiger Auftrag für die politische Bildung“, sagte Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin des Generationenministeriums im Vorfeld der letzten Veranstaltung der Gesprächsreihe mit Zeitzeugen über die DDR, zu der die Landeszentrale für politische Bildung unter dem Titel „Die friedliche Revolution 1989 - 20 Jahre nach dem Mauer­fall“ am 9. November 2009 ins Maxhaus in Düsseldorf einlädt. Auf der Veranstaltung wird die Staatssekretärin zusammen mit dem DDR-Bürgerrechtler Stephan Hilsberg über die damalige Zeit und die damaligen Ereignisse diskutieren.
„Die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur ist notwendiger denn je“, so Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich weiter. „Es geht darum, Geschichte erfahrbar zu machen. Vor allem junge Menschen sollten die Chance erhalten, zu erfahren, wie die DDR war - und wie nicht.“

„Fast 1000 Menschen starben an der Mauer und anderen Stellen der innerdeutschen Grenze“, erinnert Gierden-Jülich. Daher sei es auch ab­surd zu behaupten, dass das Regime der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED) kein Unrechtsstaat gewesen sei. „Wir müssen solchen Tendenzen zum historischen Gedächtnisverlust mit Fakten entgegentreten.“

Die Staatssekretärin fügte hinzu, dass "auch die vielen politischen Gefangenen in der DDR zu den Opfern der SED gehören." Im weiteren Sinne zählen auch DDR-Normalbürger dazu, die eher Untertanen waren, und die ihrer Lebenschancen durch die Diktatur beraubt wurden.

Gierden-Jülich: „Umso größer waren Glück und Freude als das fast Un­vorstellbare und Unfassbare plötzlich doch geschah: Am 9. November 1989 fiel die Mauer und das SED-Regime taumelte unter dem Doppel­druck von Massenabwanderung und Massenprotesten. Lachend und weinend erlebten die meisten Deutschen ein wahrlich welt-historisches Ereignis. Ein Ereignis, das den Niedergang der Diktatur beschleunigte und der Demokratie den Weg bahnte.“

Stephan Hilsberg leistete einen wichtigen Beitrag das Machtmonopol der SED zu brechen und die Diktatur zu überwinden: Am 7. Oktober 1989, am selben Tag, als die SED im Palast der Republik den 40. Jahrestag der DDR-Gründung feierte und davor Demonstranten niederknüppelte, gehörte er zu den Gründern der Sozialdemokratischen Partei (SDP) in der DDR. Später wird er erster Sprecher der illegalen sozialdemokratischen Partei in der DDR, das heißt faktisch: Erster Vorsitzender der ostdeutschen Sozialdemokratie.

Die Veranstaltung am 09. November 2009 wird von der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung/ Düsseldorf, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung sowie der Gerhart-Hauptmann-Stiftung durchgeführt. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen unter www.politische-bildung.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Büro der Landeszentrale für politische Bildung, Lydia Anita Jendryschik, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0211-8618-4652.

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