Die Integration der Polen in NRW ist eine Erfolgsgeschichte

Staatssekretär Thorsten Klute, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales
26. Januar 2016

Staatssekretär Klute: Die Integration der Polen in NRW ist eine Erfolgsgeschichte

Studie zur Integration der Menschen polnischer Herkunft

Menschen polnischer Herkunft sind in Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich gut integriert. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute in Düsseldorf zum 25-jährigen Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vorgestellt hat.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Menschen polnischer Herkunft sind in Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich gut integriert. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute in Düsseldorf zum 25-jährigen Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages vorgestellt hat.
 
„Die Integration der aus Polen stammenden Menschen in NRW ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte Klute, „das zeigen beispielsweise die Daten zur Bildung und Qualifikation, zur Arbeitslosigkeit und Inanspruchnahme von öffentlichen Transferzahlungen, wie etwa die Hilfe zum Lebensunterhalt.“ In allen diesen Bereichen schneiden Menschen mit polnischem Migrationshintergrund überdurchschnittlich ab. „Dies ist besonders erfreulich“, so Klute weiter, „weil die 564.000 Menschen polnischer Herkunft in NRW eine der größten Zuwanderungsgruppen bilden, über die aber wegen ihrer guten Integrationserfolge öffentlich kaum gesprochen wird.“
 
Die Untersuchung zeigt im Vergleich zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund insgesamt bei den Menschen polnischer Herkunft eine günstigere Bildungs- und Qualifikationsstruktur. Sie sind seltener ohne allgemeinbildende Abschlüsse (3,9 Prozent bei polnischer Herkunft im Vergleich zu 13,7 Prozent bei Migrationshintergrund insgesamt). Bei der Fachhochschul- oder Hochschulreife liegen sie mit 37,8 Prozent dagegen vor den Menschen mit Migrationshintergrund insgesamt (31,5 Prozent).
 
Auch bei den beruflichen Abschlüssen liegen Menschen polnischer Herkunft weit vorne: 56,7 Prozent verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung, aber nur 38,6 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund allgemein. 22,5 Prozent der Bevölkerung mit polnischem Migrationshintergrund dagegen sind ohne abgeschlossene Berufsausbildung, aber 43,5 Prozent der Migrantinnen und Migranten insgesamt. Zudem ist ihre Erwerbstätigenquote mit 70,6 Prozent sehr hoch. Öffentliche Transferzahlungen als überwiegende Quelle für den Lebensunterhalt spielen bei Personen polnischer Herkunft eine geringere Rolle (10,2 Prozent) als bei Personen mit Migrationshintergrund insgesamt (15,5 Prozent).

Hintergrundinformationen:

  • Bei der Neuzuwanderung aus der EU sind die Menschen aus Polen die größte Gruppe; bei 173.361 Neuzuwanderungen aus der EU im Jahr 2014 stammten 45.518 Menschen aus Polen. Nach den Menschen mit türkischer Herkunft (21 Prozent) bilden die Menschen polnischer Herkunft mit 13,6 Prozent die größte Gruppe der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Auch im Vergleich zu den rund 49.000 Asylbewerberinnen und -bewerbern im Jahr 2014 zeigt sich die zahlenmäßig große Bedeutung der aus Polen nach NRW gekommenen Menschen. 
  • Datenbasis für diese in ihrer Aktualität bundesweit einzigartige Auswertung durch IT.NRW als Statistisches Landesamt ist der Mikrozensus Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2014. 
  • Der „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ wurde 1991 durch die Parlamente ratifiziert. 
  • Der Landtag hatte die Landesregierung Ende 2014 beauftragt, den Nachbarschaftsvertrag zu evaluieren. Die Studie des Integrationsministeriums ist ein erster Beitrag hierzu. 
  • Integrationsstaatssekretär Thorsten Klute ist auch Ansprechpartner der Landesregierung für die Belange der in NRW lebenden Menschen mit polnischem Hintergrund sowie Ko-Vorsitzender des Ausschusses für interregionale Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für grenzüberschreitende und interregionale Zusammenarbeit. 
  • Die Studie im Netz: broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de.

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