Gefahr: Gesund­heitsministerium warnt vor Zeckenbissen

9. Juli 2010

Staatssekretär Dr. Walter Döllinger: „Zecken – klein und gemein!“ / Das Gesund­heitsministerium warnt vor Zeckenbissen

Staats­sekretär Walter Döllinger warnt vor Zecken, die zwischen März und Oktober aktiv sind und gefährliche Krankheiten übertragen können. Gerade in der warmen Jahreszeit sollte man sich deshalb vor Zeckenbissen schützen, sagte Döllinger.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Zecken sind klein und gemein!“ – Mit diesen Worten warnt der Staats­sekretär im Gesundheitsministerium, Dr. Walter Döllinger, vor den kleinen Blutsaugern, die zwischen März und Oktober aktiv sind und gefährliche Krankheiten übertragen können. Gerade in der warmen Jahreszeit sollte man sich deshalb vor Zeckenbissen schützen, sagte Döllinger heute (9. Juli 2010) in Düsseldorf.

Zecken sind nur wenige Millimeter große Parasiten, die im Gras, im Gebüsch oder im Unterholz lauern, um sich von ihrem Opfer abstreifen zu lassen. Dagegen helfen feste Schuhe, dicht schließende Kleidung an Armen und Beinen und eine Kopfbedeckung. Auf unbekleidete Haut­stellen sollte ein Schutzmittel (so genannte Zecken-Repellentien) auf­getragen werden.

Zecken bevorzugen dünnhäutige, gut durchblutete Körperregionen wie etwa die Leisten- und die Achselgegend oder die Kniekehlen und wandern auf der Haut zu einer geeigneten Stelle. Da der Speichel der Zecken betäubend wirkt, nimmt man den Zeckenbiss zunächst nicht wahr. Deshalb sollte nach Aufenthalten im Grünen der ganze Körper abgesucht werden. Eine Zecke sollte am besten von einem Arzt entfernt werden, damit auf jeden Fall auch der Kopf mit entfernt wird, weil es sonst zu Entzündungen kommen kann.

Die in Europa am häufigsten durch Zeckenbisse übertragene Krankheit ist die Borreliose, bis zu 20 Prozent der Zecken in Deutschland können mit Borrelien infiziert sein. Die Krankheitssymptome können sehr viel­fältig sein und erst lange Zeit nach dem Biss auftreten. Ein typisches, aber nicht immer auftretendes Anzeichen ist die so genannte Wander­röte, eine sich ausbreitende handtellergroße Rötung um die Einstich­stelle. Dazu kann es zu einem leichten Fieber, Gelenk- und Muskel­schmerzen kommen.

Wird die Borreliose nicht behandelt, breitet sich der Erreger aus, be­gleitet von Muskelschmerzen und Muskellähmungen. Schließlich kann es zu einer chronischen Infektion mit bleibenden Schäden kommen. Gegen die Borreliose gibt es keine vorbeugende Impfung. Die Krankheit kann vor allem im Frühstadium gut mit Antibiotika behandelt werden, im späteren Verlauf wird die Behandlung schwieriger und ist nicht immer erfolgreich.

Die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) wird vor allem in Süd­deutschland von Zecken übertragen, Nordrhein-Westfalen ist davon nicht betroffen. Wer in ein FSME-Risikogebiet reist (Infos unter www.rki-de), sollte sich vorbeugend impfen lassen, denn die mit grippeähnlichen Symptomen verlaufende Krankheit kann auch eine Hirn- und Hirnhaut­entzündung mit Lähmungen verursachen und in schweren Fällen zu bleibenden Schäden führen. Staatssekretär Döllinger rät, die kleinen Blutsauger äußerst ernst zu nehmen und bei ersten Krankheits­anzeichen einen Arzt aufzusuchen.

Weitere Infos zu Zecken, den von ihnen übertragenen Krankheiten sowie zu Schutzmaßnahmen gibt es auf den Internetseiten des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit www.liga.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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