Arbeitsgespräch zur Neuen Grippe

31. Juli 2009

Staatssekretär Dr. Walter Döllinger: „Wir reagieren angemessen und verantwortungsvoll auf die Situation“ / Arbeitsgespräch zur Neuen Grippe

Zu einem gemeinsamen Arbeitsgespräch trafen sich heute insbesondere Vertreter der nordrhein-westfälischen Gesundheitsämter und des Gesundheitsministeriums sowie Mitglieder der das Land beratenden Expertenkommission in Düsseldorf.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Zu einem gemeinsamen Arbeitsgespräch trafen sich am Freitag (31. Juli 2009) insbesondere Vertreter der nordrhein-westfälischen Gesundheitsämter und des Gesundheitsministeriums sowie Mitglieder der das Land beratenden Expertenkommission in Düsseldorf. Hintergrund war die Neue Grippe, auch bekannt als „Schweinegrippe“, die sich derzeit weiter ausbreitet. „Wir haben es hier mit einer Infektionskrankheit zu tun, die zwar leicht übertragbar ist, glücklicherweise jedoch bislang mild verläuft“, sagte Staatssekretär Dr. Walter Döllinger. „Wir sind aber selbstverständlich auch auf eventuelle, schwerere Verläufe der Grippe vorbereitet und tun deshalb so viel wie möglich, um Neuinfektionen  einzudämmen.“

Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, landesweit einheitlich und situationsangemessen vorzugehen. „Wir dürfen auf der einen Seite durch unsere Maßnahmen in der Bevölkerung keine übertriebenen Ängste oder gar Panik schüren. Auf der anderen Seite müssen wir die Menschen aber mit Verhaltensregeln, Hygienehinweisen und Beratungen im Einzelfall unterstützen“, so Döllinger.

Besonderes Augenmerk legten die Teilnehmer auf das in zwei Wochen beginnende Schuljahr. Einigkeit bestand, dass Schulschließungen nach derzeitigem Stand nicht notwendig sind. Es gilt der Grundsatz: Wer krank ist, bleibt zu Hause - egal ob  Schüler und Lehrer. Soweit ihre Familienangehörigen im engsten Umfeld erkrankt sind, bleiben Schüler und Lehrer ebenfalls zu Hause. Die Gesundheitsämter in Nordrhein-Westfalen wollen dazu Informationsveranstaltungen in der Woche vor Schulbeginn für alle Schulleitungen und Schulträger vor Ort anbieten.

Durch den intensiven Reiseverkehr nimmt die Ausbreitung des Virus deutlich zu. Die Erkrankungszahlen steigen. Der Vorschlag,  sämtliche Einreisen zu überprüfen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Trennung von Erkrankten und Nicht-Erkrankten z.B. in gesonderten Bussen kann flächendeckend nicht umgesetzt werden. Man verständigte sich darauf, Reiseunternehmen umfassendes Informationsmaterial zu Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen für ihre Passagiere zur Verfügung zu stellen. „Denn weiterhin ist die persönliche Hygiene der beste Schutz vor einer Ansteckung“, so der Staatssekretär. Derzeit besteht kein Grund Massenveranstaltungen abzusagen. Die Menschen sollen sich aber weit mehr als bisher an Hygieneregeln halten und zu enge Kontakte möglichst vermeiden.

Zudem appellierte er an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen, die bei sich Symptome der Neuen Grippe spüren oder bereits infiziert sind. Die Kommunen sollen die Möglichkeit prüfen, zusätzliche zentrale Anlaufstellen einzurichten und so die Hausärzte zu entlasten. Wer bei sich Symptome der Neuen Grippe spürt, kann sich dann an auch an diese Stellen wenden.

Ab Herbst soll der Impfstoff gegen die Neue Grippe zur Verfügung stehen. Die Organisation der Verimpfung sollte, so die Beteiligten einvernehmlich, sowohl über den öffentlichen Gesundheitsdienst als auch das sog. Regelsystem der niedergelassenen Ärzteschaft erfolgen.

„Das konstruktive und sachliche Gespräch heute hat gezeigt, dass wir die Situation kontrollieren und gut vorbereitet sind. Für das Engagement und den verantwortungsbewussten Umgang mit der Neuen Grippe bin ich allen Teilnehmern dankbar“, sagte Staatssekretär Döllinger im Anschluss an die Diskussion.

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