Neue Plätze im Maßregelvollzug

27. Juli 2009

Staatssekretär Dr. Walter Döllinger übergibt Schlüssel für neue forensische Klinik in Köln / Neue Plätze im Maßregelvollzug

„Die neu gebaute forensische Einrichtung in Köln mit insgesamt 150 Plätzen ist ein wichtiger Schritt zur Regionalisierung des Maßregelvollzugs in Nordrhein-Westfalen“, sagte Staatssekretär Döllinger anlässlich der Schlüsselübergabe für eine neue Forensik im Kölner Stadtteil Porz.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Die neu gebaute forensische Einrichtung in Köln mit insgesamt 150 Plätzen ist ein wichtiger Schritt zur Regionalisierung des Maßregelvollzugs in Nordrhein-Westfalen“, sagte Staatssekretär Döllinger anlässlich der Schlüsselübergabe für eine neue Forensik im Kölner Stadtteil Porz am heutigen Montag (27. Juli 2009) in Köln. Damit stellt das Land Nordrhein-Westfalen dringend benötigte Therapieplätze im Maßregelvollzug zur Behandlung psychisch kranker und suchtkranker Straftäter zur Verfügung.

In der neuen Klinik werden psychisch kranke und persönlichkeitsgestörte Straftäter aus dem Landgerichtsbezirk Köln vor Ort untergebracht und behandelt. Sie werden damit dort therapiert, wo sie herkommen, ihre Straftat begangen haben und auch verurteilt wurden. Das ist neu – bisher gab es in dem mit mehr als zwei Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Landgerichtsbezirk Nordrhein-Westfalens keine eigenen Plätze für den Maßregelvollzug. Die Patienten aus dem Kölner Raum waren vor allem in Düren, Langenfeld, Viersen oder in Bedburg-Hau untergebracht. „Die neue Einrichtung ist somit ein Regionalversorger – dieses Konzept der Dezentralisierung des Maßregelvollzugs ist uns besonders wichtig“, betonte Staatssekretär Döllinger. Die 34 Millionen Euro teure forensische Klinik, die nach knapp zwei Jahren Bauzeit in Betrieb geht, entspricht höchsten Sicherheitsstandards.

„Es bleibt dabei: An der Sicherheit wird nicht gespart“, erklärte Döllinger.

Selbstverständlich sei das bauliche Sicherheitskonzept mit der Polizei abgestimmt.

Durch die innerhalb des Sicherheitszauns befindlichen Therapieeinrichtungen und Arbeitsmöglichkeiten werden notwenige Transporte und Ausführungen von Patienten auf ein Minimum reduziert. „Diese Bedingungen erhöhen die Sicherheit der Allgemeinheit noch zusätzlich“, betonte der Staatssekretär. Gleichzeitig bietet die neue Klinik die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Behandlung mit spezialisierten Angeboten für die Patienten mit ihren unterschiedlichen Krankheitsbildern. Auch der wichtige Dialog mit der umliegenden Nachbarschaft wird im Klinikbeirat fortgesetzt werden.

Beispielhaft ist die enge Einbindung der neuen Klinik in das psycho-soziale Netz der Stadt Köln. So ist bereits sehr früh ein Arbeitskreis zur ambulanten Nachsorge ins Leben gerufen worden, der regelmäßig tagt. Dem Gremium gehören neben Vertretern der Kliniken und der Maßregelvollzugsverwaltung insbesondere auch Vertreter des Gesundheitsamts der Stadt und der psychosozialen Einrichtungen an. „Auf diesem Wege stellen wir eine enge Vernetzung der Klinik mit anderen Einrichtungen zur Versorgung psychisch Erkrankter her und schaffen die Grundlage für eine wirksame ambulante Nachsorge“, so Döllinger. Denn mit der ambulanten Betreuung von Patienten über den Tag der Entlassung hinaus werden Rückfälle vermieden und zusätzliche Sicherheit für die Bevölkerung geschaffen.

Landesweit gibt es derzeit zehn forensische Kliniken. Nahezu 2.300 Patienten sind im Maßregelvollzug untergebracht. Weil die Behandlungsplätze nicht ausreichen, baut das Land an sechs Standorten neue Kliniken mit insgesamt 510 zusätzlichen Plätzen. Nach Dortmund und Essen ist Köln die dritte vollständig neue Maßregelvollzugseinrichtung, die in Betrieb geht. Als vierte Klinik wird Duisburg im Herbst an den Träger übergeben. In Herne und Münster wird auf den Baustellen gearbeitet, die Kliniken sollen im nächsten Jahr fertig gestellt werden.

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