Brücken in den allgemeinen Arbeitsmarkt

12. März 2009

Staatssekretär Dr. Walter Döllinger: „Brücken in den allgemeinen Arbeitsmarkt“ / Besuch der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Köln

„Menschen mit Behinderungen wollen zeigen, was sie drauf haben und sich ihr eigenes Geld verdienen. Deshalb brauchen wir Brücken aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt“, sagte Walter Döllinger, Staatssekretär im Arbeits- und Sozialministerium, beim Besuch der Gemeinnützigen Werkstätten Köln.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Menschen mit Behinderungen wollen zeigen, was sie drauf haben und sich ihr eigenes Geld verdienen. Deshalb brauchen wir Brücken aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt – zum Beispiel über Außenarbeitsplätze.“ Das sagte Dr. Walter Döllinger, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Arbeits- und Sozialministerium, heute (12. März 2009) beim Besuch der Gemeinnützigen Werkstätten Köln (GWK).

Die Werkstätten in Köln – so der Staatssekretär weiter – leisten hier hervorragende Arbeit: „Arbeit und Einkommen sind der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe. Gerade für Menschen mit Behinderungen ist dies sehr wichtig. Deshalb ist es vorbildlich, dass hier in Köln sogenannte betriebsintegrierte Arbeitsplätze etwa als Hausmeisterhelfer geschaffen wurden.“

Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise rief Staatssekretär Dr. Döllinger die Unternehmen auf, weiter Aufträge an Werkstätten für behinderte Menschen und an Integrationsunternehmen zu vergeben: „Dort wird hervorragende Arbeit gemacht, und gerade die Menschen in den Werkstätten brauchen die Anerkennung, dass die Früchte ihrer Arbeit zur Qualität von Produkten ‚made in Germany’ beitragen.“

Die Gemeinnützigen Werkstätten Köln arbeiten an sechs Standorten in Köln und Bergisch-Gladbach. Mehr als 1.300 Personen sind beispielsweise in den Geschäftsfeldern Verpackung, Druck, Bürodienstleistungen sowie Garten- und Landschaftsbau tätig. Seit 2005 werden zusammen mit der Füngeling Router GmbH zurzeit 32 ausgelagerte Arbeitsplätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes angeboten. 2009 wurde ein Modellprojekt gestartet, um weitere betriebsintegrierte Arbeitsplätze als Hausmeisterhelfer oder Schulassistent an Kölner Schulen bereitzustellen. Zudem betreiben die GWK eine Integrationsfirma zur Kabel- und Metallfertigung, in der etwa zwei Drittel der Beschäftigten schwerbehindert sind.

In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 60.170 Werkstattarbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in 104 Werkstätten. Das Land beteiligt sich am Aufbau und der Modernisierung von Arbeitsplätzen in diesen Werkstätten. Dafür stehen in diesem Jahr rund 8,2 Millionen Euro an Barmitteln und Verpflichtungsermächtigungen zur Verfügung. Bei den Gemeinnützigen Werkstätten in Köln hat das Land in den Jahren 2006 und 2007 Baumaßnahmen mit rund 650.000 Euro gefördert.

Derzeit leben in Nordrhein-Westfalen rund 2,3 Millionen Menschen mit Behinderung, darunter sind mehr als 1,6 Millionen Schwerbehinderte. Das 188 Millionen Euro schwere behindertenpolitische Landesprogramm „Teilhabe für alle“ umfasste in 2008 insgesamt 52 Maßnahmen und Projekte in den Bereichen Arbeit, Bildung und Familie, Wohnen und Abbau von Barrieren.

Informationen zur Behindertenpolitik und zum behindertenpolitischen Landesprogramm „Teilhabe für alle“ im Internet unter www.mags.nrw.de

 

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