Minister Jäger: Kölner Polizei unterstützt umfassend

18. Januar 2011

Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen namentlich Beschuldigte der Loveparade-Katastrophe / Minister Jäger: Kölner Polizei unterstützt umfassend

Im Zusammenhang mit dem tödlichen Ausgang der Loveparade ermitteln Staatsanwaltschaft Duisburg und Kölner Polizei jetzt nicht mehr gegen Unbekannt. Sie konzentrieren sich auf 16 Beschuldigte. „Auch im Interesse der Opfer und Angehörigen legen wir Wert auf eine umfassende Aufklärung", so Innenminister Ralf Jäger. Die Polizei Köln als neutrale Behörde sei beauftragt, die Staatsanwaltschaft Duisburg zu unterstützen.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Im Zusammenhang mit dem tödlichen Ausgang der Loveparade ermitteln Staatsanwaltschaft Duisburg und Kölner Polizei jetzt nicht mehr gegen Unbekannt. Sie konzentrieren sich auf 16 Beschuldigte. „Auch im Interesse der Opfer und Angehörigen legen wir Wert auf eine umfassende Aufklärung. Wir wollen Klarheit über die Ursachen der Katastrophe. Deshalb haben wir von Anfang an auf Offenheit und Transparenz gesetzt und die Öffentlichkeit bis an die Grenzen des rechtlich vertretbaren informiert. Außerdem haben wir die Polizei Köln als neutrale Behörde beauftragt, die Staatsanwaltschaft Duisburg zu unterstützen“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger heute in Düsseldorf, nachdem die Staatsanwaltschaft ihren aktuellen Ermittlungsstand zur Loveparade bekanntgegeben hatte.

„Die Verantwortlichen für diese Katastrophe müssen ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden“, erläuterte Jäger. „Aber Bestrafung allein greift zu kurz. Mindestens ebenso wichtig ist es, dass wir die rich­tigen Konsequenzen für zukünftige Großveranstaltungen aus der Love­parade ziehen.“ Der NRW-Innenminister verlangt eine deutlich höhere Verlässlichkeit, dass die Städte in Zukunft bei den Genehmigungen für Veranstaltungen keine Abstriche bei den Sicherheitskonzepten zulassen und sich die Veranstalter an die erteilten Auflagen halten. „Wir haben von Anfang an gesagt: Es ist unwahrscheinlich, dass ein Polizeieinsatz dieser Dimension fehlerfrei verläuft, wenn das Sicherheitskonzept des Veranstalters gleich zu Beginn zusammenbricht“, so Jäger, „deshalb dürfen Großveranstaltungen nur dann stattfinden, wenn die Polizei be­reits zur Genehmigung ihr Einvernehmen erteilt.“ Falls die Kommune die Sicherheitsbedenken der Polizei nicht berücksichtigt, wird die Bezirks­regierung eingeschaltet.

Mit der Benennung von Beschuldigten gehen die Ermittlungen in die konkrete Phase. Staatsanwaltschaft und Polizei werden jetzt die Beschuldigten zur den Vorgängen bei der Loveparade vernehmen. „Die Ermittler werden weiterhin mit größter Sorgfalt den vielen Spuren und Hinweisen nachgehen, die diesen komplexen Sachverhalt prägen“, erklärte Jäger. Nach Abschluss der Ermittlungen wird die Staatsan­waltschaft entscheiden, gegen wen sie Anklage erheben werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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