Sporthelfer-Ausbildung startet ins Schuljahr 2009

4. September 2009

Sporthelfer-Ausbildung startet ins Schuljahr 2009

Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen können sich zu Sporthelfern ausbilden lassen. Der BKK Lan­desverband Nordrhein-Westfalen, die Sportjugend im LandesSportBund Nordrhein-Westfalen und das Schulministerium haben heute eine ent­sprechende Vereinbarung unterzeichnet und stellen bis 2012 rund 200.000 Euro zur Verfügung.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen können sich zu Sporthelfern ausbilden lassen. Der BKK Lan­desverband Nordrhein-Westfalen, die Sportjugend im LandesSportBund Nordrhein-Westfalen und das Schulministerium haben heute eine ent­sprechende Vereinbarung unterzeichnet und stellen bis 2012 rund 200.000 Euro zur Verfügung. In der Hans-Tilkowski-Ganztagshaupt­schule in Herne wurde das Projekt am heutigen Freitag (4. September 2009) der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ziel der mindestens 30 Stunden umfassenden Sporthelfer-Ausbildung ist es, interessierte Schülerinnen und Schüler zu motivieren und sie in die Lage zu versetzen, im außerunterrichtlichen Schulsport und im Ver­einssport Verantwortung zu übernehmen. Für die Ausbildung der Schülerinnen und Schülern qualifizieren Bezirksregierungen und Sport­jugend Sportlehrkräfte im Rahmen von Lehrerfortbildungsangeboten. Gemeinsames Ziel der Träger ist es, in den kommenden drei Jahren jährlich 4.000 Sporthelferinnen und Sporthelfer auszubilden.

Das Angebot richtet sich an 13 bis 17 Jahre alte Schülerinnen und Schüler. Tätigkeitsfelder der Sporthelferinnen und Sporthelfer sind die Mitarbeit bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Bewe­gungs- und Sportangeboten, wie Pausensport, Sportfeste, Wettkämpfe, Sport-AGs sowie die Vertretung von kind- und jugendgemäßen Be­wegungs- und Sportinteressen in der Schule und im Verein. Die Mitwir­kung in den Mitbestimmungsgremien der Schule bei der Entwicklung und Umsetzung eines bewegungs- und sportorientierten Schulprofils gehören ebenfalls zu den Aufgaben eines Sporthelfers.

Schulministerin Barbara Sommer: „Es ist toll, wenn sich Schülerinnen und Schüler in ihrer Schule für mehr Sport und Bewegung engagieren. Sie übernehmen Verantwortung und gestalten die Schulentwicklung aktiv mit. Die Sporthelfer-Ausbildung stärkt die Zusammenarbeit von Schule und Verein.“

Thomas Wagemann, Projektleiter bei der BKK Landesverband Nordrhein-Westfalen: „Die Förderung eines gesunden Lebensstils ist eine wichtige Aufgabe der Betriebskrankenkassen. Bereits 20 Prozent der elf bis 17-jährigen Schülerinnen und Schüler und rund 40 Prozent der Erwachsenen sind übergewichtig. Das bringt viele gesundheitliche Folgeprobleme mit sich. Mangelnde Bewegung und ein falsches Ernährungsverhalten sind für diese Entwicklung maßgebliche Ursachen. Die Sporthelferinnen und Sporthelfer setzen wichtige Akzente für mehr Bewegung und leisten damit einen großen Beitrag zur Gesundheits­förderung.“

Walter Schneeloch, Präsident des LandesSportBundes Nordrhein-Westfalen: „Die Sporthelfer-Qualifizierung ist das größte Nachwuchs­programm zur Förderung von ehrenamtlichem Nachwuchs im Sport und ein belebendes Element für die Entwicklung des gemeinnützigen Sports in den Kommunen.“

Rainer Ruth, Ressortleiter in der Sportjugend Nordrhein-Westfalen: „Sporthelferinnen und Sporthelfer bringen viel Bewegung in die Schule und den Verein. Das Motto stimmt. Sie organisieren die Sport- und Bewegungsangebote, die den Interessen der Gleichaltrigen gerecht werden. Sie bringen Fähigkeiten ein, wie Skateboarden oder Hip-Hop-Tanzen, über die längst nicht alle Sportlehrkräfte verfügen. Als Schulleiter der Hans Tilkowski Ganztagshauptschule schätze ich die Ausbildung von Sporthelfern als einen wichtigen Baustein in unserem bewegungs- und sportfreundlichen Schulprogramm und vor allem für die Gestaltung eines bewegten Ganztagsprogramms. Die Schulentwicklung wird gestärkt.“

Hans Tilkowski, Torwartlegende von 1966 und Namensgeber der Schule: „Junge Menschen sprechen Jugendliche in ihrer Sprache an. Sie wissen was die Jugendlichen interessiert und bewegt. Die jungen Menschen sollen in der Schule wie auch im Verein über ihren Sport mit­bestimmen und aktiv mitwirken können. Ehrenamt ist vielleicht ein alt­modisches Wort, aber wenn junge Menschen sich aktiv einmischen und Verantwortung für sich und andere übernehmen, ist das gar nicht altmo­disch.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211/5867-3505 oder -3506.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de

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