Sozialminister: In eigenen vier Wänden – und in der Mitte der Gesellschaft

14. Juli 2011

Sozialminister Schneider: In den eigenen vier Wänden – und in der Mitte der Gesellschaft / Ambulant statt stationär – Immer mehr Menschen mit Behinderung leben ambulant betreut in der eigenen Wohnung statt im Heim

In NRW leben immer mehr Menschen mit Behinderung ambulant betreut in der eigenen Wohnung statt stationär in einem Behindertenwohnheim. Ihre Zahl hat sich von 2004 bis 2009 mehr als verdoppelt (von 15.200 auf 36.500). Mit einem Anteil von 47 Prozent liegt Nordrhein-Westfalen bundes-weit im Spitzenfeld. Im Bundesdurchschnitt gibt es rund 39 Pro­zent ambulant betreut wohnende Menschen mit Behinderung.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

In NRW leben immer mehr Menschen mit Behinderung ambulant betreut in der eigenen Wohnung statt stationär in einem Behindertenwohnheim. Ihre Zahl hat sich von 2004 bis 2009 mehr als verdoppelt (von 15.200 auf 36.500). Mit einem Anteil von 47 Prozent liegt Nordrhein-Westfalen bundes-weit im Spitzenfeld. Im Bundesdurchschnitt gibt es rund 39 Pro­zent ambulant betreut wohnende Menschen mit Behinderung.

„Das Leben in den eigenen vier Wänden ist für Menschen mit Behinde­rungen eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein Leben in der Mitte der Gesellschaft. Ich freue mich, dass wir diesen tollen Fortschritt errei­chen konnten“, sagte Sozialminister Guntram Schneider am Donnerstag (14. Juli 2011) in Gelsenkirchen zur Eröffnung einer Tagung seines Ministeriums unter der Überschrift „Inklusives Wohnen – leicht gemacht?!“.

Der Landesbehindertenbeauftragte Norbert Killewald schilderte das Bei­spiel eines 46-jährigen Mannes mit Down-Syndrom. Dieser lebt seit Herbst letzten Jahres zum ersten Mal in seinem Leben in einer eigenen Wohnung. Hier erhält er einige Stunden pro Woche ambulante Unter­stützung, regelt seinen Alltag darüber hinaus alleine und fährt mit öffent­lichen Verkehrsmitteln zu seiner Arbeitsstelle in einer Werkstatt für Men­schen mit Behinderung. Zuvor hatte der Mann vierzig Jahre lang in ver­schiedenen Heimen gelebt. „So gut kann gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung gelingen – wenn die Rahmenbedingungen eben stimmen“, betonte Killewald.

Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen – so Minister Schneider – verlange seit 2009 unter anderem, dass Menschen mit Be­hinderungen selbst entscheiden können, wo und mit wem sie leben wollen. Dies sei schon seit vielen Jahren Leitlinie der Landesregierung und werde auch eine wichtige Rolle im Aktionsplan „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“ spielen, den die Landesregierung noch in die­sem Jahr vorlegen will.

Das Sozialministerium hatte im Jahr 2003 die Verantwortung für die ambulanten und stationären Wohnhilfen bei den Landschaftsverbänden zusammengeführt mit dem Ziel, die ambulanten Wohnmöglichkeiten auszubauen. Seitdem wurde ein Netz von in der Gemeinde verankerten Unterstützungsangeboten aufgebaut. Das Ministerium hat den Prozess steuernd und moderierend begleitet. Die bis dahin stetig steigende Zahl der in Heimen lebenden behinderten Menschen konnte damit zum Still­stand gebracht werden und liegt seitdem relativ konstant bei rund 42.000.

Ambulantes betreutes Wohnen umfasst alle notwendigen Hilfen, die Menschen mit Behinderung brauchen, um im Alltag zurechtzukommen, beispielsweise Unterstützung im Haushalt oder bei Behördengängen und bei der Freizeitgestaltung, aber auch Begleitung bei der Bewälti­gung von Konflikten, Krisen und schwierigen Lebensphasen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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