Siebtes Mittelstandspaket beschlossen

23. März 2010

Siebtes Mittelstandspaket beschlossen: Insgesamt 49 Einzelmaßnahmen zur Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen

Zur Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) hat die Landesregierung dieser Legislaturperiode sieben Mit­telstandspakete mit insgesamt 49 Einzelmaßnahmen beschlossen. Das letzte wurde heute auf den Weg gebracht. Es verbessert die Finanzierung von KMU und intensiviert die Infor­mations- und Beratungsangebote für Unternehmen dieser Größenord­nung.

Die Staatskanzlei und das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilen mit:

Die Landesregierung hat in dieser Legislaturperiode sieben Mit­telstandspakete mit insgesamt 49 Einzelmaßnahmen quer über alle Ressorts zur Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen beschlossen. Das letzte ist heute (23. März 2010) auf Vorschlag von Wirtschaftsmi­nisterin Christa Thoben vom Kabinett auf den Weg gebracht worden.

“Der Mittelstand ist das Rückgrat und die Triebfeder unseres Wirt­schaftsstandorts. Mir liegt es sehr am Herzen, möglichst gute Rahmen­bedingungen zu schaffen, damit der Mittelstand seine Kreativität und sein Potenzial frei entfalten kann. Weil der Mittelstand so wichtig ist, werden wir auch weiterhin darauf achten, dass er so gut wie möglich durch die Krise kommt. So machen wir die stark, die unser Land stark machen: Familienunternehmen aus Handwerk und Mittelstand”, erklärte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heute anlässlich der Vorstellung des 7. Mittelstandspakets in Düsseldorf. Auch Wirtschaftsministerin Christa Thoben betonte die Bedeutung des Mittelstands: „Durch den heutigen Beschluss ist klar: Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Mit­telstand war das zentrale Ziel unserer Wirtschaftspolitik während der vergangenen fünf Jahre.“

Ziel der Pakete ist und war die Bündelung wirtschaftsrelevanter Maß­nahmen aus den Zuständigkeitsbereichen aller Ressorts der Landesre­gierung – von der Entbürokratisierung, der Arbeitsplatzsicherung, der Flexibilisierung der beruflichen Bildung, der Beschleunigung von Ge­nehmigungsverfahren über die Kapitalausstattung von Unternehmen oder Gründern bis hin zum Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum, der Förderung familienfreundlicher Betriebe oder der Steigerung der Innovationsfähigkeit des Handwerks.

Das jetzt beschlossene Mittelstandspaket 7 wird die Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) verbessern sowie die Infor­mations- und Beratungsangebote für Unternehmen dieser Größenord­nung intensivieren. Dazu gehören im Einzelnen:

  • Der NRW.Bank-Kreativwirtschafts-Fonds, mit dem sowohl jungen als auch etablierten Unternehmen aus allen Bereichen der Kreativwirt­schaft Eigenkapital in Form von offenen Beteiligungen oder Mezzanin-Kapital (Genussrechte, stille Beteiligung etc.) zur Verfügung gestellt werden wird. Das Volumen für die kommenden fünf Jahre beträgt 30 Millionen Euro. Der Fond wird bereits in Anspruch genommen.
  • Die Kapitalbeteiligungsgesellschaft für die mittelständische Wirtschaft NRW (KBG) wird kleinteilige stille Beteiligungen für Existenzgründer und Mittelständler bis maximal 1 Million Euro anbieten. Größter Ge­sellschafter ist die NRW.Bank. Weitere Teilhaber sind die WGZ-Bank, die Bankenvereinigung Nordrhein-Westfalen e.V., die Handwerks­kammer Düsseldorf sowie die IHK Solingen, Remscheid, Wuppertal. Erste Prüfungen für mögliche Beteiligungen finden derzeit bereits statt.
  • Der NRW.Bank-Spezialfonds sichert erfolgversprechende Restruk­turierungs- oder Sanierungsprozesse von KMU in Krisenphasen. Sa­nierungswürdige Unternehmen erhalten damit eine „zweite Chance“, um die Krise zu überwinden. Das Fondsvolumen beträgt 50 Millionen Euro. Der Fonds wird im Laufe des Jahres 2010 an den Start gehen.
  • Der NRW.Bank-Venturefonds II soll vor allem technologieorientierten Unternehmen mit hohem Wachstumspotential Eigenkapital zur Verfü­gung stellen. Der Venturefonds I (40 Millionen Euro) ist erschöpft, deshalb wird der Nachfolgefonds (80 Millionen Euro) so schnell wie möglich an den Start gehen.
  • Die Zusammenarbeit von öffentlicher und privater Hand im Baube­reich (public private partnership) wird deutlich einfacher: Ab sofort stehen Musterverträge für dieses hochkomplexe Rechtsgebiet zur Verfügung, die zu erheblichen zeitlichen, personellen und finanziellen Entlastungen sowohl bei Kommunen wie auch bei mittelständischen Bauunternehmen führen werden. Die Musterverträge lassen sich im Internet unter www.ppp-portal.de abrufen.
  • Klarer, übersichtlicher und zielgenauer wird die Wirtschaftsförderung für Gründer, KMU und weitere Zielgruppen, z. B. Studenten, durch den Förderlotsen, den die Landesregierung und die NRW.Bank ge­meinsam entwickelt haben: www.foerderlotse.nrw.de
  • Schließlich wird die NRW.Bank ihre Finanzierungsberatung für mittel­ständische Unternehmen vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise noch einmal deutlich ausweiten. Ziel ist es unter ande­rem, Unternehmen auf die Gespräche mit der jeweiligen Hausbank vorzubereiten und in Einzelgesprächen passgenaue Fördermöglich­keiten zu entwickeln. Dazu werden neben den bereits bestehenden Beratungsangeboten ab sofort Beratertage in Düsseldorf und Münster angeboten, für die sich Interessenten über die Hotline der NRW.Bank (Telefon 0211-917414800 oder 0251-917414800, Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00 Uhr) anmelden können.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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