Senioren als Opfer von Straftaten - Info-Kampagne zu Hilfsangeboten

9. April 2010

Senioren als Opfer von Straftaten – Ministerin Roswitha Müller-Piepenkötter startet Info-Kampagne zu Hilfsangeboten

Seniorinnen und Senioren, die Opfer einer Straftat geworden sind, sollen künftig leichter Zugang zu den ihnen offen stehenden Hilfs- und Unterstützungsangeboten bekommen. Dieses Ziel hat eine Infor­mationskampagne, die Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter gestartet hat.

Das Justizministerium teilt mit:

Seniorinnen und Senioren, die Opfer einer Straftat geworden sind, sollen künftig leichter Zugang zu den ihnen offen stehenden Hilfs- und Unterstützungsangeboten bekommen. Dieses Ziel hat eine Infor­mationskampagne, die Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter heute (Freitag, 9. April 2010) in Düsseldorf gestartet hat. Die Kampagne basiert auf Empfehlungen der von der Ministerin im Jahr 2006 einge­setzten Expertengruppe Opferschutz, die als fest etabliertes Beratungs­gremium der Landesregierung wertvolle Anregungen gibt.

Ein wesentlicher Baustein der Kampagne ist der Flyer „Seniorinnen und Senioren als Opfer von Straftaten. Informationen zu Hilfs- und Unter­stützungsangeboten“. Er ist in einer Startauflage von 30.000 Stück gedruckt worden und weist auf Hilfs- und Unterstützungsangebote von Justiz, Polizei, Landschaftsverbänden sowie gemeinnützigen Einrich­tungen hin. Der Flyer wird unter anderem über die Justiz, die Polizei und Opferschutzeinrichtungen sowie über das Internet erhältlich sein.
Das Internetportal www.opferschutz.nrw.de, das allen Bürgerinnen und Bürgern wichtige Informationen, Kontaktadressen und Links zur Ver­fügung stellt, ist um die Rubrik „Opferschutz für Seniorinnen und Senio­ren“ erweitert worden. Hierüber können zahlreiche Präventionshinweise, Broschüren und Verhaltensempfehlungen speziell für ältere Menschen abgerufen werden.

Als weiteres Element der Kampagne hat die Justizministerin bei der Staatsanwaltschaft Aachen ein Pilotprojekt gestartet: Eine Staatsan-wältin ist dort als besondere Ansprechpartnerin für alle Fragen von Seniorinnen und Senioren zum Strafverfahren bestellt worden. Ihre Aufgabe ist es, älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern für Fragen zum Beispiel zum Gang des Ermittlungs- und Strafverfahrens, zu ihren Rechten und Pflichten sowie zu Hilfsangeboten von Justiz, Polizei und anderen Institutionen zur Verfügung zu stehen.

Zudem wird am 20. April in Köln der gemeinsam von den Landes­präventionsräten Nordrhein-Westfalen und Hessen organisierte Landespräventionstag unter dem Motto "Kriminalprävention für ein sicheres Leben im Alter" stehen. Professor Ursula Lehr, ehemalige Bundesfamilienministerin und eine führende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Erforschung und Gestaltung des Alterns, wird auf dem Landespräventionstag zum Thema "Gefährdungen im Alter: Schutz vor Verbrechen" referieren.

Justizministerin Müller-Piepenkötter: „Ältere Menschen erfahren nicht nur real zu ihrem Nachteil begangene Straftaten, sondern empfinden nicht selten eine Kriminalitätsfurcht, die sie in ihrer Lebensgestaltung erheblich beeinträchtigen kann. Bereits die Befürchtung, Opfer einer Straftat zu werden, führt bei vielen älteren Mitbürgerinnen und Mitbür­gern zu einem Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben in den häuslichen Bereich. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheits­empfinden der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zu verbessern.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792-255 oder -464.

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