Sechs neue Stadtteile im Programm „Soziale Stadt“

12. Januar 2010

Sechs neue Stadtteile im Programm „Soziale Stadt“

Sechs Stadtteile werden im Jahr 2010 neu in das ressort-übergreifende Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Es sind Aachen Nord, Bonn-Neu-Tannenbusch, Castrop-Rauxel Habinghorst-Süd, die Innenstadt von Gladbeck, Iserlohn Südliche Innenstadt/Obere Mühle und Viersen Südstadt.

Das Ministerium für Bauen und Verkehr teilt mit:

Sechs Stadtteile werden im Jahr 2010 neu in das ressort-übergreifende Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Es sind Aachen Nord, Bonn-Neu-Tannenbusch, Castrop-Rauxel Habinghorst-Süd, die Innenstadt von Gladbeck, Iserlohn Südliche Innenstadt/Obere Mühle und Viersen Südstadt. Das teilte Bauminister Lutz Lienenkämper am Dienstag (12. Januar 2010) mit.

„Mit unserer Förderung im Rahmen der ‚Sozialen Stadt’ stärken wir das Engagement, das Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Einzelhandel ebenso wie die Einrichtungen und Initiativen vor Ort zeigen. Denn wir beobachten immer wieder, dass die Aufwertung schwieriger Stadtteile dort am besten klappt, wo alle Partner zusammenarbeiten“, erklärte Lienenkämper.

Am Programm „Soziale Stadt“ sind derzeit 50 Quartiere nicht nur in den größeren Städten Nordrhein-Westfalens beteiligt. Gemeinsames Ziel von Land und Kommunen ist es, mit wenig Bürokratie und viel Engage­ment den Strukturwandel zu bewältigen.

Die Erneuerungsprozesse werden vor Ort kooperativ von Land, Kom­munen, gesellschaftlichen Kräften und Bewohnern gestaltet. Lienen­kämper: „So lassen sich Ressourcen intelligent nutzen, verknüpfen und dorthin lenken, wo sie benötigt werden.“

Die Aufgaben in diesen Quartieren sind von europäischem Rang. In Ab­stimmung mit der EU-Kommission hat die Landesregierung die „Integ­rierte Entwicklung städtischer Problemgebiete“ zum Gegenstand des NRW-Ziel 2-Programms gemacht. Daher können in diesen Gebieten neben Fördermitteln des Programms „Soziale Stadt“ auch EU-Mittel ein­gesetzt werden.

Das Handlungskonzept für Aachen Nord setzt daran an, gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft und Eigentümern von Immobilien die Lebens­bedingungen in dem Gebiet zu verbessern. Der öffentliche Raum soll aufgewertet und an die Nutzungsbedürfnisse der Bewohner angepasst werden.

Für Bonn-Neu-Tannenbusch wurde eine nachhaltige Erneuerungsstrate-gie der Wohnbestände für ein gesundes und zukunftsfähiges Wohnen entworfen. Dafür ist ein abgestimmtes Vorgehen mit der Wohnungswirt­schaft Voraussetzung. Mit Hilfe eines Quartiersmanagements sollen ak­tive Nachbarschaften und ein neues Image entstehen.

Beim Stadtteil Castrop-Rauxel Habinghorst-Süd steht das Nahversor­gungszentrum „Lange Straße“ im Mittelpunkt der Erneuerungsstrategie. Der Stadtteil soll in eine übergeordnete Grünstruktur mit grünen Verbin­dungswegen eingebunden werden.

Angesichts des hohen Familienanteils an den Bewohnern der Innen­stadt von Gladbeck soll diese kinder- und familienfreundlich umgestaltet werden. Das wird kombiniert mit Vorhaben, die das Quartier als Einzel­handelsstandort stärken.

Für das Gebiet Südliche Innenstadt/Obere Mühle in Iserlohn werden dem Erneuerungsprozess vier Strategien vorangestellt: Stärkung der Wohnfunktion und Stabilisierung der Sozialstruktur, Nutzung der indust­rie-historischen Ansätze und die Förderung der lokalen Wirtschaft.

Die Ziele für die Stadtteilerneuerung in der Viersener Südstadt lauten „grün“, „urban“ und „kreativ“; sie orientieren sich am Leitbild der Ge­samtstadt „Urbanität und Natur“. Zukünftige Potenziale liegen in einer Wohn- und Gewerbenutzung (insbesondere im Kreativbereich).

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Bauen und Verkehr, Telefon 0211 3843 1015.

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