Ministerin Sommer: Lehrerberuf braucht mehr Wertschätzung in der Gesellschaft

8. März 2009

Schulministerin Barbara Sommer: Lehrerberuf braucht mehr Wertschätzung in der Gesellschaft / 3. Bildungspolitisches Symposium

Wie sieht die Wissenschaft die neue Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen? Was können Hochschulen zur Weiterentwicklung der Lehrerausbildung beitragen? Welche Folgen haben die Reformen für Studienseminare und Schulleitungen? Um diese und andere Fragen ging es gestern beim 3. Bildungspolitischen Symposium des Landes Nordrhein-Westfalen in Essen.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Wie sieht die Wissenschaft die neue Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen? Was können Hochschulen zur Weiterentwicklung der Lehrerausbildung beitragen? Welche Folgen haben die Reformen für Studienseminare und Schulleitungen? Um diese und andere Fragen ging es gestern (7. März 2009) beim 3. Bildungspolitischen Symposium des Landes Nordrhein-Westfalen in Essen. Das über 1.000 Personen zählende Forum stand unter dem Motto „Lehrerinnen und Lehrer – Garanten für gute Schule: ausbilden, unterstützen, wertschätzen“. Schulministerin Barbara Sommer: „Ich setze mich dafür ein, der verantwortungsvollen Aufgabe des Lehrerberufs wieder zu mehr Anerkennung im Bewusstsein der Menschen zu verhelfen. Lehrerinnen und Lehrer haben einen grundlegenden Anteil an der Übermittlung unserer Kultur, unseres gemeinsamen Gedächtnisses, unserer Bildung. Lehrer gestalten Zukunft. Die Zukunftsfähigkeit unseres Landes ist in entscheidendem Maße von der Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer abhängig. Diese große Verantwortung muss sich auch in der Wertschätzung der Gesellschaft für den Lehrerberuf widerspiegeln. Es ist wichtig, dass unsere Gesellschaft die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer angemessen würdigt."

Die Schulministerin betonte, dass sich Lehrer auf das konzentrieren sollen, was sie am besten können: das Unterrichten. "Das ist ihr Kerngeschäft, dafür sind sie ausgebildet. Für andere Aufgaben, die in der Schule notwendig sind, brauchen Lehrerinnen und Lehrer die Unterstützung von außen. Aus diesem Grund schicken wir bereits heute zahlreiche Psychologen, Sozialarbeiter, Verwaltungsfachleute oder Senior-Experten aus der Wirtschaft in die Schulen. Diese Unterstützung der Schulen bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags wird in Zukunft eine noch größere Bedeutung erlangen."

Mehr Wertschätzung für den Lehrerberuf bedeute auch, Leistungsanreize zu setzen. "Viele Lehrer sind äußerst engagiert und leisten deutlich mehr, als von ihnen verlangt wird. Dieses besondere Engagement wollen wir zukünftig stärker belohnen.“

Um die Lehrkräfte besser auf ihre Tätigkeit vorzubereiten, hat die Landesregierung ein neues Lehrerausbildungsgesetz erarbeitet, das im Sommer vom Landtag beschlossen werden soll. Barbara Sommer: "Zwei Eckpunkte des Gesetzes sind mir dabei besonders wichtig. Zukünftig wird die Lehrerausbildung für alle gleich lang sein, unabhängig von der Schulform, an der sie unterrichten wollen. Und zukünftig wird es bereits vor Antritt des Studiums verpflichtende Schul-Praktika und mehr Praxisphasen während des Studiums geben. Damit stärken wir den Praxisbezug und beugen Enttäuschungen beim Berufsstart vor."

Dass Nordrhein-Westfalen mit diesem Gesetz einen richtigen Weg eingeschlagen hat, bestätigte auf dem Symposium Prof. Jürgen Baumert, der Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung aus Berlin: "Nordrhein-Westfalen übernimmt mit dem Gesetzentwurf die Führerschaft in der KMK bei der Lehrerausbildung." Prof. Holger Burckhart, Prorektor der Universität Köln, betonte, das neue Lehrerausbildungsgesetz leiste einen entscheidenden Beitrag zur Verzahnung von Theorie und Praxis: "Nur die Universität, die eine exzellente Lehrerausbildung anbietet, kann auch einen exzellenten Nachwuchs rekrutieren. Nordrhein-Westfalen ist hier beispielhaft für alle anderen Bundesländer."

 

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