Schadstoffarme Busse für bessere Luft

19. März 2009

Schadstoffarme Busse für bessere Luft

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist die umweltfreundliche Alternative zum Fahren mit dem eigenen Wagen. Von modernen, gut ausgelasteten Bussen gehen pro Fahrgast weitaus weniger Schadstoffe aus als von einem Auto. Mit schadstoffarmen Fahrzeugen muss der ÖPNV deshalb ein Vorbild sein. Informationen dazu bot heute eine Veranstaltung des Umwelt- und des Verkehrsministeriums.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist die umweltfreundliche Alternative zum Fahren mit dem eigenen Wagen. Von modernen, gut ausgelasteten Bussen gehen pro Fahrgast weitaus weniger Schadstoffe aus als von einem Auto. Mit schadstoffarmen Fahrzeugen muss der ÖPNV deshalb ein Vorbild sein. Informationen dazu bot heute eine Veranstaltung des Umwelt- und des Verkehrsministeriums „Saubere Busse – ein wichtiger Beitrag für eine bessere Luft in unseren Städten“.

Der Straßenverkehr ist ein Hauptverursacher von Luftverschmutzungen. „Neben der Erneuerung der Fahrzeugflotte müssen wir auch technische Möglichkeiten nutzen, die vorhandenen Fahrzeuge mit Abgasreini­gungssystemen nachzurüsten“, betonte Umwelt-Staatssekretär Dr. Alexander Schink in Düsseldorf. Gerade bei Linienbussen sei das wichtig, da sie in den stark belasteten Innenstädten viel unterwegs sind. Ein großer Anteil der Busse, die noch länger im Einsatz sein werden, wurde in den vergangenen Jahren mit Partikelfiltern nachgerüstet. „Die Feinstaub-Emissionen aus Bussen sind zurückgegangen, geblieben sind allerdings die hohen Stickoxidemissionen“, erklärte der Staats­sekretär.

Ab dem 1. Januar 2010 gilt ein europarechtlicher Grenzwert für die Kon­zentration von Stickstoffdioxid in der Außenluft. Stickstoffoxide werden bei Verbrennungsprozessen gebildet. Im Abgas von Fahrzeugen ist Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) enthalten. Stickstoff­dioxid ist die gesundheitsschädlichere Komponente, mit zunehmender Belastung steigt die Zahl von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkran­kungen. Allerdings wird auch ein Teil des Stickstoffmonoxids in der At­mosphäre zu Stickstoffdioxid umgewandelt. Der Hauptverursacher der Stickstoffdioxidbelastungen in den Städten sind eindeutig die Fahr­zeuge.

„Dass uns die Europäische Kommission sehr anspruchsvolle Grenz­werte vorgibt, dabei aber viel zu spät entsprechende Abgasgrenzwerte für die Fahrzeuge festsetzt, erschwert die fristgerechte Einhaltung der Werte in vielen Innenstädten“, stellte Schink fest. Trotz seiner Umwelt­freundlichkeit trägt auch der Busverkehr mit zu den Umweltbelastungen bei. Der Staatssekretär erläuterte dies am Beispiel der Düsseldorfer Corneliusstraße: „20 Prozent aller Stickoxid-Emissionen kommen hier allein von den Bussen, obwohl sie nur mit knapp einem Prozent am Verkehrsaufkommen beteiligt sind.“ Der Staatssekretär betonte: „Unsere Fahrzeuge müssen sauberer werden, das gilt auch für Busse.“

Nachrüstsysteme zur Minderung des Stickoxidausstoßes wurden in Bussen der Rheinbahn Düsseldorf und der Hagener Straßenbahn er­probt. Der TÜV Nord hat im Auftrag des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen mit vom Umweltministe­rium finanzierten aufwändigen Messungen die Wirksamkeit der Systeme im Fahrbetrieb untersucht. Die Ergebnisse, Betriebserfahrungen und Prognosen zur Umweltwirkung wurden auf der heutigen Veranstaltung rund 100 Teilnehmern aus Verkehrsbetrieben, Kommunen und Herstel­lerfirmen vorgestellt. Über die ÖPNV-Förderpolitik informierte das Lan­desverkehrsministerium. Namhafte Bushersteller stellten ihre Konzepte für schadstoffarme Neufahrzeuge vor.

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