Runder Tisch „Studentisches Wohnen“ – Wohnungsbauminister Groschek: Doppelte Studentenjahrgänge brauchen doppelt Wohnraum – NRW erhöht Förderung im nächsten Jahr auf 50 Millionen Euro

27. November 2012
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Bundesbauminister Peter Ramsauer hatte in Berlin unter anderem Ver­treter der Studentenwerke und der Wohnungswirtschaft zu einem „Run­den Tisch“ über studentische Wohnungsnot nach Berlin eingeladen.
„Außer Spesen nix gewesen, das ist das Ergebnis des Runden Tisches zum Studentischen Wohnen, zu dem Bundesbauminister Peter Ramsauer eingeladen hatte. Das ist zu wenig. Der Bund muss dem Runden Tisch Taten folgen lassen, und zwar so schell wie möglich“, forderte NRW-Wohnungsbauminister Michael Groschek.

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Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

Bundesbauminister Peter Ramsauer hatte in Berlin unter anderem Ver­treter der Studentenwerke und der Wohnungswirtschaft zu einem „Run­den Tisch“ über studentische Wohnungsnot nach Berlin eingeladen.

„Außer Spesen nix gewesen, das ist das Ergebnis des Runden Tisches zum Studentischen Wohnen, zu dem Bundesbauminister Peter Ramsauer eingeladen hatte. Das ist zu wenig. Der Bund muss dem Runden Tisch Taten folgen lassen, und zwar so schell wie möglich“, forderte NRW-Wohnungsbauminister Michael Groschek. „Die drama­tische Verschärfung der Lage auf den Wohnungsmärkten macht klar: Der Bund darf sich nicht klammheimlich aus der Wohnungsbauförderung zurück ziehen“, so Groschek weiter.
Aktuell erhalten alle Bundesländer bis 2013 jährlich 518 Millionen Euro vom Bund für den sozialen Wohnungsbau. NRW bekommt davon 97 Millionen Euro, gibt aber allein in diesem Jahr 850 Millionen Euro in die Wohnraumförderung.

Die Forderung des Generalsekretär des deutschen Studentenwerks (DSW), Achim Meyer auf der Heyde, nach einem Bund-Länder-Pro­gramm für mindestens 25.000 zusätzliche, preisgünstige Wohnheim­plätze für Studierende ist nach Ansicht von Groschek richtig, wird aber ohne eine deutlich verbesserte finanzielle Hilfe des Bundes nicht funkti­onieren.

Die verschärfte Lage auf dem Wohnungsmarkt für Studenten war vor­hersehbar. In den meisten Universitätsstädten ist der Wohnungsmarkt ohnehin angespannt. Doppelte Abiturjahrgänge (2013) und die Ausset­zung der Wehrpflicht (2011), die die Lage verschärfen, sind nicht vom Himmel gefallen.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat frühzeitig auf den erwarteten Stu­dentenansturm reagiert: Bereits vor drei Jahren wurde in NRW die sozi­ale Wohnraumförderung im Rahmen des experimentellen Wohnungs­baus geöffnet, um neuen studentischen Wohnraum auch mit Hilfe der sozialen Wohnraumförderung zu errichten. Ziel ist hierbei, flexiblen Wohnraum zu schaffen, der nach Rückgang der Studentenzahlen (nach 2020) durch andere Zielgruppen genutzt werden kann.

Im experimentellen Wohnungsbau wird so die Förderung von Klein­appartements ermöglicht, die flexibel wieder in „Normalwohnungen“ zu­sammengelegt werden können. Ebenso können Gruppenwohnungen (ursprünglich für pflegebedürftige Senioren) nun auch für Studierende genutzt werden.

Insgesamt wurden seit 2009 über 60 Millionen Euro Förderung aus der sozialen Wohnraumförderung bereitgestellt, um damit Wohnraum für über 1.200 Studierende zu schaffen. Im Jahr 2013 soll in NRW das An­gebot für studentisches Wohnen aus Mitteln der sozialen Wohnraumför­derung auf 50 Millionen Euro (2012: 20 Millionen) aufgestockt werden.

Das Förderangebot richtet sich in NRW an alle Investoren und Bauher­ren, nicht nur an die Studentenwerke. Es ist damit auch für kommunale Wohnungsunternehmen oder andere regional agierende Wohnungsun­ternehmen interessant.

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