Rückgang der Zahl der Drogentodesfälle hält an

17. April 2014
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Während auf Bundesebene ein Anstieg der Zahl der Drogentoten im Vergleich zum Vorjahr festzustellen ist, sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr weniger Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben. Mit 198 Todesfällen sank die Zahl der Drogentoten 2013 erneut um knapp drei Prozent gegenüber 2012 (204 Tote).
„Damit hält der positive Trend weiter an“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Diese erfreuliche Entwicklung ist nicht zuletzt das Ergebnis der erfolgreichen Arbeit unserer niedrigschwelligen Sucht- und Drogenhilfeangebote. Über eine Verbesserung und Stabilisierung der gesundheitlichen Situation von drogenabhängigen Menschen tragen sie entscheidend dazu bei, Drogentodesfälle zu verhindern“, so die Ministerin.

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Ministerin Steffens: Angebote zur Gesundheits- und Überlebenshilfe sind unverzichtbar – Minister Jäger: Polizei geht entschlossen gegen Drogendealer vor

Die Landesregierung teilt mit:

Während auf Bundesebene ein Anstieg der Zahl der Drogentoten im Vergleich zum Vorjahr festzustellen ist, sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr weniger Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben. Mit 198 Todesfällen sank die Zahl der Drogentoten 2013 erneut um knapp drei Prozent gegenüber 2012 (204 Tote).
„Damit hält der positive Trend weiter an“, sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Diese erfreuliche Entwicklung ist nicht zuletzt das Ergebnis der erfolgreichen Arbeit unserer niedrigschwelligen Sucht- und Drogenhilfeangebote. Über eine Verbesserung und Stabilisierung der gesundheitlichen Situation von drogenabhängigen Menschen tragen sie entscheidend dazu bei, Drogentodesfälle zu verhindern“, so die Ministerin.

Es gibt jedoch noch keinen Grund zur Entwarnung. „Jeder Drogentote ist einer zu viel. Die Polizei geht deshalb weiter entschlossen gegen Drogendealer vor,“ machte Innenminister Ralf Jäger deutlich.

Im Jahr 2013 sind 165 Männer durch Drogen gestorben. Das sind vier mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Frauen, die Opfer ihrer Drogensucht wurden, hat sich dagegen um zehn auf 33 verringert. Mehr als 70 Prozent der Drogentoten waren im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. „Das zeigt, dass hauptsächlich Menschen nach langjährigem Drogenkonsum sterben“, erläuterte der Innenminister. Haupttodesursache war der Konsum von Heroin oder die Kombination aus Heroin und anderen Stoffen. „Besonders risikoreich sind Kombinationen von verschiedenen oder verunreinigten und gestreckten Drogen. Die Wirkung ist für die Drogenkranken nicht kalkulierbar“, sagte Jäger.

Zu den speziellen Hilfeangeboten für Drogenabhängige zählen die in zehn nordrhein-westfälischen Städten (Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster, Troisdorf und Wuppertal) eingerichteten Drogenkonsumräume, aber auch die substitutionsgestützten Behandlungsangebote, die von fast 25.000 Drogenabhängigen in Anspruch genommen werden.

„Bei der Weiterentwicklung der Sucht- und Dogenhilfeangebote wird der möglichst niedrigschwellige Zugang zu passgenauen Hilfen ein Schwerpunkt bleiben. Besonderes Augenmerk werden wir auf eine noch stärkere Berücksichtigung geschlechtsdifferenzierter und kultursensibler Ansätze richten“, erläuterte Ministerin Steffens.

Für Maßnahmen zur Suchtprävention und Suchthilfe stellt die Landesregierung jährlich insgesamt rund 13,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon: 0211 8618-4246 oder an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon: 0211 871-2300.

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