Rhein-Ruhr-Express (RRX) ist Tempomacher für Nordrhein-Westfalen – Verkehrsminister Groschek stellt Nutzenstudie vor

7. September 2016
PHB Rhein-Ruhr-Express RRX

Der RRX kommt! Ein Investitionspaket in Höhe von 3,45 Milliarden Euro für die Schiene stellt die Weichen für die Realisierung eines der wichtigsten Verkehrsprojekte in Nordrhein-Westfalen. Wie bedeutend der Rhein-Ruhr-Express (RRX) für die Entwicklung des Landes weit über den Mobilitätssektor hinaus ist, dokumentiert eine vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW vorgelegte Nutzenstudie zum Projekt.

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Der RRX kommt! Ein Investitionspaket in Höhe von 3,45 Milliarden Euro für die Schiene stellt die Weichen für die Realisierung eines der wichtigsten Verkehrsprojekte in Nordrhein-Westfalen. Wie bedeutend der Rhein-Ruhr-Express (RRX) für die Entwicklung des Landes weit über den Mobilitätssektor hinaus ist, dokumentiert eine heute vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW vorgelegte Nutzenstudie zum Projekt.
 
Mit dem Beschluss des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 hat das Bundeskabinett prinzipiell den Weg für den RRX frei gemacht. Der notwendige Aus- und Umbau der Schieneninfrastruktur ist dort in die oberste Kategorie „Vordringlicher Bedarf – Engpassbeseitigung“ (VB-E) eingestuft. Das Land, die Deutsche Bahn und die Aufgabenträger für den Schienenpersonenverkehr haben mit der Modernisierungsoffensive (MOF 3) zudem den Grundstein für die Anpassung bzw. den Umbau von 71 Stationen entlang der sogenannten Außenäste des RRX gelegt. Mehr als 2,65 Milliarden Euro fließen demnach in den kommenden Jahren in den Ausbau der Schienenwege und Bahnhöfe. Hinzu kommen 0,8 Milliarden Euro für die Beschaffung von 82 RRX-Zügen. „Das milliardenschwere Investitionspaket schafft die Grundlage für die Realisierung des wichtigsten Schienenprojekts in Nordrhein-Westfalen“, sagte Verkehrsminister Michael Groschek. „Daraus erwächst die Verpflichtung, den RRX jetzt auch erfolgreich auf die Schiene zu bringen. Damit das gelingt, müssen wir die Menschen im Land mitnehmen und ihnen die Notwendigkeit des Projekts überzeugend vermitteln.“
 
Gut fürs Land und gut für die Menschen
 
Die im Auftrag des NRW-Verkehrsministeriums erstellte Nutzenstudie zum RRX liefert dafür gute Argumente. Für die Untersuchung hat das Fachbüro SCI Verkehr die Auswirkungen des RRX auf Nordrhein-Westfalen und seine Regionen analysiert. Die Ergebnisse zeigen die positiven Impulse des RRX für Mobilität, Wirtschaft, Umwelt und die Menschen im Land auf. Danach hebt das neue Premiumprodukt auf der Schiene nicht nur den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen auf eine neue Stufe, sondern stärkt durch die bessere Vernetzung von Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen auch den Wirtschaftsstandort insgesamt. Davon profitieren nicht zuletzt die rund 4,5 Millionen Erwerbstätigen, die jeden Tag über die Grenzen ihres Wohnortes hinaus pendeln. Sie erhalten mit dem RRX eine verlässliche Verbindung zum Arbeitsplatz. Das wird mehr Menschen zu einem Umstieg auf den umweltfreundlichen Schienenverkehr bewegen. Bis zu 24.000 Personenfahrten können von der Straße auf die Schiene verlagert werden, so die Studie - ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus ist der RRX insbesondere für die Bahnbranche (90.000 Beschäftigte in NRW) ein Jobmotor, denn er schafft und sichert Arbeitsplätze bei Verkehrsunternehmen, Herstellern und Zulieferern.
 
Das Schienenprojekt verbessert die Lebensqualität der Menschen in Nordrhein-Westfalen. Rund acht Millionen Einwohner leben in Städten mit RRX-Halt – das sind 45 Prozent der Bevölkerung im Land. Sie profitieren künftig vom schnelleren, komfortableren und zuverlässigeren Angebot auf der Schiene. Der niveaugleiche Ein- und Ausstieg sowie die Ausstattung der RRX-Züge verbessern insbesondere die Teilhabe für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Das betrifft in den Orten mit RRX-Halt rund 2,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger – Menschen im Rollstuhl genauso wie Fahrgäste mit großen Gepäckstücken oder Kinderwagen.
 
Umsetzung des RRX nimmt Fahrt auf
 
„Die Nutzenstudie ermöglicht erstmals einen umfassenden Blick auf die positiven Folgen und Anstoßeffekte des RRX. Sie zeigt: Der RRX ist ein Tempomacher für die Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen“, so der Minister. Die beteiligten Akteure werden die Umsetzung des Projekts in den kommenden Monaten weiter vorantreiben. Die Ausbaugesetze zum BVWP sollen Ende 2016/Anfang 2017 vom Bundestag beschlossen werden. Dann kann der Ausbau der Schienenwege starten. Ab Ende 2018 gehen sukzessive die neuen RRX-Züge auf die Strecke mit für die Fahrgäste spürbaren Verbesserungen beim Komfort. Nach dem Abschluss sämtlicher Infrastrukturmaßnahmen und dem Bau aller Fahrzeuge kann mit einem sukzessiven Hochlauf schließlich die vollständige Inbetriebnahme des RRX sichergestellt werden.
 
Die Kurzfassung der RRX-Nutzenstudie, Fotomaterial und vier Infografiken finden Sie als Anlage zu dieser Pressemitteilung auf www.mbwsv.nrw.de

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