Flugzeugbau: Neue Legierung senkt Kosten und CO2-Ausstoß

11. Juni 2010

Revolution im Flugzeugbau aus Nordrhein-Westfalen: Neuartige Legierung für Turbinenschaufeln senkt Kosten und CO2-Ausstoß

An der RWTH Aachen wurde eine neuartige Legierung für Turbinenschaufeln entwickelt, die eine Revolution im Flugzeugbau bedeuten könnte. Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium fördert das Projekt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Kosteneinsparungen durch geringeren Treibstoffverbrauch und damit einen ganz erheblich niedrigeren CO2-Ausstoß in der Luftfahrt verspricht eine neuentwickelte „intermetallische Legierung“ für Flugzeug-Turbinenschaufeln. Die Hersteller solcher Flugzeugantriebe zeigen bereits Interesse an dem neuen Werkstoff. Die Münchener MTU Aero Engines will die Verwendung in künftigen Turbinen-Generationen prüfen. Weitere Vermarktungschancen testen die Entwickler derzeit auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin (ILA noch bis 13. Juni 2010) mit mehr als 1.150 Ausstellern aus mehr als 40 Ländern.

Gamma-Titan-Aluminid heißt der neue Stoff, über den der Industrieticker, eine Information der NRW-Allianz „Pro Industrie und Nachhaltigkeit“, in seiner jüngsten Ausgabe berichtet. Die neuartige Legierung wurde bei „ACCESS“ an der RWTH Aachen entwickelt. Partner aus der Wirtschaft waren u. a. der Titan- und Aluminiumfeinguss-Spezialist TITAL aus Bestwig im Sauerland sowie der Hanauer Anlagenbauer ALD Vacuum Technologies, der das Projekt mit zwei Millionen Euro mitfinanzierte. Mit einer Förderung in Höhe von 2,8 Millionen Euro unterstützt das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium die Entwicklung des neuartigen Werkstoffs.

Das Ergebnis: Eine Legierung, die leichter und hitzebeständiger als herkömmliche Materialien sein soll. Das Entwicklungsteam unter Leitung von Robert Guntlin (ACCESS), Reinhard Walter (ALD) und Philipp Schack (TITAL) will jetzt auf einer gemeinsamen Plattform in Aachen Prototypen aus der neuen Legierung konstruieren.
Die neue Legierung hält Temperaturen von bis zu 850 Grad Celsius stand, üblich sind bisher 600 Grad. Das Ziel: energieeffizientere und umweltfreundlichere Flugzeuge.

Über die Allianz Pro Industrie und Nachhaltigkeit:
Die Allianz „Pro Industrie und Nachhaltigkeit“ ist ein Zusammenschluss von Gewerkschaften, Unternehmern, Branchenverbänden, der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen und der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung industrieller Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung vermitteln will (Düsseldorfer Erklärung zur Industriepolitik vom 10. Juni 2009)
Weitere Information und Bezug des Industrietickers unter:
www.allianz-pro-industrie-und-nachhaltigkeit.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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