Rede von Minister Andreas Krautscheid aus Anlass des Jahresempfangs für das Konsularcorps in Nordrhein-Westfalen

15. Januar 2009

Rede von Minister Andreas Krautscheid aus Anlass des Jahresempfangs für das Konsularcorps in Nordrhein-Westfalen

 

- Es gilt das gesprochene Wort -

 

Sehr geehrte Damen und Herren Generalkonsuln, Konsul und Honorarkonsuln,

zum Jahresempfang für das Konsularcorps in Nordrhein-Westfalen begrüße ich Sie sehr herzlich. Ich freue mich darüber, dass Sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt sind und schließe daraus, dass es richtig gewesen ist, Sie gleich zu Beginn des neuen Jahres in die Staatskanzlei einzuladen.

Viele Menschen in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt blicken mit Sorge auf das vor uns liegende Jahr. Dazu besteht durchaus Anlass.

Im Sommer des vergangenen Jahres noch schienen die Aussichten überwiegend rosig, ehe im Herbst die Finanzkrise über die Weltwirtschaft hereinbrach. Heute wissen wir, dass wir uns auf ein schwieriges Jahr 2009 einstellen und dafür Sorge tragen müssen, dass aus einer wirtschaftlichen Krise keine tiefe und anhaltende Rezession wird.

Seit etwa drei Wochen gilt unsere Sorge vor allem dem Nahen Osten. Wir alle hoffen auf ein möglichst rasches Ende der Gewalt und der Kampfhandlungen und darauf, dass dann vielleicht ein von allen Seiten ernst gemeinter Neuanfang für einen Friedensprozess möglich ist.

Aber es gibt auch Anlass zu Optimismus. Ich denke dabei an die USA, wo in nur 5 Tagen der neue Präsident Barack Obama in sein Amt eingeführt wird. Ich bin sicher, dass jeder hier im Raum darauf gespannt ist, wie es ihm und seiner Administration gelingen wird, die Euphorie und Aufbruchstimmung des Wahlsieges in die Praxis umzusetzen und zu beweisen: „Change is possible!“. Und wir alle hoffen sicher auch, dass von der neuen Administration segensreiche Impulse für die internationale Ordnung ausgehen werden – nicht zuletzt auch im Nahen Osten.

Hier in Deutschland gilt unsere Aufmerksamkeit darüber hinaus natürlich speziell dem so genannten „Superwahljahr“ mit dem Höhepunkt am 27. September bei den Bundestagswahlen.

Mit diesen Worten habe ich schon die zentralen Rahmenbedingungen der europäischen und internationalen Beziehungen unserer Landesregierung im Jahr 2009 beschrieben.

Als europäisch und international orientiertes und engagiertes Land wird Nordrhein-Westfalen die wichtigen Entwicklungen auf unserem Kontinent und unserem Globus auch in diesem Jahr aktiv begleiten und mit gestalten.

Wir werden das vor allem durch die Auslandsreisen von Herrn Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers tun. Über diese wird er gleich selber sprechen.

Zum Beispiel aber auch dadurch, dass wir in Europa gerade in Anbetracht der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise vor allem die Beziehungen zu unseren Nachbarstaaten im Benelux-Raum weiter ausbauen werden. Denn im Zusammenwachsen zu einer gemeinsamen Region liegt für uns eine große Chance.

Aus dem gleichen Grunde auch dadurch, dass wir den am 7. Juni bevorstehenden siebten Direktwahlen zum Europäischen Parlament eine große Aufmerksamkeit schenken und die Bürgerinnen und Bürger zur Wahl ermutigen wollen. So wollen wir u. a. am 9. Mai in Düsseldorf, zwischen Staatskanzlei und Landtag, ein Europafest mit ihnen feiern. Sie und Ihre Heimatländer lade ich schon heute ein, dabei zu sein und der Festgemeinde einen Eindruck von der kulturellen und kulinarischen Vielfalt Europas zu vermitteln. Denn wir brauchen ein starkes, handlungsfähiges und von den Menschen getragenes Europa mehr denn je.

Oder dadurch, dass wir unser Frankreich-Nordrhein-Westfalen-Jahr zu einem erfolgreichen und in die Zukunft weisenden Abschluss bringen werden.

Unsere internationale Zusammenarbeit findet aber zu einem sehr guten Teil auch in Nordrhein-Westfalen statt.

Von hier aus pflegt die Landesregierung ihre europäische Zusammenarbeit und ihre internationalen Beziehungen. Hier legen wir die Grundlagen für die europäische und internationale Vernetzung des Landes und für die internationale und interkulturelle Kompetenz seiner Menschen.

Durch die Stärkung des Erlernens von Fremdsprachen in den Schulen.

Durch die internationale Vernetzung und Ausrichtung der Hochschulen.

Durch die Internationalität und Interkulturalität unserer Kulturlandschaft; wir freuen uns hier natürlich schon besonders auf das Programm der Ruhr 2010.

Und durch die Weltoffenheit und Toleranz der Menschen.

Von hier aus bemühen wir uns auch darum, die Bundesstadt Bonn als Standort internationaler Einrichtungen zu unterstützen.

Und vor allem: Von Düsseldorf aus pflegen wir die Beziehungen zu den ausländischen Konsulaten und Repräsentanzen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

Der Landesregierung liegt sehr viel daran, dass Sie sich als konsularische Vertreterinnen und Vertreter in Nordrhein-Westfalen wohl fühlen.

Es ist uns sehr wichtig, dass die Standorte der Konsulate erhalten bleiben und wo immer möglich ausgebaut werden.

Und es liegt uns sehr viel daran, dass hoffentlich weitere Konsulate hinzukommen.

Mir ist bewusst, dass diese Wünsche nicht immer erfüllt werden können in Zeiten, in denen aus Gründen der finanziellen Konsolidierung Eingriffe in das Netzwerk der Auslandsvertretungen nicht immer vermieden werden können. Gerade deshalb möchte ich und möchte die gesamte Landesregierung Ihnen ganz persönlich anbieten, Sie wo immer möglich bei Ihrem Bemühen um die Qualität und die Sicherung der Standorte Ihrer Konsulate nach besten Kräften zu unterstützen.

Zögern Sie nicht, uns persönlich anzusprechen, wenn Sie die Hilfe der Landesregierung brauchen. Ich verspreche Ihnen, dass wir uns um Sie kümmern werden.

An guten Gründen, in Nordrhein-Westfalen präsent zu sein, fehlt es wahrlich nicht. Das wissen Sie, meine Damen und Herren, ebenso gut wie ich. Meine Bitte an Sie ist daher: Berichten Sie denen darüber, die Nordrhein-Westfalen vielleicht noch nicht so gut kennen. Laden Sie sie nach Nordrhein-Westfalen ein, um unser Land kennen zu lernen.

Als Landesregierung möchten wir auch dazu beitragen, dass die Konsulate untereinander gute Kontakte halten. Diesem Ziel dienen auch Ihre Besuche in Brüssel und in Berlin und hier im Land.

An diese Tradition möchte ich im Jahr 2009 gern anknüpfen. Ich möchte Sie zu einem Ausflug einladen, der dem Besuch eines interessanten Projekts in Nordrhein-Westfalen dient. Er soll Ihnen die Vielfalt des Landes vermitteln und deshalb außerhalb von Düsseldorf stattfinden. Über den Termin und die Einzelheiten werde ich Sie rechtzeitig informieren.

Ehe ich jetzt das Wort an Herrn Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers weitergebe, wünsche ich Ihnen viel Gutes und viel Erfolg für das Jahr 2009. Nicht nur im dienstlichen, sondern Ihnen und Ihren Familien auch im privaten Leben.

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