Psychiatrie-Abteilung in Vollzugsklinik Fröndenberg: Viele Häftlinge psychisch krank

8. April 2010

Psychiatrie-Abteilung in Vollzugsklinik Fröndenberg: Bettenkapazität verdoppelt - Ministerin: Viele Häftlinge psychisch krank

Die Bettenkapazität der psychiatrischen Abteilung im Justizvollzugskrankenhaus (JVK) Fröndenberg ist verdoppelt worden. Statt bislang 30 könnten nun bis zu 60 Strafgefangene mit schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen innerhalb des Vollzuges stationär behandelt werden, sagte Justizministerin Müller-Piepenkötter.

Das Justizministerium teilt mit:

Die Bettenkapazität der psychiatrischen Abteilung im Justizvollzugskrankenhaus (JVK) Fröndenberg ist verdoppelt worden. Statt bislang 30 könnten nun bis zu 60 Strafgefangene mit schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen innerhalb des Vollzuges stationär behandelt werden, sagte Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter heute (8. April 2010) in Fröndenberg.

„Die Zahl verhaltensauffälliger Inhaftierter mit schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen ist hoch“, erklärte die Ministerin. „Bei zahlreichen Drogenabhängigen werden - neben der Grundkrankheit - mit dem Rauschgiftkonsum zusammenhängende Psychosen festgestellt. Dies ist auch Folge des bei jungen Menschen sehr verbreiteten Konsums von synthetischen Drogen und von Cannabis, der teilweise immer noch verharmlost und bagatellisiert wird.“

Bereits im Frühjahr 2006 sei deshalb in Fröndenberg eine psychiatrische Station mit zunächst 30 Betten eingerichtet worden. Bereits damit sei es möglich gewesen, psychische Erkrankungen Gefangener deutlich besser zu behandeln. Doch habe sich die Zahl der vorhandenen Plätze nicht als ausreichend erwiesen. Durch die Eröffnung einer zweiten psychiatrischen Station sei die Bettenkapazität verdoppelt worden.

„Die hohe fachliche Qualität der Diagnostik und Behandlung wird durch Kooperation mit einem externen Fachkrankenhaus sichergestellt“, so die Ministerin. „Das ärztliche Personal und der überwiegende Teil der Pflegekräfte werden von der Hans-Prinzhorn-Klinik in Hemer gestellt, die vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe betrieben wird.“ Die Erweiterung der psychiatrischen Abteilung ist nach den Worten der Ministerin der erste Schritt zur notwendigen Restrukturierung des Justizvollzugskrankenhauses. Kooperationsvereinbarungen würden neben der Psychiatrie auch in anderen medizinischen Bereichen angestrebt. Das JVK werde dadurch weiter in der Lage sein, den Inhaftierten eine moderne und effiziente medizinische Versorgung zu bieten.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792 255 oder -464.

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