60-Millionen-Investition stärkt Wettbewerbsfähigkeit der Chemiestandorte

25. Mai 2009

Propylen-Pipeline im Ruhrgebiet in Betrieb genommen / 60-Millionen-Investition stärkt Wettbewerbsfähigkeit der Chemiestandorte Ministerin Christa Thoben: Vorbildliches PPP-Projekt sichert tausende Jobs in den Betrieben zwischen Marl und Moers

Nach rund 20 Monaten Bauzeit ist heute in Duisburg die Propylen-Pipeline feierlich in Betrieb genommen worden. „Durch diesen industriepolitischen Brückenschlag erhalten die Chemie­standorte im Ruhrgebiet vergleichbare Produktionsbedingungen wie die Konkurrenten an der Küste“, erklärte Wirt­schaftsministerin Christa Thoben.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Nach rund 20 Monaten Bauzeit ist heute in Duisburg die Propylen-Pipeline feierlich in Betrieb genommen worden. Die Pipeline verbindet auf einer Gesamtlänge von 60 Kilometern die Chemiestandorte im westlichen und nördlichen Ruhrgebiet und gewährleistet die Versorgung der Betriebe der chemischen und petrochemischen Industrie in Marl, Gelsenkirchen, Oberhausen, Duisburg und Moers auf langfristiger Basis mit diesem chemischen Zwischenprodukt. Im Duisburger Hafen wurden zeitgleich die notwendigen logistischen Voraussetzungen geschaffen, um das importierte Propylen vom Schiff in die Pipeline zu pumpen.

„Durch diesen industriepolitischen Brückenschlag erhalten die Chemiestandorte im Ruhrgebiet vergleichbare Produktionsbedingungen wie die Konkurrenten an der Küste. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in der Metropole Ruhr gestärkt und langfristig ge­sichert und damit auch die Jobs für tausende von Beschäftigten in den Betrieben zwischen Moers und Marl. Außerdem besteht so die Chance, weitere Betriebe entlang der Pipeline anzusiedeln“, das erklärte Wirt­schaftsministerin Christa Thoben heute (25. Mai 2009) anlässlich der fei­erlichen Inbetriebnahme des Projekts in Duisburg.

Die Gesamtkosten für die Propylen-Pipeline betragen rund 60 Millionen Euro. Die Kosten teilen sich die beteiligten Chemieunternehmen (knapp 40 Millionen Euro) und das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Europäische Kommission (20,4 Millionen Euro).

„Die Maßnahme ist in jeder Hinsicht ein beispielhaftes Public Private Partnership-Projekt, das Nachahmer finden sollte“, so Ministerin Thoben. „Öffentliche Hand und Privatwirtschaft haben sich bei diesem Projekt in vorbildlicher Weise zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Infrastrukturprojekt von zentraler Bedeutung zu realisieren“

Neben der Versorgungssicherheit der chemischen Industrie habe der Landesregierung insbesondere auch die Entwicklung des Hafenstand­ortes Duisburg am Herzen gelegen. Von Beginn sei klar gewesen, dass sich die Pipeline günstig auf die Entwicklung dieses bedeutenden Bin­nenhafens auswirken würde, so die Ministerin. Von den 60 Millionen Euro des Gesamtinvestments „Propylen-Pipeline“ entfallen rd. 15 Millionen Euro auf die Hafeninfrastruktur wie Tanks und Entladekapa­zitäten.

Nach dem Bau liegt nun auch der Betrieb der Pipeline in der Hand der PRG Propylenpipeline Ruhr GmbH & Co. KG, die hierzu von den beteiligten Chemie-Unternehmen gegründet wurde. Michael E. Dörnemann, Geschäftsführer der PRG Propylenpipeline Ruhr GmbH & Co. KG und der Aufsichtsratsvorsitzende Jan van den Berg freuten sich heute über die reibungslose, erfolgreiche Umsetzung des Projektes: „Die vier Che­mieunternehmen Sasol, Oxea, Westgas und Sabic haben einen wichti­gen Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur geleistet und so die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Ruhrgebiet gestärkt.“

„Besonders begrüßenswert ist aus Sicht der Landesregierung, dass die Pipeline nicht allein dem Gesellschafterkreis der PRG vorbehalten bleibt, sondern nach dem sogenannten „common-carrier-Prinzip“ auch anderen Unternehmen, die die Leitung erst in Zukunft nutzen wollen, zur Verfügung steht,“ so noch einmal Wirtschaftsministerin Christa Thoben. Außerdem bestehe die Chance für eine zukünftige Verlängerung in den Kölner Raum, wo sowohl Propylen-Produzenten wie auch Konsumenten  ihre Betriebe haben.

Propylen ist Ausgangspunkt für zahlreiche auf Kunststoffbasis entwi­ckelte Produkte. Es wird für vielfältige Zwecke in der Automobilindustrie (Stoßfänger, Armaturen, Teppiche, Dieseladditive) verwendet, außerdem für die Herstellung von CD`s, Brillen, Schaumstoffen, Isoliermaterial, Sicherheitsglas, Haushaltsbehälter, Verpackungs- und Klebematerialien, Schmiermittel, Farben und Lacke sowie Kunstfasern im Bereich der Haushalts-, Möbel- und Bekleidungsindustrie.

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