Prognos-Studie: Frühe Förderung verhindert hohe Sozialausgaben

24. März 2011

Prognos-Studie: Frühe Förderung verhindert hohe Sozialausgaben / „Wir dürfen kein Kind mehr zurücklassen.“

Die Förderung von Familien und Kindern ist zentrales Ziel der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung setzt daher auf eine gezielte, vorbeugende Politik, die die Chancengerechtigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes verbessert und gleichzeitig zur Entlastung der öffentlichen Haushalte von "sozialen Folgekosten" führt.

Die Förderung von Familien und Kindern ist zentrales Ziel der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung setzt daher auf eine gezielte, vorbeugende Politik, die die Chancengerechtigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes verbessert und gleichzeitig zur Entlastung der öffentlichen Haushalte von "sozialen Folgekosten" führt. Die Unternehmensberatung Prognos hat in einem ersten Schritt untersucht, welche sozialen Folgekosten in unterschiedlichen Bereichen in Nordrhein-Westfalen anfallen und welche Investitionen in Bildung und Betreuung notwendig sind.

Danach belaufen sich die Reparaturkosten mangelhafter Sozialpolitik und die dadurch verursachten Steuerausfälle auf insgesamt fast 24 Milliarden Euro im Jahr. Kurzfristig könnten jedoch durch Vorbeugung bereits rund 2,5 Mrd. Euro in der Jugendbilanz (bis zu 25 Jahren) eingespart werden. So entstanden 2009 allein im Bereich der stationären Jugendhilfe Folgekosten in Höhe von 1,15 Mrd. Euro bei knapp 45.000 betroffenen Kindern. In der altersunabhängigen Gesamtbilanz liegt das mittel- bis langfristige Einsparpotential bei entsprechenden Investitionen sogar bei knapp 8 Mrd. Euro pro Jahr.

Jedes Jahr verliert Nordrhein-Westfalen zudem mehr als 15 Mrd. Euro an Steuereinnahmen durch unzureichende Bildungsabschlüsse. Etwa 1,4 Mio. Erwerbstätige in NRW hatten im Jahr 2009 keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sieht sich durch die Prognos-Untersuchung in ihrem Ansatz einer vorbeugenden Politik bestätigt. „Der Grundsatz, Vorsorge ist besser als Nachsorge, ist richtig und muss dringend in praktische Politik umgesetzt werden“, sagte die Ministerpräsidentin. So spart das Land teure Reparaturkosten, die Ausgaben sinken, und gleichzeitig steigen die Wirtschaftskraft und damit die Einnahmen. Mit den vorgesehenen Investitionen von 1,1 Milliarden Euro mehr für Kinder, Bildung und Vorbeugung geht die Landesregierung wichtige Schritte in diese Richtung. Das Ziel lautet: „Wir dürfen kein Kind mehr zurücklassen.“

Ausführliche Informationen:

Gutachten "Soziale Prävention"

Ergänzende Auswertungen "Soziale Prävention"
Präsentation "Soziale Folgekosten"
Factsheet "Soziale Folgekosten"

Statement von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zum Prognos-Gutachten

Vorstellung des Prognos-Gutachtens

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