Minister Remmel: Der Flächenverbrauch ist zu hoch, wir brauchen mehr Platz für Natur, Erholung und Landwirtschaft

14. Juni 2011

Pro Tag werden mehr als elf Hektar Landes­fläche bebaut – Minister Remmel: Der Flächenverbrauch ist zu hoch, wir brauchen mehr Platz für Natur, Erholung und Landwirtschaft

Im Jahr 2010 sind jeden Tag 11,5 Hektar Landesfläche mit Straßen oder für Siedlungen bebaut worden. Das geht aus Daten des Statistischen Landesamtes hervor, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz ausgewertet hat.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Im Jahr 2010 sind jeden Tag 11,5 Hektar Landesfläche mit Straßen oder für Siedlungen bebaut worden. Das geht aus Daten des Statistischen Landesamtes (IT.NRW) hervor, die das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ausgewertet hat. „Der Flächenverbrauch ist nach wie vor zu hoch. Wir verlieren täglich Platz für Natur, Erholung und Landwirtschaft. Das ist ein dauerhafter Verlust für die Menschen in Nordrhein-Westfalen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. Der Anteil der für den Siedlungs- und Verkehrswegebau genutzten Flächen liegt bei mehr als einem Fünftel (22,4 Prozent) der gesamten Landesfläche. Das sind 7.653 Quadratkilometer und entspricht damit mehr als der Fläche des Regierungsbezirkes Köln. Etwa 50 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind vollständig versiegelt.

Nach den Auswertungen des LANUV hat sich der Flächenverbrauch in Nordrhein-Westfalen nach 9,2 Hektar im Jahr 2009 wieder auf 11,5 Hektar pro Tag im Jahr 2010 erhöht. Die Zunahme der für den Siedlungsbau benötigten Flächen hat mit 8,7 Hektar pro Tag fast wieder den hohen Wert der Jahre 2007 und 2008 erreicht. Seit 1996 wurden insgesamt 909 Quadratkilometer fruchtbare Acker- und Weideflächen auf wertvollen Böden für andere Flächennutzungen in Anspruch genommen. „Diesen Verlust können wir uns angesichts des wachsenden Bedarfs an regionalen Lebensmitteln und des zunehmenden Energiebedarfs aus nachwachsenden Rohstoffen nicht mehr leisten“, so Remmel.

„Wir brauchen ein neues Bewusstsein für den Wert der Natur in unserer Umgebung. Fläche ist ein nicht vermehrbares Gut, der schonende Umgang eine Verpflichtung gegenüber den nachkommenden Generationen. Wir müssen die Stadtzentren für das Wohnen attraktiver machen – auch für ältere Menschen –, unser Straßennetz modernisieren, statt es auszubauen, und brachliegende Gewerbeflächen sanieren, damit sich Industrie und Gewerbe neu ansiedeln kann“, sagte Remmel. Im Koalitionsvertrag wurde das Ziel festgelegt, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2020 auf fünf Hektar pro Tag zu senken und längerfristig einen Netto-Null-Flächenverbrauch zu erreichen. Zur Reduzierung des Flächenverbrauchs erarbeitet die „Allianz für die Fläche“ Maßnahmen und Programme. Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern des Ministeriums, der Wirtschaft, der kommunalen Spitzenverbänden sowie der Landwirtschaftskammer. Instrumente der Landes- und Regionalplanung sollen weiterentwickelt sowie der Wiedernutzung ehemaliger Brach- und Altlastenflächen Vorrang gegeben werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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