Minister Pinkwart sieht Auftakt zu einer neuen Stipendienkultur

4. August 2009

Privater Finanzierungsanteil für 1200 Stipendien steht: Pinkwart sieht Auftakt zu einer neuen Stipendienkultur / Innovationsministerium erhöht wegen großer Resonanz Kontingent auf 1400

Die Premiere für das nordrhein-westfälische Stipendiensystem scheint ein Erfolg zu werden. Weil die ursprünglich 1200 vorgesehenen Stipendien bereits weit vor Semesterstart komplett ausgebucht sind, stellt das Innovationsministerium 200 weitere Stipendien für das kommende Wintersemester zur Verfügung. „Die Resonanz ist so groß, dass wir guter Hoffnung sind, mit unserem Modell den entscheidenden Anstoß für eine neue Stipendienkultur in Deutschland geben zu können“, sagte Innovationsminister Andreas Pinkwart.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie teilt mit:

Die Premiere für das nordrhein-westfälische Stipendiensystem scheint ein Erfolg zu werden. Weil die ursprünglich 1200 vorgesehenen Stipendien bereits weit vor Semesterstart komplett ausgebucht sind, stellt das Innovationsministerium 200 weitere Stipendien für das kommende Wintersemester zur Verfügung. „Die Resonanz der Hochschulen und der privaten Geldgeber ist so groß, dass wir guter Hoffnung sind, mit unserem Modell den entscheidenden Anstoß für eine neue Stipendienkultur in Deutschland geben zu können“, sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart.

Zum Wintersemester nehmen 33 der 36 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen am Stipendienprogramm teil. Die private Teilfinanzierung der 1200 Stipendien kommt zu 43 Prozent von Stiftungen und Vereinen, zu 38 Prozent von Unternehmen, zu 17,5 Prozent von Einzelpersonen und zu 1,5 Prozent von Banken und Sparkassen. Insgesamt engagieren sich fast 250 private Spender im kommenden Wintersemester. Die Zahl dürfte noch weiter steigen, wenn die private Kofinanzierung für die zusätzlichen 200 Stipendien unter Dach und Fach ist, womit Ende August zu rechnen ist.

Die meisten Stipendien, nämlich 38 Prozent, sind nicht gebunden an bestimmte Fachbereiche oder Studiengänge. 27 Prozent der Stipendien sind gebunden an die Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften; 21 Prozent an die Ingenieurwissenschaften, 8 Prozent an Mathematik und Naturwissenschaften, 5 Prozent an Medizin.

Das bislang größte Kontingent bietet im Wintersemester die Universität Duisburg-Essen an, die 130 Stipendien eingeworben hat. Es folgen die Universität Köln und die RWTH Aachen mit jeweils 103. Bei den Fachhochschulen ist die FH Köln mit 51 Stipendien größter Anbieter vor der FH Niederrhein mit 38. Auch die drei neuen Fachhochschulen, die im kommenden Wintersemester erst den Studienbetrieb aufnehmen, beteiligen sich am Stipendienprogramm.

Als Schlüssel für den Erfolg des NRW-Stipendiensystems bezeichnete Pinkwart, „dass wir auf private Finanzierung in dezentraler Verantwortung setzen. Die privaten Geldgeber zahlen eben nicht in einen anonymen Fonds ein, der dann durch den Staat mit hohem bürokratischem Aufwand verteilt wird. In unserem Modell gehen die privaten Spender den direkten Weg: Sie unterstützen unmittelbar diejenige Hochschule, der sie sich verbunden fühlen.“

Das nordrhein-westfälische Stipendiensystem

Mit 300 Euro monatlich werden die begabtesten Studierenden unabhängig vom Einkommen der Eltern gefördert. Die Hälfte eines jeden Stipendiums werben die Hochschulen bei privaten Förderern ein, das Land gibt die andere Hälfte dazu. Ausgewählt werden die Stipendiaten nach Begabung und Leistung durch die Hochschulen, die gemeinsam mit den privaten Geldgebern die Details der Förderung gestalten. Studierende, die an einem Stipendium interessiert sind, bewerben sich direkt an ihrer Hochschule. Die Hochschulen arbeiten derzeit daran, die Vergabekriterien aufzustellen. Das Stipendienprogramm soll in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut werden.

Ziel Nordrhein-Westfalens ist es, das NRW-Modell bundesweit zu etablieren. Mit der Unterstützung des Bundes, die nach dem Vorschlag Nordrhein-Westfalens analog zur Bafög-Finanzierung 65 Prozent der staatlichen Mittel ausmachen soll, könnte die Anzahl der jährlich zu vergebenen Stipendien verdreifacht werden. Innerhalb von vier Jahren könnte so jeder zehnte Studierende in der Regelstudienzeit ein Stipendium erhalten.

Mehr Details finden Sie unter www.innovation.nrw.de.

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