Preise für Immobilien steigen weiter

2. August 2016

Preise für Immobilien steigen weiter

Kommunalminister Jäger stellt den Grundstücksmarktbericht 2016 für NRW vor

Die Nachfrage an Immobilien in Nordrhein-Westfalen ist ungebrochen: Der Markt reagiert darauf mit steigenden Preisen.

 
Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Die Nachfrage an Immobilien in Nordrhein-Westfalen ist ungebrochen: Der Markt reagiert darauf mit steigenden Preisen. „Das Interesse an den eignen vier Wänden ist immer noch hoch. Und NRW ist attraktiv“, sagte Kommunalminister Ralf Jäger anlässlich der Vorlage des Grundstücksmarktberichtes 2016 durch den Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte. Dem aktuellen Grundstücksmarktbericht liegen alle Grundstücksgeschäfte des vergangenen Jahres zugrunde. Der Grundstücksmarkt war im Jahr 2015 zwar durch rückläufige Umsatzzahlen gekennzeichnet. Dennoch sind weiterhin Preissteigerungen zu beobachten.

Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichneten im Jahr 2015 in Nordrhein-Westfalen einen Preiszuwachs von durchschnittlich vier Prozent. Spitzenreiter mit einem Preisanstieg von sechs Prozent sind das Sauer- und Siegerland. Durchschnittlich sind die Preise für Wohnungseigentum ebenfalls um vier Prozent gestiegen. Auch hier zeigen sich regionale Unterschiede. Den höchsten Anstieg gab es im Münsterland und in Ostwestfalen-Lippe. Hier legten die Preise jeweils um sechs Prozent zu. Unbebaute Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser sind landesweit erneut teurer geworden. Hier lag der Preisanstieg bei zwei Prozent.

Im Jahr 2015 wurden landesweit 47.332 (minus sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr) Ein- und Zweifamilienhäuser für insgesamt 10,74 Milliarden Euro (minus drei Prozent) verkauft. Über Wohnungseigentum wurden 51.728 (minus sieben Prozent) Kaufverträge mit einem Umsatz von 7,66 Milliarden Euro (minus vier Prozent) geschlossen. Auch bei den anderen Teilmärkten ist zu erkennen, dass es weniger Verkäufe im Berichtsjahr gegeben hat. Bei den Gewerbe- und Industrieobjekten wurden im Vergleich zum Vorjahr neun Prozent weniger Objekte verkauft bei einem Umsatzplus von 14 Prozent. Im Bereich der landwirtschaftlichen Flächen gab es einen Rückgang von 18 Prozent. Im Jahr 2014 gab es noch 4.140 Verkäufe und im Jahr 2015 waren es 3.396. Der Geldumsatz nahm dabei um 14 Prozent ab.

Spitzenreiter bei den Baulandpreisen in mittleren Wohnlagen ist die Landeshauptstadt Düsseldorf mit 620 Euro pro Quadratmeter (€/m²). Bodenpreise von mehr als 300 €/m² werden in Köln (480 €/m²), Münster (400 €/m²), Bonn (390 €/m²), Bergisch Gladbach (360 €/m²) und Essen (310 €/m²) sowie in einigen Gemeinden im Einzugsbereich von Düsseldorf (Ratingen: 400 €/m², Hilden: 400 €/m², Langenfeld/Rheinland: 390 €/m², Meerbusch: 370 €/m², Neuss: 360 €/m², Haan: 325 €/m² und Monheim am Rhein: 310 €/m²) erzielt. Bei guten Wohnlagen rangiert Köln mit 1.200 €/m² vor Düsseldorf mit 1.000 €/m² gefolgt von Münster mit 620 €/m² und Aachen mit 500 €/m². Selbst in einfachen Lagen belegt Düsseldorf mit 480 €/m² einen Spitzenplatz. Dagegen kann in einzelnen rein ländlich strukturierten Gegenden, wie beispielsweise in der Eifel oder in Ostwestfalen, der Quadratmeter erschlossenes Bauland in mittleren Wohnlagen für einen Preis von unter 50 €/m² erworben werden.

Grundstücke sind in der Region Düsseldorf am teuersten. Dort kostet der Quadratmeter Bauland im Schnitt 319 Euro. In der Bergisch/Märkischen Städteregion und im Ruhrgebiet liegen die Baulandpreise mit 199 €/m² und 197 €/m² auf nahezu identischem Niveau. Etwas günstiger sind die Grundstücke in der Region Bonn mit 192 €/m² gefolgt von der Region Köln mit 184 €/m² sowie der Region Niederrhein mit 159 €/m². Im Münsterland können die Grundstücke mit 132 €/m², in der Eifel mit 107 €/m², in Ostwestfalen-Lippe mit 101 €/m² und im Sauer- und Siegerland mit 89 €/m² deutlich preiswerter erworben werden.

Auch beim Wohnungseigentum (Erstverkauf) ist Düsseldorf wieder am teuersten. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet dort in mittlerer Lage 4.308 Euro. An zweiter und dritter Stelle stehen Köln mit 3.760 Euro pro Quadratmeter und Hilden mit 3.520 Euro pro Quadratmeter.

Für Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften werden bei einem Erstbezug in den Regionen Düsseldorf durchschnittlich 427.000 Euro und in Köln 379.000 Euro gezahlt. In den übrigen Regionen werden im Mittel die folgenden Preise ausgehandelt: Region Bonn 337.000 Euro, Bergisch/Märkische Städteregion 320.000 Euro, Ruhrgebiet 291.000 Euro, Region Eifel/Rur 290.000 Euro, Niederrhein 280.000 Euro, Münsterland 256.000 Euro und Ostwestfalen-Lippe 248.000 Euro. Erstbezugsfertige Reihenmittelhäuser sind in der Regel etwas preisgünstiger. Sie kosten in der Region Köln durchschnittlich 373.000 Euro und in der Region Düsseldorf 372.000 Euro.

Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt. Berichtszeitraum ist das jeweilige Vorjahr.

Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert umfassend und aktuell auf ca. 140 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in Nordrhein-Westfalen und enthält Übersichten über die von den örtlichen Gutachterausschüssen ermittelten Liegenschaftszinssätze und Bodenpreisindexreihen. Der Grundstücksmarktbericht NRW enthält wertvolle Informationen für Bewertungssachverständige aus Wirtschaft und Verwaltung und nicht zuletzt für alle Bürger, die sich mit der Finanzierung und dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien beschäftigen.

Der Grundstücksmarktbericht NRW 2016 kann als PDF im Internet unter der Adresse www.boris.nrw.de kostenlos heruntergeladen werden.

Herausgeber:
Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte
im Land Nordrhein-Westfalen
Postfach 30 08 65
40408 Düsseldorf
Telefon: 0211/475 2626
Telefax: 0211/475 2900
E-Mail: oga@brd.nrw.de

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