Praktische Hilfe für den Mittelstand – Energie­konzepte in Brüssel vorgestellt

19. Januar 2009

Praktische Hilfe für den Mittelstand – wenn Branchen gemeinsam Energie sparen / Nordrhein-westfälisches Branchenenergie­konzepte in Brüssel vorgestellt

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „NRW: Ideen und Innovationen“ präsentierte das Wirttschaftsministerium in der Brüsseler Landesvertretung das nordrhein-westfälische Konzept der Branchenenergiekonzepte. Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben erläuterte die "praktische Hilfe für viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen“.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „NRW: Ideen und Innovationen“ präsentierte das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie heute (19. Januar 2009) in der Brüsseler Landesvertretung das nordrhein-westfälische Konzept der Branchenenergiekonzepte einem europäischen Publikum. „Energie-Gewinnung und Energie-Nutzung wirken sich fördernd oder hemmend auf ganze Volkswirtschaften aus. Es ist deshalb dem Wohl Nordrhein-Westfalens, seiner Menschen und ihrer europäischen Freunde dienlich, sich frühzeitig auf Fragen der zeitgemäßen Energieversorgung kluge Antworten zu überlegen. Um die hei­mischen und europäischen Unternehmen von diesem Druck zu entlasten und bei der Erschließung wirtschaftlicher Effizienz-Potentiale zu un­terstützen, sind Branchenenergiekonzepte eine praktische Hilfe für viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen“, erklärte die nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Energieministerin Christa Thoben in Brüssel.

Energiekosten machen – vor allem im produzierenden Gewerbe – einen nicht unerheblichen Teil der Kostenbelastung aus. Traditionell sind die fünf energieintensivsten Branchen (Metallerzeuger, Nahrungsmittelin­dustrie, Chemische Industrie, Papierindustrie, Baustoffe- und Glasin­dustrie) stark in Nordrhein-Westfalen konzentriert. Notwendig sei daher die Erhöhung der Energieeffizienz, so die Ministerin. Thoben: „Die Grundidee, die hinter den Branchenenergiekonzepten steckt, ist von bestechender Einfachheit: Kleine und mittlere Unternehmen einer Bran­che haben in der Regel identische energetische Schwachstellen.“ Diese Schwachstellen werden in den Branchenenergiekonzepten inklusive praktischer Lösungsvorschläge vorgestellt.

„Branchenenergiekonzepte sind in komprimierter und übersichtlicher Form eine Orientierungshilfe mit Leitfaden-Charakter. Dabei kann es sich bei den Vorschlägen zur Problemlösung einerseits um einfache und schnell umsetzbare organisatorische oder technische Maßnahmen han­deln. Es kann aber auch der erste Schritt zu einer umfassenden betrieb­lichen Modernisierung sein. Beispiele für geringinvestive Maßnahmen wären Abwärme- und Restwassernutzung bei Maschinen oder die Iso­lierung von Anlagenteilen“, vertiefte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

Behandelt werden in den Konzepten zum einen die Querschnittstech­nologien, unter anderem Druckluftnutzung, Beleuchtung, Heizwärmeer­zeugung oder Hallenheizsysteme. Zum anderen werden in den Kon­zepten branchentypische Probleme genau unter die Lupe genommen. Dr. Werner Rixen von Kanzan Spezialpapiere aus Düren berichtete bei­spielsweise über die Praxiserfahrungen mit dem Energiekonzept für die Papierbranche. In Papierfabriken spielt thermische Energie bei der Trocknung von Papier eine bedeutende Rolle, der Energieanteil an den Gesamtkosten beträgt nach Angaben des Verbandes Deutscher Pa­pierfabriken 10,9 Prozent.

Nach Erfahrungen der EnergieAgentur.NRW lassen sich in nahezu je­dem Unternehmen – in Abhängigkeit von Branche und Größe – Ein­sparpotentiale zwischen vier und 30 Prozent finden. Im Bereich der Industrie bieten sich vor allem bei Pumpen, Druckluft-, Hydraulik- und Antriebssystemen große Potentiale zur Effizienzsteigerung. Hüttenhöl­scher: „Unter Umständen kann sich die Investition in neue Druckluftkompressoren in weniger als zwei Jahren amortisieren, allein durch verminderte Wartungskosten.“

Mit den Branchenenergiekonzepten hat Nordrhein-Westfalen bereits seit einigen Jahren ein bewährtes Instrument in der Hand, mit dem sich Un­ternehmen energieintensiver Branchen mit vergleichsweise geringem Aufwand eine grundlegende Orientierung und erste Kostenentlastungen durch Effizienzsteigerung mit gering investiven Maßnahmen verschaffen können. Energiekonzepten wurden bislang für folgende Branchen er­stellt: Papierindustrie, Recyclingunternehmen, Alten- und Pflegeheime, Nahrungsmittelindustrie, Kunststoffverarbeitende Industrie, Textilindust­rie, Gartenbauindustrie, Holzverarbeitende Unternehmen, Krankenhäu­ser, Metallverarbeitende Unternehmen. Sie können über die Energie­Agentur.NRW bezogen werden.

Weitere Informationen: www.EnergieAgentur.NRW.de und www.nrw-spart-energie.de

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