Präventionsprojekt „klarkommen!“ schafft Sicherheit und fördert Integration

22. September 2014

Präventionsprojekt „klarkommen!“ schafft Sicherheit und fördert Integration

Mehr Hilfe und mehr Integration – das sind die Eckpfeiler des Präventionsprojektes, das Innenminister Ralf Jäger in Köln gestartet hat. Die NRW-Initiative trägt den Titel „klarkommen!“ und wendet sich vor allem an junge nordafrikanische Flüchtlinge, die ohne Familie in Deutschland angekommen sind. Einige von ihnen sind der Polizei durch Taschendiebstähle und Trickbetrügereien aufgefallen. Sie haben in den zurückliegenden Wochen als sogenannte „Antänzer“ für Schlagzeilen gesorgt. Sie lenken Passanten geschickt ab und bestehlen sie. „Wir wollen diese Jugendlichen vor einem weiteren Abrutschen in die Kriminalität bewahren und helfen ihnen deshalb, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren“, verspricht Innenminister Jäger. Umgesetzt wird das Projekt vor Ort. Kompetente Sozialarbeiter leisten konkrete Hilfe – individuell und unbürokratisch.

Innenminister Jäger: Gezielte Hilfe für Jugendliche in Köln

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Mehr Hilfe und mehr Integration – das sind die Eckpfeiler des Präventionsprojektes, das Innenminister Ralf Jäger in Köln gestartet hat. Die NRW-Initiative trägt den Titel „klarkommen!“ und wendet sich vor allem an junge nordafrikanische Flüchtlinge, die ohne Familie in Deutschland angekommen sind. Einige von ihnen sind der Polizei durch Taschendiebstähle und Trickbetrügereien aufgefallen. Sie haben in den zurückliegenden Wochen als sogenannte „Antänzer“ für Schlagzeilen gesorgt. Sie lenken Passanten geschickt ab und bestehlen sie. „Wir wollen diese Jugendlichen vor einem weiteren Abrutschen in die Kriminalität bewahren und helfen ihnen deshalb, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren“, verspricht Innenminister Jäger. Umgesetzt wird das Projekt vor Ort. Kompetente Sozialarbeiter leisten konkrete Hilfe – individuell und unbürokratisch.

Die Initiative „klarkommen!“ begegnet dem Kölner Problem, dass Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungshintergrund vermehrt Straftaten begehen. „Die Taten verunsichern die Menschen und sorgen für Misstrauen gegenüber allen Zuwanderern. Deshalb handeln wir“, sagte Jäger. Für ihn steht fest: „Zuwanderung ist Teil eines offenen Europas und bietet viele Chancen. Wir profitieren von der kultureller Vielfalt. Und gerade Köln ist eine weltoffene Stadt.“

In Köln gestalten Polizei und Stadt gemeinsam das vom Innenministerium finanzierte Projekt aus. Für „klarkommen!“ stehen in Köln zwei kompetente Partner zur Seite: Das sind die AWO und Bikup - die Internationale Gesellschaft für Bildung, Kultur und Partizipation. Deren speziell ausgebildete Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind die Ansprechpartner und arbeiten als Kultur- und Sprachmittler.

Die in Köln eingesetzten Sozialarbeiter sind mit den kulturellen Sitten und Gebräuchen der betroffenen Kinder und Jugendlichen vertraut. „Sie überwinden Barrieren und schaffen Vertrauen“, erklärte Jäger. Die Jugendlichen erhalten gezielte Sprachförderung, werden in ihrem Schulalltag unterstützt und ihr Tagesablauf erhält eine geregelte Struktur. Gleichzeitig lernen die Jugendlichen mit den Normen und Werte der Gesellschaft zu handeln. Wie beispielsweise Malik. Der heute 16-jährige kam vor einem Jahr aus Marokko nach Köln. Ganz alleine. Malik beherrscht kaum die deutsche Sprache. Von der Polizei wurde er mehrfach bei Diebstählen und Trickbetrügereien aufgegriffen. Mit „klarkommen!“ soll er sich integrieren können. Die Sozialarbeiter wissen, wie man auf ihn zugehen muss, sprechen seine Sprache. Malik bekommt jetzt eine gezielte Sprachförderung. Seine Freizeit wird durch regelmäßige Termine und Freizeitangebote strukturiert. Er lernt Dinge des Alltags zu regeln.

„Unser Ziel ist es, die Sicherheit in den besonders betroffenen Stadtteilen zu erhöhen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich in Köln, auf ihrem Weg durch die Stadt sicher fühlen.“ „klarkommen! Chancen bieten durch Prävention vor Ort“ läuft bereits in Duisburg und Dortmund.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon: 0211 871-2300.

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