Positive Entwicklung der Organspendezahlen setzt sich fort

29. Mai 2009

„Positive Entwicklung der Organspendezahlen in Nordrhein-Westfalen setzt sich fort“ / Neun Kliniken aus Nordrhein-Westfalen für Engagement in der Organspende ausgezeichnet

„Gemeinsames und kontinuierliches Engagement für die Organspende zeigt Wirkung“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute in Essen. "Wir sind auf einem guten Kurs", stellte der Minister mit Blick auf die Zahlen des letzten Jahres und der ersten vier Monate im Jahr 2009 fest: "Es konnten bereits 101 Organspenden realisiert und daraus 309 Organe für Wartelistenpatienten zur Verfügung gestellt werden."

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Gemeinsames und kontinuierliches Engagement für die Organspende zeigt Wirkung“, sagte Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesund­heit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, anlässlich der diesjährigen Krankenhausehrung mit Blick auf die Organspendezahlen des letzten Jahres und des ersten Quartals 2009 heute (29. Mai 2009) in Essen.

Im Rahmen des 3. Jahrestreffens der Transplantationsbeauftragten in Nordrhein-Westfalen zeichnete der Minister zusammen mit Dr. Ulrike Wirges, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtrans­plantation (DSO), Region Nordrhein-Westfalen, neun Krankenhäuser für ihren vorbildlichen Einsatz für die Organspende aus.

Die diesjährigen Preisträger sind:

  • Medizinisches Zentrum Kreis Aachen gGmbH
  • Universitätsklinikum Bonn
  • St. Antonius-Hospital gGmbH Kleve
  • Universitätsklinikum Köln
  • Helios-Klinikum Krefeld GmbH
  • Klinikum Leverkusen gGmbH
  • St. Marien-Hospital Lünen
  • Evangelisches und Johanniter Klinikum Niederrhein gGmbH
  • Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus gGmbH Siegen

Ausschlaggebend für die Ehrung waren Kriterien wie die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die Fort­bildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Akutfall Organspende.

„In Deutschland stehen immer noch deutlich weniger Spenderorgane zur Verfügung als benötigt werden. Wir in Nordrhein-Westfalen ver­suchen daher Bedingungen zu schaffen, damit die Organspende als selbstverständlicher Beitrag des Versorgungsauftrages der Kliniken wahrgenommen wird. Die neun geehrten Krankenhäuser machen vor, wie es gehen kann“, erklärte Minister Laumann.

„Für die erfolgreiche Umsetzung der Gemeinschaftsaufgabe Organ­spende kommt es auf den Einsatz jedes Einzelnen in den Kranken­häusern an. Wir sind auf einem guten Kurs, wie die Zahlen des letzten Jahres und der ersten vier Monate im Jahr 2009 zeigen. Es konnten bereits 101 Organspenden realisiert und daraus 309 Organe für Wartelistenpatienten zur Verfügung gestellt werden. Mit der heutigen Veranstaltung möchten wir allen Mitwirkenden unseren Dank aus­sprechen“, betonte Dr. Ulrike Wirges.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Or­ganspende. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: Von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen, medizinische Maßnahmen zur Erhaltung von Orga­nen und zum Schutz der Organempfänger bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie die Krankenhäuser durch Fortbildungen und Prozessoptimierung zum Thema Organspende. Die DSO-Region Nordrhein-Westfalen betreut insgesamt 335 Krankenhäuser.

Informationen zu den Preisträgern:

1.) St. Antonius Hospital gGmbH Kleve

  • 400 Betten
  • 3 gemeldete Organspenden 2008
  • Bestellung einer Transplantationsbeauftragten
  • 2008: DSO-Fortbildung für die Intensivstation
  • Erstellung von Leitlinien für Organspende im Haus

2.) Klinikum Leverkusen gGmbH

  • 750 Betten
  • Bereits 2007 ausgezeichnet
  • 4 gemeldete Organspenden 2008
  • Regelmäßige Fortbildungen zur Organspende/Thema fest in Unterrichtsplan der Krankenpflegeschule, der Fachweiterbildung für Intensiv-Anästhesiepflege sowie OP-Personal etabliert
  • Erarbeitung einer Verfahrensanweisung für Ablauf einer Organ­spende im Klinikum
  • Regelmäßige Identifizierung und Meldung von Organspendern

3.) Medizinisches Zentrum Kreis Aachen gGmbH, Würselen

  • 765 Betten
  • 2 gemeldete Organspenden 2008
  • 2 Betriebsteile mit je einem Transplantationsbeauftragten
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Thema fester Bestandteil des Unterrichtsplans der Kranken­pflegeschule

4.) St. Marien Hospital Lünen

  • 590 Betten
  • 8 gemeldete Organspenden 2008
  • Bestellung eines Transplantationsbeauftragten
  • Hohes Engagement des gesamten Teams
  • Reibungslose Abläufe im Organspendeprozess

5.) Ev. Jung-Stillung-Krankenhaus gGmbH Siegen

  • 414 Betten
  • 6 gemeldete Organspenden 2008
  • Bestellung eines Transplantationsbeauftragten
  • Leitlinien zur Gesprächsführung mit Angehörigen von potentiellen Organspendern
  • Vorbildliche Erkennung möglicher Organspender
  • Professionelle reibungslose Umsetzung des Spendenprozesses
  • Regelmäßige Fortbildungen (intern und durch die DSO)
  • Organspende fester Bestandteil der Krankenpflegeausbildung

6.) Helios Klinikum Krefeld GmbH

  • 1.023 Betten
  • 12 gemeldete Organspenden 2008
  • Zum 4.Mal hintereinander ausgezeichnet
  • Kommunikationsteam für die Förderung der Organspende
  • Klinikinterne Erfassung aller durchgeführten Hirntoddiagnosen
  • Hervorragend strukturierte Abläufe
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Organspende fester Bestand der Krankenpflegeausbildung

7.) Evangelisches und Johanniter Klinikum Niederrhein gGmbH, Duisburg-Nord

  • 1.338 Betten in vier Betriebsteilen
  • Bereits 2008 ausgezeichnet
  • 12 gemeldete Organspenden 2008
  • Bestellung von Transplantationsbeauftragten
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Referententätigkeiten bei DSO- und anderen Veranstaltungen
  • Leitlinien und Verfahrensanweisungen bestehen
  • Exzellente Abläufe im Akutfall

8.) Universitätsklinikum Köln

  • 1.250 Betten
  • Zum 2. Mal in Folge ausgezeichnet
  • 18 gemeldete Organspenden 2008
  • Bundesweiter Vergleich: Platz 2
  • Transplantationsbeauftragter
  • Exzellente Abläufe im Akutfall
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Regelmäßig Thema in Krankenpflegeausbildung
  • 2008 und 2009 Durchführung des Interdisziplinären Rheinischen Symposiums Organtransplantation

9.) Universitätsklinikum Bonn

  • 16 gemeldete Organspenden 2008
  • Transplantationsbeauftragter
  • Feste Strukturen und Anweisungen für Spendenablauf
  • Frühzeitige Einbindung der DSO
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Organspende fester Bestandteil in der Krankenpflegeschule, der Fachweiterbildung für Anästhesie- und Intensivmedizin und OP-Fachweiterbildung

 

Kontakt Deutsche Stiftung Organtransplantation:
Alexandra Hesse, Leiterin Krankenhaus-Kommunikation, Deutsche Stiftung Organtransplantation, Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: 069/677 328-9420, Fax: 069/677 328-9409, E-Mail: kh-info@dso.de

Dr. med. Ulrike Wirges, Geschäftsführende Ärztin der Region Nordrhein-Westfalen
Deutsche Stiftung Organtransplantation, Lindenallee 29-41, 45127 Essen
Tel.: 0201/170370, Fax: 0201/1703711, E-Mail: nrw@dso.de

Kontakt Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen:
Kathrin Rebbe, Pressesprecherin, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Fürstenwall 25, 40219 Düsseldorf
Tel.: 0211/855-3118, Fax.: 0211/855-3127, E-Mail: presse@mags.nrw.de

 

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.