Polizei im Ruhrgebiet geht verstärkt gegen Einbrecher vor

12. Dezember 2011

Polizei im Ruhrgebiet geht verstärkt gegen Einbrecher vor / Innenminister Jäger: „Ganz NRW profitiert von diesem vorbildlichen Netzwerk“

Die acht Polizeibehörden des Ruhrgebiets gehen verstärkt gegen Serieneinbrecher vor. Sie haben sich im „Auswerteverbund Ruhr“ (AWR) zusammengeschlossen und so ihre Strukturen im Kampf gegen Wohnungseinbrüche optimiert. „Mit der neuen Strategie im Rahmen unseres Aktionsprogramms „Riegel vor“ verschärft die Polizei im Ruhrgebiet ihre Fahndung“, erklärte Innenminister Ralf Jäger in Essen.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Die acht Polizeibehörden des Ruhrgebiets gehen verstärkt gegen Serieneinbrecher vor. Sie haben sich im „Auswerteverbund Ruhr“ (AWR) zusammengeschlossen und so ihre Strukturen im Kampf gegen Wohnungseinbrüche optimiert. „Mit der neuen Strategie im Rahmen unseres Aktionsprogramms „Riegel vor“ verschärft die Polizei im Ruhrgebiet ihre Fahndung“, erklärte Innenminister Ralf Jäger in Essen.

Der Verbund bildet eine neue Informationsquelle für die Ermittler. Alle Informationen stehen über eine Datenbank schnell über die Grenzen der Städte und Behörden hinweg zur Verfügung. Darin sind alle Einbrüche erfasst, die nach Tathergang als Teil einer Serie erscheinen. „Von diesem vorbildlichen Netzwerk profitieren die Menschen in ganz NRW“, betonte Jäger.
„Der Auswerteverbund ist dann besonders schlagkräftig, wenn die Menschen aufmerksam sind und über die Polizeinummer 110 Hinweise geben“, sagte der Innenminister. „Ein Einbruch kann jeden treffen. Aber jeder kann auch etwas tun, um einen Einbruch zu verhindern. Jeder kann seine eigenen vier Wände noch besser schützen, noch aufmerksamer sein. Nur gemeinsam schieben Bürger und Polizei den Einbrechern den Riegel vor.“

Wie wichtig Hinweise von Zeugen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität sind, zeigen zwei Beispiele aus Essen:

•  Nachts fällt dem Anwohnerehepaar G. ein verdächtiges Fahrzeug auf, aus dem drei Männer aussteigen und sich dunkle Jacken überziehen. Sie verständigen die Polizei über die Nummer 110. Die eingesetzten Polizisten nehmen die drei Männer kurze Zeit später bei einem versuchten Einbruch in eine Tankstelle fest.

•  Die Eheleute H. bemerken auf der Straße mehrere Personen, die ihnen verdächtig vorkommen. Sie merken sich deren Auto-Kennzeichen und rufen die 110 an. Die Fahnder können die vier Täter wenige Tage später auf Grund des Hinweises  beim Ausspähen  von Häusern feststellen und festnehmen. Über das bei ihnen gefundene  Diebesgut werden weitere Wohnungseinbrüche aufgeklärt.

Seit 2008 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche bundesweit kontinuierlich gestiegen. In NRW sind viele Städte und Gemeinden davon betroffen. „Darauf hat die Polizei reagiert und geht mit einer landesweiten Strategie vor“, erläuterte Jäger. Das Konzept ist auf eine verbesserte örtliche Analyse, eine systematische Spurensuche und Spurensicherung, sowie der Ausschöpfung aller Fahndungsmöglichkeiten ausgerichtet. Zudem stellt das LKA ein Lagebild zur Verfügung, mit dem die Einbruchsentwicklung landesweit und tagesaktuell verfolgt und recherchiert werden kann. Damit können die einzelnen Polizeibehörden Schwerpunkte und Tendenzen bei der Einbruchskriminalität frühzeitig erkennen und gegensteuern.

In NRW wurden im vergangenen Jahr rund 45.000 Einbrüche registriert. Dabei nutzen die Täter günstige Gelegenheiten. „Häufig passieren Einbrüche, wenn die Bewohner arbeiten oder ‚nur mal kurz weg sind’“, machte Jäger deutlich. In rund 40 Prozent der Fälle hat der Täter es nicht geschafft, die gut gesicherten Türen und Fenster aufzubrechen. „Schlecht gesicherte Wohnungen sind für die Täter wie Einladungen. Je sicherer die Riegel vor Türen und Fenstern sind, desto unattraktiver wird eine Wohnung für Einbrecher“, machte der Innenminister deutlich. „Bei der Sicherung der eigenen vier Wände unterstützt und berät die Polizei kostenlos.“

Weitere Informationen und das Logo des Aktionsprogramms finden Sie im Internet unter www.riegelvor.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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