Polizei in der Euregio Maas-Rhein geht gemeinsam gegen Einbrecher vor / Minister Jäger: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit erhöht Druck gegen Kriminelle

19. November 2012
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Im Kampf gegen Wohnungseinbrüche arbeiten die NRW-Polizisten in der Euregio Maas-Rhein eng mit ihren Kollegen aus Belgien und den Niederlanden zusammen.

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Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Im Kampf gegen Wohnungseinbrüche arbeiten die NRW-Polizisten in der Euregio Maas-Rhein eng mit ihren Kollegen aus Belgien und den Niederlanden zusammen. „Es ist wichtig die gesamte Region über die Stadt-,  Behörden- und Ländergrenzen hinaus im Blick zu haben. Denn Einbrecher stören sich nicht an Zuständigkeiten“, sagte NRW-Innen­minister Ralf Jäger in Aachen. „Wir erhöhen damit das Risiko für die Täter, entdeckt zu werden.“ In der Euregio Maas-Rhein kooperieren die Polizeibehörden der niederländischen Provinz Limburg-Zuid, der beiden belgischen Provinzen Limburg und Lüttich sowie aus Deutschland die Polizei Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg.

Als ein herausragendes Beispiel der guten Kooperation schilderte Innenminister Jäger die erfolgreichen Ermittlungen gegen eine 60-köpfige Bande:

Die Männer hatten in den Niederlanden, in Belgien und in Deutschland zahlreiche Einbrüche, Raubüberfälle und Fahrzeugdiebstähle began­gen. Gemeinsam gelang es den Ermittlern, die Täter zu identifizieren und festzunehmen. Insgesamt konnten 225 Wohnungseinbrüche und viele weitere Straftaten aufgeklärt werden. In ersten Gerichtsverfahren wurden die Täter zu Freiheitsstrafen von bis zu siebeneinhalb Jahren verurteilt.  Weitere Gerichtsverhandlungen laufen noch oder stehen in Kürze bevor. „Gemeinsame und grenzüberschreitende Einsätze sind in der Euregio Maas-Rhein seit Langem selbstverständlich“, erläuterte der Minister. Zuletzt fand im Mai ein gemeinsamer Großeinsatz zur Be­kämpfung des Wohnungseinbruchs in der Region statt.

Seit 2008 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in ganz Deutschland kontinuierlich gestiegen. In Nordrhein-Westfalen sind fast alle Städte und Gemeinden davon betroffen. In den ersten zehn Monaten des Jahres gab es knapp 43.000 Einbrüche und Einbruchsversuche. Das sind 9,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Auf­klärungsquote stieg im gleichen Zeitraum von 14 auf 14,6 Prozent. „Die Polizei hat auf die steigenden Zahlen reagiert und eine landesweite Strategie entwickelt“, erläuterte Jäger. Das Konzept ist auf eine ver­besserte örtliche Analyse, eine systematische Spurensuche und Spurensicherung sowie der Ausschöpfung aller Fahndungsmöglich­keiten ausgerichtet. Durch tagesaktuelle und landesweite Lageinfor­mationen des Landeskriminalamtes können die Polizeibehörden neue Vorgehensweisen von Tätern oder Einbruchserien frühzeitig erkennen und gegensteuern. In ganz NRW fahnden seit 2011 mehr als 40 spe­zielle Ermittlungskommissionen erfolgreich gegen Einbrecher. Seitdem konnten deutlich mehr Täter dingfest gemacht werden.

Einbrecher kommen nicht nur nachts, sondern auch tagsüber und in der Dämmerung. „Viele Menschen sind dann nicht zu Hause, sondern am Arbeitsplatz oder „nur mal kurz“ außer Haus. Das sind die Gelegen­heiten, die Einbrecher nutzen“, machte Jäger deutlich. „Schlecht ge­sicherte Türen oder Fenster sind für sie wie eine Einladung. Je sicherer die Riegel vor Türen und Fenstern sind, desto unattraktiver wird eine Wohnung für Einbrecher.“ In rund 40 Prozent der Fälle schaffen es die Täter nicht, die gut gesicherten Türen und Fenster aufzubrechen. Jäger: „Bei der Sicherung der eigenen vier Wände unterstützt und berät die Polizei kostenlos.“


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