PFT-Konzentration im Blut der Arnsberger Bevölkerung weiter rückläufig

17. April 2009

PFT-Konzentration im Blut der Arnsberger Bevölkerung weiter rückläufig

Die Ergebnisse der dritten Studie zur Belastung der Arnsberger Bevölkerung mit PFT liegen vor. Sie zeigen einen weiteren gleichmäßigen Rückgang der Belastung des Blutes. Anlass für die Untersuchungen waren die im Jahr 2007 festgestellten und veröffentlichten erhöhten PFT-Werte.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Ergebnisse der dritten Studie zur Belastung der Arnsberger Bevölkerung mit PFT liegen vor. Sie zeigen einen weiteren gleichmäßigen Rückgang der Belastung des Blutes mit der PFT-Verbindung PFOA bei der untersuchten Studiengruppe. Anlass für die Untersuchungen unter den insgesamt 273 Kindern, Frauen und Männern, waren die im Jahr 2007 festgestellten und veröffentlichten PFT-Werte. Diese waren vier- bis achtmal höher als bei Vergleichsgruppen aus Brilon und Siegen. Ursache der Belastung waren erhöhte PFT-Konzentrationen im Trinkwasser von vier Arnsberger Stadtteilen aufgrund des illegalen Ausbringens PFT-haltigen Materials auf landwirtschaftliche Flächen im Sauerland.

Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen gibt es keine belastbaren Hinweise darauf, dass die bei der Arnsberger Studiengruppe ermittelten Werte gesundheitlich bedenklich sind. „Damit bestätigt sich unsere Einschätzung, die wir bereits nach den ersten Befunden im Jahre 2007 geäußert haben,“ so Umweltminister Eckhard Uhlenberg. „Die Sofortmaßnahmen aus dem Jahr 2006, um das PFT aus den Gewässern und dem Trinkwasser zu eliminieren, haben ihre Wirkung gezeigt.“

Bereits bei den veröffentlichten Werten des letzten Jahres wurde ein mittlerer Rückgang von PFOA im Blut der Arnsberger Studiengruppe um rund 20 Prozent bei Kindern und Frauen und rund 10 Prozent bei Männern festgestellt. Seit der ersten Untersuchung vor drei Jahren sind die PFOA-Konzentrationen damit insgesamt um 23 Prozent bei den Männern, um 38 Prozent bei den Frauen und um 40 Prozent bei den Kindern zurückgegangen. Geplant ist eine weitere Untersuchung der Arnsberger Studiengruppe im Jahr 2010.

Die von Prof. Dr. Wilhelm, Leiter der Abteilung für Hygiene, Sozial- und Umweltmedizin der Ruhr-Universität Bochum, im Auftrag des Umweltministeriums durchgeführte Untersuchung, ist europaweit die erste bevölkerungsbezogene Studie zur PFT-Belastung des Blutes aufgrund zwischenzeitlich erhöhter PFT-Werte im Trinkwasser. Bislang lagen zur Verweilzeit von PFT im menschlichen Organismus fast ausschließlich Daten aus Arbeitsplatzstudien insbesondere aus den USA vor. Die er­mittelten Ergebnisse der Arnsberger Studiengruppe bestätigen die festgestellte lange Verweilzeit von PFOA im menschlichen Körper. Nach derzeitigem Stand des Wissens, besteht kein Anlass zur gesundheitlichen Besorgnis.

Eine Kurzfassung mit den wesentlichen Studienergebnissen der zweiten Folgeuntersuchung steht zur Einsicht bereit unter www.umwelt.nrw.de.

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