PFT-Befunde im rechtsrheinischen Kölner Grundwasser – Trinkwasser ist nicht betroffen

23. Februar 2012

PFT-Befunde im rechtsrheinischen Kölner Grundwasser – Trinkwasser ist nicht betroffen

Die Stadt Köln hat über neue PFT-Befunde im Grundwasser berichtet, die aber keine Auswirkungen auf das Trinkwasser haben. Untersuchungen aus 2010 und 2011 dokumentieren PFT-Funde im Grundwasser zum einen im Bereich Porz-Grengel und zum anderen in Gremberghoven.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Stadt Köln hat über neue PFT-Befunde (PFT = Perfluorierte Tenside) im Grundwasser berichtet, die aber keine Auswirkungen auf das Trinkwasser haben. Untersuchungen aus 2010 und 2011 dokumentieren PFT-Funde im Grundwasser zum einen im Bereich Porz-Grengel und zum anderen in Gremberghoven. Die Gehalte für die beiden wichtigsten PFT-Stoffgruppen PFOA und PFOS liegen in der Summe zwischen 0,1 und 0,5 µg/l. Diese Konzentrationen liegen im Niveau des Leitwertes des Umweltbundesamtes (lebenslang gesundheitlich duldbar). Das bedeutet: Im Grundwasser ist PFT in den genannten Bereichen nur in sehr geringen Konzentrationen vorhanden.

Wichtigster Punkt: Das Trinkwasser ist nicht belastet. Die umliegenden Wasserversorger, die RheinEnergie AG für die Wasserwerke Westhoven und Leidenhausen, sowie die Stadtwerke Rösrath für das Wasserwerk Rösrath, untersuchen seit geraumer Zeit weit im Vorfeld der Brunnen im Rahmen eines „Frühwarnsystems“ das Grundwasser regelmäßig auch auf PFT. Hierbei wurden bisher nie auffällige PFT-Gehalte festgestellt.

Die Ursachen der Funde werden derzeit noch untersucht. Auf dem Flughafengelände Köln-Bonn (Rhein-Sieg-Kreis) befindet sich ein altes Feuerlöschbecken, das sich bereits in der Sanierung befindet. Der Boden wurde ausgekoffert und das Grundwasser wird hydraulisch saniert. Ein Zusammenhang zwischen dem o. g. PFT-Fund in Porz-Grengel und diesem Schadensfall ist wahrscheinlich. Während das Feuerlöschbecken außerhalb von ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebieten liegt, tangieren die genannten PFT-Funde in Porz-Grengel das Einzugsgebiet des Wasserwerkes Westhoven.

Der zweite PFT-Fund in Gremberghoven liegt im weiteren Wasserschutzgebiet Westhoven (Zone III B). Die Ursache dieses Befundes ist unklar. Es ist hervorzuheben, dass es sich bei den bisher vorliegenden Ergebnissen in Gremberghoven um zwei Einzelbefunde aus einem sehr eng begrenzten Bereich handelt.

Trotz der nur gering auffälligen Schadstoffkonzentrationen in den Monitoringmessstellen werden von der Stadt Köln weiterführende Recherchen und eingrenzende Untersuchungen zur Ermittlung der Ursachen veranlasst.

Die RheinEnergie AG in Köln veröffentlicht die PFT-Untersuchungsergebnisse des Trinkwassers aller Wasserwerke regelmäßig in ihrem Internetangebot unter folgendem Link: http://www.rheinenergie.com/media/portale/downloads_4/rheinenergie_1/rechtliches_4/02_2012_PFT.pdf.

Außerdem steht sie in ständigem Kontakt mit den zuständigen Gesundheits- und Aufsichtsbehörden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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