Innenminister Jäger verleiht Landespreis Innere Sicherheit 2011

21. November 2011

„Ordnungspartnerschaften sorgen für Sicherheit der Menschen in NRW“ / Innenminister Jäger verleiht Landespreis Innere Sicherheit 2011

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat in Düsseldorf den Landespreis Innere Sicherheit 2011 verliehen. Ausgezeichnet wurden die drei Ordnungspartnerschaften „Integration und Prävention in Ratingen-West“, das Verkehrsprojekt „Sicher durch Münster“ sowie der „Arbeitskreis Polizei und Muslime im Ennepe-Ruhr-Kreis“.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat in Düsseldorf den Landespreis Innere Sicherheit 2011 verliehen. Ausgezeichnet wurden die drei Ordnungspartnerschaften „Integration und Prävention in Ratingen-West“, das Verkehrsprojekt „Sicher durch Münster“ sowie der „Arbeitskreis Polizei und Muslime im Ennepe-Ruhr-Kreis“.

„Ordnungspartnerschaften sorgen für Sicherheit in NRW und sind fester Bestandteil der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Polizei, kommunalen Partnern, Schulen und gesellschaftlichen Gruppen“, sagte Jäger. „Die drei ausgezeichneten Netzwerke zeigen eindrucksvoll, mit wie viel Engagement, Kreativität und vor allem, mit wie viel Gespür für das konkrete Sicherheitsbedürfnis vor Ort gehandelt wird.“
Mit dem Landespreis für Innere Sicherheit werden beispielhafte Ord­nungspartnerschaften im Sinne einer bürgerorientierten, rechtsstaatlichen und professionellen Arbeit ausgezeichnet.

Die Projekte im Einzelnen:

„Integration und Prävention“ – Ratingen-West

Diese Ordnungspartnerschaft zielt auf die Verbesserung der Lebens­qualität der in Ratingen-West lebenden Menschen ab. Der Stadtteil entstand in den 60er Jahren und entwickelte sich in den Folgejahren mehr und mehr zu einem sozialen Brennpunkt.

Um die Lebensqualität in dem Viertel zu heben, arbeiten Ordnungs- und Sozialbehörden der Stadt Ratingen und der Kreisverwaltung, Wohlfahrtsverbände, Wohnungsbauträger und die Polizei eng zusammen. An einem Runden Tisch entwickeln sie Maßnahmen zur Förderung des Stadtteils, die dann gemeinsam umgesetzt werden. Das Projekt „Inte­gration und Prävention“ wurde im März 2007 von der Stadt Ratingen ins Leben gerufen und als Kooperationsprojekt durch Mittel der Stadt und des Kreises Mettmann finanziert.

Ein Ziel der Arbeitsgruppe war es, die „Angsträume“, also besonders belastete Plätze und Situationen, zu entschärfen, die von den im Stadt­teil lebenden Menschen als bedrohlich empfunden werden. Dieses Ziel konnte in vielen Bereichen tatsächlich durch ein verbessertes Beleuch­tungskonzept, durch Rückschnitt von Gehölzen sowie einer konse­quenten Straßenreinigung insbesondere um den Berliner Platz erreicht werden.

Des Weiteren konnte durch die Vernetzung und nachhaltige Aufklä­rungsarbeit von Polizei, Ordnungsamt und dem im Stadtteil eingesetzten Streetworker auf eine Gruppe auffälliger Personen positiv Einfluss ge­nommen werden. Die Kriminalitätsrate in Ratingen-West ist seit Projekt­beginn auf das durchschnittliche Maß der Stadt Ratingen zurückgegan­gen, die Anzahl der Beschwerden aus der Bevölkerung liegt sogar unter Stadtniveau. Das Projekt und die Zusammenarbeit der beteiligten Part­ner werden inzwischen offensiv dargestellt und als voller Erfolg gewer­tet.

„Sicher durch Münster“

In keiner anderen Stadt in NRW verunglücken mehr Menschen im Stra­ßenverkehr (pro 100.000 Einwohner) als in Münster. Besonders betrof­fen davon sind Radfahrer. Sie sind zwar an nur neun Prozent aller Un­fälle beteiligt, doch liegt ihr Anteil bei Unfällen mit schwerem und leichtem Personenschaden bei bis zu 48 Prozent. Der Radfahrer-Anteil bei Unfällen mit Getöteten beträgt 25 Prozent.

Die Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention wurde im Juni 2007 gegründet. Unter dem verbindenden Motto „Sicher durch Münster“ ist es ihr Ziel, die Verkehrssicherheit der Stadt nachhaltig zu verbessern. Auf den Punkt gebracht: Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden soll jährlich um durchschnittlich zehn Prozent gesenkt werden.

„Sicher durch Münster“ widmet sich umfänglich den Bedingungen und Ursachen des Unfallgeschehens und nutzt einen umfassenden und ganzheitlichen Ansatz, dieses positiv zu beeinflussen. Zentrale Kam­pagnen sind neben der täglichen Verkehrsüberwachung durch die Polizei und das Ordnungsamt die regelmäßig durchgeführten Schwerpunkt­einsätze. Bis August 2011 wurden 32 dieser Einsätze durchgeführt – mit wechselnden Themen und zu unterschiedlichen Anlässen.

Im Jahr 2010 wurde erstmalig das Ziel erreicht, die Anzahl an Verkehrs­unfällen mit Verletzten jährlich um zehn Prozent zu senken. Die umgesetzten Maßnahmen haben die Verkehrssicherheit in Münster bereits verbessert. In „Sicher durch Münster“ steckt darüber hinaus das Poten­tial, die gute Tendenz noch auszubauen.

„Arbeitskreis Polizei und Muslime“ Ennepe-Ruhr-Kreis

Der Arbeitskreis Polizei und Muslime wurde 2008 gegründet. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, das Miteinander von Muslimen und der Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis zu fördern und mit Leben zu füllen.

Ständige Mitglieder des Arbeitskreises sind mehrere Vertreter der Poli­zeibehörde, unter anderen der Leiter des Kommissariats Vorbeugung, der Kontaktbeamte für muslimische Institutionen und der Opferschutz­beauftragte sowie die Vertreter der Moscheevereine (DITIB-Moschee Schwelm, DITIB-Moschee Gevelsberg, DITIB-Moschee Wetter, DITIB-Moschee Hattingen).

Mit einer ganzen Palette von Angeboten wendet sich der Arbeitskreis direkt an die muslimischen Mitbürger und greift dabei auch sicherheits­relevante Probleme auf. Auf der Grundlage des vertrauensvollen Ver­hältnisses der Mitglieder des Arbeitskreises wurden unter anderem die Terrordrohungen gegen die Bundesrepublik im Vorfeld der Bundes­tagswahlen 2009 ebenso besprochen, wie die alljährlichen Stern­märsche der Kurden sowie die Ängste und Sorgen der muslimischen Bevölkerung im Zusammenhang mit den Plakatierungen und Flyern von ProNRW zur Landtagswahl.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis werden etwa 5.000 Muslime, sprich alle organi­sierten muslimischen Mitbürger, direkt oder auch indirekt über den Arbeitskreis erreicht. Durch die Kontakte wurden Hürden sowie Berüh­rungsängste abgebaut, gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Aufgaben und Probleme geweckt und damit die Grundlagen für deeska­lierende Gespräche geschaffen. Der Arbeitskreis realisiert den in vielen politischen Gremien geforderten interkulturellen Dialog und füllt ihn mit Leben.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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