Vollzug deutlich besser als sein Ruf

6. April 2010

Ombudsmann für den Justizvollzug legt dritten Tätigkeitsbericht vor: „Vollzug deutlich besser als sein Ruf“

Der Ombudsmann für den Justizvollzug Nordrhein-Westfalen, Rolf Söhnchen, hat in seinem Tätigkeitsbericht Fortschritte im Justizvollzug nachgewiesen.

Das Justizministerium teilt mit:

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter hat heute (Dienstag, 6. April 2010) den dritten, fast 100 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht des Ombudsmanns für den Justizvollzug Nordrhein-Westfalen, Rolf Söhnchen, entgegengenommen.

„Ich freue mich, dass der Ombudsmann auf vielen Feldern im Justizvoll­zug Fortschritte und Verbesserungen nachgewiesen hat“, erklärte die Ministerin. „Herrn Söhnchen danke ich für seine äußerst wertvolle, erfolgreiche und parteiübergreifend geschätzte Arbeit. Gerade wegen seines Einsatzes und des Engagements seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit drei Jahren können wir heute uneingeschränkt feststel­len, dass sich die bundesweit einmalige Institution des Ombudsmanns für den Vollzug mehr als bewährt hat.“

Auch der dritte Tätigkeitsbericht enthalte viele konstruktive Anregungen und Empfehlungen, derer sich das Justizministerium - wie in den Vor­jahren - annehmen werde. Als Beispiel nannte die Ministerin die An­strengungen zur Reduzierung der hohen Krankenstände unter den Bediensteten. Hier unterstütze der Bericht des Ombudsmanns nach­drücklich die vom Ministerium in die Wege geleiteten Maßnahmen, darunter die Erarbeitung eines Leitfadens „Gesundheitsmanagement“ für die Vollzugsanstalten. Auch die vom Ombudsmann geforderten und vom Ministerium nun vermehrt geschaffenen Angebote zur Schulung für Führungskräfte und zur Fortbildung, die unter anderem den Umgang mit psychisch kranken Gefangenen zum Inhalt haben, würden in dem Bericht begrüßt.

Unter der Überschrift „Wertschätzung von Bediensteten“ kritisiere der Ombudsmann, dass in der öffentlichen Berichterstattung zuweilen das Bild des Justizvollzugs verfälscht und damit auch das Ansehen der Bediensteten beeinträchtigt werde. „Die hervorragende und keineswegs immer leichte Arbeit der über 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Justizvollzug droht leider in Vergessenheit zu geraten, wenn einzelne negative Vorkommisse derart in den Vordergrund gestellt werden“, betonte die Ministerin. Dem Fazit des Ombudsmanns – „der Vollzug ist deutlich besser als sein Ruf“ - sei deshalb vorbehaltlos zuzustimmen; es sei aber zugleich ein Appell zum weiteren Engagement aller Beteiligten.

Der Jahresbericht des Ombudsmanns ist unter www.ombudsmann-justizvollzug.nrw.de

in der Rubrik Service/Infomaterial veröffentlicht.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792-255 oder -464.

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