Zu hohes Tempo ist Ursache Nr. 1 bei tödlichen Unfällen

8. Januar 2010

Olympiasiegerin Britta Heidemann wirbt für faires Fahren / Landesweite Anti-Raser-Kampagne „Komm gut an! Sieger rasen nicht!“ soll Leben retten / Minister Ingo Wolf: Zu hohes Tempo ist Ursache Nr. 1 bei tödlichen Unfällen

Mehr als jeder dritte Verkehrstote auf nordrhein-westfälischen Straßen ist Opfer zu hoher Geschwindigkeit. „Zu schnelles Fahren ist Ursache Nr.1 für tödliche Unfälle“, sagte Innenminister Ingo Wolf beim Start der neuen landesweiten Anti-Raser-Kampagne „Komm gut an! Sieger rasen nicht!“ der nordrhein-westfäli­schen Polizei.

Das Innenministerium teilt mit:

Mehr als jeder dritte Verkehrstote auf nordrhein-westfälischen Straßen ist Opfer zu hoher Geschwindigkeit. „Zu schnelles Fahren ist Ursache Nr.1 für tödliche Unfälle“, sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (8. Januar 2010) in Düsseldorf beim Start der neuen landesweiten Anti-Raser-Kampagne „Komm gut an! Sieger rasen nicht!“ der nordrhein-westfäli­schen Polizei. Prominente Unterstützung erhält sie dabei von der Fecht-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Britta Heidemann. „Sie ist für uns eine erstklassige Botschafterin, weil ihre Sportart von Schnelligkeit, Prä­zision und Konzentration lebt“, erklärte Wolf. „Aber mit Raserei hat nie­mand eine Chance“, betonte die Olympiasiegerin. „Damit gefährdet man sich und andere. Nur mit Besonnenheit schafft man es zum Sieg und ans Ziel.“

Britta Heidemann hatte sich spontan bereit erklärt, die Kampagne zu unterstützen. „Genau wie im Sport muss man sich im Straßenverkehr an die Regeln halten und fair bleiben. Das ist wichtig, damit andere nicht zu Schaden kommen oder man selbst nicht bestraft wird“, sagte die Fech­terin.

Im vergangenen Jahr starben nach den bisher vorliegenden Zahlen we­niger als 620 Menschen bei Verkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen. 226 davon als Folge von zu hoher Geschwindigkeit. „Rasen bedeutet nicht nur mit 150 km/h über die Landstraße zu fahren. Rasen ist auch zu schnell an Schulen und Altenheimen zu sein. Und wer mit 80 km/h bei Eis oder Nebel auf der Autobahn unterwegs ist, gefährdet sich und an­dere“, erläuterte der Minister.

Die Faustregel lautet: „Bei doppelter Geschwindigkeit vervierfacht sich der Bremsweg. „Vielen ist die tückische Gefahr nicht klar“, machte Wolf deutlich: „Dort wo man mit 30 km/h, beispielsweise an Kindergärten, bereits zum Stehen kommt, fängt man mit 50 km/h erst an zu bremsen“. Ein Aufprall mit 50 km/h auf ein stehendes Hindernis entspricht einem Sturz aus zehn Metern Höhe.

Die letztjährige Sicherheitskampagne mit Torhüter Manuel Neuer „ER hält alles - Der Profi fährt mit Gurt.“ hat ein beachtliches Ergebnis erzielt. Die Zahl der Verkehrstoten, die nachweislich nicht angeschnallten wa­ren, sank um rund 20 Prozent. Wolf: „Dies macht deutlich, dass es rich­tig ist, dass die Polizei die Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle durch Aufklärung und Verfolgung gezielt ins Visier nimmt.“ In den letzten beiden Jahren stellte die Polizei landesweit jeweils rund 1,5 Millionen Geschwindigkeitsverstöße fest.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Innenministeriums, Telefon 0211 871 2300 oder -2301.

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