OECD-Studie belegt: Bildung als Schwerpunkt­setzung der Landesregierung richtig

14. September 2011

OECD-Studie belegt: Bildung als Schwerpunkt­setzung der Landesregierung richtig / Ministerin Löhrmann und Ministerin Schulze: Bildungsinvestitionen der Landesregierung statt teurer Reparaturkosten

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2011“ und die jüngst vorgestellten Bildungsindikatoren im Ländervergleich zeigen, dass es in Deutschland und auch in Nordrhein-Westfalen noch einen hohen Nach­holbedarf gibt. Zwar hat sich Deutschland in den letzten Jahren deutlich verbessert, aber noch immer ist im internationalen Vergleich der Anteil der Hochschulabsolventen mit 29 Prozent deutlich unter dem OECD-Durchschnitt (39 Prozent).

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilen mit:

Die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2011“ und die jüngst vorgestellten Bildungsindikatoren im Ländervergleich zeigen, dass es in Deutschland und auch in Nordrhein-Westfalen noch einen hohen Nach­holbedarf gibt. Zwar hat sich Deutschland in den letzten Jahren deutlich verbessert, aber noch immer ist im internationalen Vergleich der Anteil der Hochschulabsolventen mit 29 Prozent deutlich unter dem OECD-Durchschnitt (39 Prozent).

„Deshalb ist es richtig, dass die Landesregierung ihren politischen Schwerpunkt auf das Thema Bildung gelegt hat. Wir brauchen ein ge­rechtes und leistungsfähiges Bildungssystem, das die beste Bildung für alle garantiert. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wollen wir bis zum Jahr 2015 insgesamt zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Bildung und Forschung investieren“, so Wissenschaftsministerin Schulze. „Alleine wird jedoch auf Dauer kein Land diese zentrale Zu­kunftsaufgabe stemmen können“, sagte Schulze mit Blick auf das der­zeitige Kooperationsverbot von Bund und Ländern im Bildungsbereich. „Der Bund muss mit in der Finanzverantwortung stehen – und das Geld muss dort investiert werden, wo es die Hochschulen wirklich benötigen“, so Schulze.

Schulministerin Sylvia Löhrmann: „Es geht darum, Kindern und Jugend­lichen beste Lebenschancen durch Bildung zu vermitteln. Dabei müssen Bund und Länder an einem Strang ziehen. Wir haben in NRW bereits im Koalitionsvertrag festgelegt, dass die demografischen Effekte dem System Schule erhalten bleiben. Der Bund sollte außerdem durch die Aufhebung des Kooperationsverbotes einzelne Bildungsbereiche, wie zum Beispiel die Inklusion, direkt unterstützen können.“

Bei den Bildungsindikatoren belegt Nordrhein-Westfalen im Vergleich der Bundesländer 2009 weiterhin lediglich einen Platz im Mittelfeld. Dies zeigt eine Studie, die die Statistischen Ämter des Bundes und der Län­der in Ergänzung zur gestern veröffentlichten OECD-Studien heute vor­gestellt haben. Danach schneidet Nordrhein-Westfalen bei den Studien­abschlüssen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (28,5 Prozent) mit 29,8 Prozent gut ab. Im Vergleich zu dem OECD-Durchschnitt von mehr als 38 Prozent „kann einen das Ergebnis nicht zufrieden stellen“, so Wissenschaftsministerin Schulze.

Die OECD-Studie unterstreicht zugleich, dass Investitionen in Bildung Investitionen in die Zukunft sind, die sich für den Einzelnen und die Ge­sellschaft rechnen. „Nordrhein-Westfalen soll das Land der Bildungsauf­steiger werden. Um die großen sozialen, wirtschaftlichen und ökologi­schen Herausforderungen zu meistern, brauchen wir alle Begabungen und muss allen Talenten der Weg zur Hochschule offen stehen. Sie sind der Schlüssel für wirtschaftliche Stärke und Zukunftsfähigkeit, für Chan­cengleichheit und soziale Gerechtigkeit. Mit der Abschaffung der Stu­diengebühren haben wir eine wichtige Hürde aus dem Weg geräumt, damit sich junge Leute nicht deshalb gegen ein Studium entscheiden, weil ihnen das Geld fehlt. Gleichwohl gehen uns aber noch viel zu Viele verloren – an dem Übergang von der Schule zur Hochschule und eben auch unter den gestandenen Praktikern in den Unternehmen. Insbeson­dere bei den beruflich Qualifizierten entscheiden sich noch viel zu we­nige für ein Hochschulstudium, obwohl es inzwischen vielfältige Mög­lichkeiten gibt, auch ohne Abitur ein Studium aufzunehmen“, sagte Wis­senschaftsministerin Schulze. Im Fokus stehe deshalb die Entwicklung neuer, bedarfsgerechter Studienangebote zur Vereinbarkeit von Stu­dium, Ausbildung, Beruf und Familie sowie anderen Lebenssituationen.

Bei den Bildungsausgaben unterstrich Schulministerin Sylvia Löhrmann die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen: „Es bleibt viel zu tun. Die wiederholt festgestellten vergleichsweise ungünstigen Werte im Hinblick auf Klassengröße und Schüler-Lehrer-Relation in  der Grundschule und der Sekundarstufe I bestätigen, wie notwendig und richtig die in der Ko­alition verabredeten Investitionen in Bildung sind. Der OECD-Vergleich belegt einmal mehr, dass unser Ziel sein muss, mehr Jugendliche zu besseren Abschlüssen zu führen.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung Telefon 0211 5867-3505 oder an die Pressestelle
des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Telefon 0211 896-4790.

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