Neues Auskunftssystem www.gdu.nrw.de

4. Dezember 2009

NRW von unten – Neues Auskunftssystem www.gdu.nrw.de informiert über Gefährdungspotenziale des Untergrundes

Bauen und Investieren wird in Nordrhein-Westfalen jetzt noch sicherer. Unter www.gdu.nrw.de bietet das entwickelte Informationssystem „Gefährdungspotenziale des Untergrundes in Nordrhein-Westfalen“ landesweit Erstinformationen über untergrundbezogene Gefährdungspotenziale.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Bauen und Investieren wird in Nordrhein-Westfalen jetzt noch sicherer. Grundstückseigentümer, Bauherrn und Planungsträger erhalten jetzt online umfassende Informationen über mögliche Gefährdungspotenziale des Untergrundes in Nordrhein-Westfalen – seien es natürliche oder künstliche Hohlräume. Hierzu zählen die Folgen des seit Jahrhunderten in Nordrhein-Westfalen betriebenen legalen und illegalen Bergbaus („Zeche eimerweise“ in den Notzeiten nach den Weltkriegen). Unter www.gdu.nrw.de bietet das im Auftrag des Wirtschaftsministeriums des Landes entwickelte Informationssystem „Gefährdungspotenziale des Untergrundes in Nordrhein-Westfalen“ landesweit Erstinformationen über untergrundbezogene Gefährdungspotenziale.

Das neue Internetangebot gibt zudem spezielle Handlungsempfehlungen und benennt zuständige Stellen für weitere Auskünfte. Es richtet sich vor allem an Architekten, Bauingenieure, Bauherren, Wissenschaftler, aber auch an interessierte Laien. „Nordrhein-Westfalen stellt mit diesem Informationsangebot wieder einmal seine Vorreiterrolle in der Bereitstellung von Geoinformationen unter Beweis. Das jetzt startende Fachinformationssystem ist bundesweit einmalig“, sagte Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Jens Baganz heute (4. Dezember 2009) in Dortmund bei der Präsentation des neuen Auskunftssystems.
Erstmals sei es nun landesweit möglich, bekannte Gefährdungspotenziale rechtzeitig vor Eingriff in den Untergrund zu berücksichtigen. Spätere Gefahren für Leib und Leben und Schäden an Gebäuden, wie dies Tagesbruchereignisse über Altbergbaugebieten oder Erdfälle über Karsthohlräumen gezeigt hätten, könnten so weitgehend vermieden oder gemindert werden, so Dr. Baganz.

Das Auskunftssystem ist von der Bergbehörde des Landes und vom Geologischen Dienst NRW mit Unterstützung des Landesbetriebs Information und Technik entwickelt worden. Das Beispiel des in der vergangenen Woche am Südhang des Kyffhäusers in Thüringen aufgetretenen Erdfalls hat wieder einmal gezeigt, welche Gefahren von bestimmten Untergrundverhältnissen ausgehen können. Daten zu natürlichen oder bergbaubedingten oberflächennahen Hohlräumen, Methanausgasungen bis hin zu leichten Erdbeben werden für Nordrhein-Westfalen von der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie und dem Landesbetrieb Geologischer Dienst erfasst und ausgewertet. Das Auskunftssystem wird kontinuierlich aktualisiert und weiter ausgebaut.

„Glücklicherweise sind die Gefährdungspotentiale des Untergrundes in Nordrhein-Westfalen weniger dramatisch einzustufen als in anderen Teilen der Erde, aus denen uns oft Nachrichten über Katastrophen erreichen. Aber es gibt auch hierzulande Gefährdungspotenziale, u. a. aufgrund unserer langen Bergbaugeschichte. Unser großer Vorteil ist, dass wir sie differenziert kennen und uns darauf einstellen können“, so Dr. Baganz.

Das kostenlose Auskunftssystem zeigt, ob und wenn ja, welche Gefährdungspotenziale in jeweils 1 x 1 km großen Teilflächen des Landes bekannt oder nicht auszuschließen sind. Zu den einzelnen Gefährdungspotenzialen sind verständliche Erläuterungen abrufbar. Wenn beispielsweise ein Symbol oberflächennahen Bergbau oder Erdbebengefährdung belegt, wird empfohlen, vor Bauplanungen in der entsprechenden Teilfläche konkrete, grundstücksbezogene Informationen bei der Abteilung Bergbau und Energie in Nordrhein-Westfalen der Bezirksregierung Arnsberg oder beim Geologischen Dienst einzuholen.

Für grundstücksbezogene Auskünfte zu bergbaulich oder geologisch bedingten Gefährdungspotenzialen steht ein Online-Formular bereit. Eigentümer oder Bevollmächtigte können eine kostenpflichtige Auskunft beantragen. Die Höhe der Bearbeitungsgebühren richtet sich nach der Anzahl der auftretenden Gefährdungspotenziale und liegt zwischen zehn Euro und maximal 130 Euro – eine im Vergleich kleine Investition, die wirksam helfen kann, größere Schäden bei Baumaßnahmen zu vermeiden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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