Aktionswoche zum Einbruchsschutz

19. Oktober 2015

NRW startet landesweite Aktionswoche zum Einbruchsschutz

Minister Jäger: Polizei unterstützt und berät kostenlos bei der Sicherung von Haus und Wohnung

Die Polizei startet heute unter dem Motto „Riegel vor! Sicher ist sicher“ die dritte landesweite Beratungswoche zum Einbruchschutz.

 
Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Die Polizei startet heute unter dem Motto „Riegel vor! Sicher ist sicher“ die dritte landesweite Beratungswoche zum Einbruchschutz. Bis zum 25. Oktober 2015 sind die Expertenteams der Polizei unterwegs, beispielsweise bei Bürgervereinen und auf Wochenmärkten. „Sie informieren die Menschen kostenlos, wie sie ihre vier Wände gegen Einbrecher sichern können“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Bielefeld. „Jeder kann etwas tun, damit Einbrecher nicht in seine Privatsphäre eindringen. Das wollen wir in dieser Woche so vielen Menschen wie möglich vermitteln.“ Die Experten geben außerdem Tipps, wie man sich als Zeuge bei verdächtigen Beobachtungen im Wohngebiet richtig verhält.

Der Innenminister lobte die gute Kooperation zwischen der Polizei und dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen. Die Mehrzahl der im VdW organisierten Wohnungsunternehmen lässt sich bei Neu- und Umbauten zur Einbruchssicherung beraten. So hat die „Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH“ (BGW) beim Bau einer neuen Wohnanlage auf Rat der Polizeiexperten einbruchhemmende Türen und Fenster eingebaut. An der Haustür gibt es eine Sprechanlage mit Videoübertragung. Bei der Planung der Anlage hat die BGW außerdem weitere kriminalpräventive Aspekte berücksichtigt. Die Anlage ist gut einsehbar und bei Dunkelheit ausgeleuchtet. Minister Jäger: „Solche Sicherungen sind vorbildlich. Sie machen es den Einbrechern schwer, unentdeckt ins Haus zu gelangen und in Wohnungen einzubrechen.

Wie wichtig einbruchhemmende Fenster und Türen sowie eine schnelle Reaktion bei verdächtigen Beobachtungen sind, verdeutlichte der Innenminister an zwei typischen Beispielen:

  • In einem Mehrfamilienhaus in Oberhausen versuchte ein Einbrecher vergeblich, die Tür zu einer Wohnung aufzubrechen. Die mit einem Schutzbügel gut gesicherte Tür hielt stand. Der Täter musste sein Vorhaben abbrechen und flüchtete.
     
  • Umsichtig handelte eine Anwohnerin in Lünen. Sie bemerkte einen jungen Mann, der am Nachbarhaus auf eine Fensterbank kletterte. Als er ein auf Kipp stehendes Fenster öffnete, machte sich die Frau durch lautstarkes Rufen bemerkbar. Sie alarmierte über 110 die Polizei und beschrieb den davonlaufenden Verdächtigen. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Einbrecher noch in Tatortnähe fest.

Im ersten Halbjahr 2015 sind die Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr von 29.086 auf 33.566 angestiegen. In rund 40 Prozent der Fälle haben die Täter nichts gestohlen, weil sie die gut gesicherten Fenster und Türen nicht aufbrechen konnten oder bei der Tat gestört wurden. „Die Offensive gegen Einbrecher hat höchste Priorität bei der NRW-Polizei. Sie hat den Kontroll- und Fahndungsdruck auf reisende Einbrecherbanden nochmals verstärkt“, erklärte der Innenminister. Mit dem landesweiten Fahndungs- und Ermittlungskonzept „Mobile Täter im Visier“ (MOTIV) geht sie seit August 2013 gegen Intensiv- und Serientäter vor. 454 dieser hoch mobilen Einbrecher, die für eine hohe Anzahl an Straftaten verantwortlich sind, haben die Fahnder im Visier. 140 von ihnen befinden sich aktuell in Haft. Gegen 50 weitere liegen Haftbefehle vor, nach ihnen fahndet die Polizei intensiv.
 

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